Virtualisierung 04.02.2020, 12:01 Uhr

Windows 7 in der virtuellen Maschine unter Windows 10

Sie können Ihr Windows 7 in eine virtuelle Maschine stecken und unter Windows 10 weiternutzen. Dieser Workshop leitet Sie übers steinige Gelände.
Windows 7 in der virtuellen Maschine unter Windows 10
(Quelle: pctipp.ch )
Sie haben vielleicht eine ältere Anwendung, die unter Windows 7 gerade noch läuft, aber bei Windows 10 nicht mehr mitmacht. Eine der Möglichkeiten wäre die Virtualisierung Ihrer Windows-7-Installation. Das bedeutet: Sie können Ihr Windows 7 in eine virtuelle («künstliche» bzw. «simulierte») Maschine klonen, die Sie auf einem PC mit Windows 10 in einem separaten Fenster starten können. So hätten Sie mit Windows 10 ein aktuelles Betriebssystem und müssten sich trotzdem noch nicht von der alten Anwendung trennen.

Das erwartet Sie in diesem Artikel:

  • Seite 1: Nachteile/Grenzen der Virtualisierung
  • Seite 2: So virtualisieren Sie Ihr Windows 7
  • Seite 3: Virtuelle Maschine auf Windows-10-PC kopieren
  • Seite 4: VMware-Player installieren
  • Seite 5: Virtuelle Maschine erstmals öffnen
  • Seite 6: Virtuelle Maschine bedienen und Tipps
  • Seite 7: Alternativen zur virtuellen Maschine
Sie müssen es wirklich wollen. Wie Sie hier lesen werden, dürfen Sie von einer virtuellen Maschine keine Wunder erwarten. Denn so ganz wird das mit der Idee «den Fünfer behalten und das Weggli (Brötchen) trotzdem kaufen» nicht aufgehen. Es gibt nämlich ein paar Grenzen und die Inbetriebnahme kann mit einigen Hürden verbunden sein. Die Autorin ist «zum Glück» wohl so ziemlich jedem Hindernis begegnet. Aber zum Schluss lief das virtuelle Windows 7.

Nachteile/Grenzen der Virtualisierung

Es gibt ein paar wichtige Punkte, die Sie bedenken müssen, wenn Sie Ihren derzeitigen echten Windows-7-PC in eine virtuelle Maschine übernehmen wollen.
  • Speicherplatz: Ein virtualisiertes Windows 7 braucht zunächst einmal viel Festplattenplatz, um das virtuelle Abbild zu speichern.
  • Arbeitsspeicher: Zum Ausführen des virtuellen PCs sollte Ihr richtiger PC ordentlich viel RAM (Arbeitsspeicher) haben, sonst funktioniert das entweder nur sehr langsam oder überhaupt nicht. Weniger als 8 GB RAM sollten es nicht sein.
  • Grafik: Der virtuelle PC kann nicht von denselben Grafikfähigkeiten wie der echte PC profitieren, es sei denn, man greife zu teuren und kompliziert einzurichtenden Unternehmenslösungen, die etwas wie vSGA (Virtual Shared Graphics Acceleration) unterstützen. Zu den Programmen, die auf eine verbesserte Grafikleistung angewiesen sind, dürften etwa auch eine Adobe Creative Suite 6 gehören (CS6). Falls es ausgerechnet eine solche ist, deretwegen Sie ein Windows 7 virtualisieren wollen, dürfte der Kauf einer neueren Windows-10-kompatiblen Adobe-CS-Version am Ende billiger kommen.
  • Windows-Lizenz: Sie werden Windows 7 in der virtuellen Maschine möglicherweise früher oder später neu aktivieren müssen, weil die virtuelle Maschine als komplett andere Hardware erkannt wird. Sie können nicht dieselbe Windows-7-Lizenz in der VM betreiben und gleichzeitig diese auf Windows 10 portieren. Es dürfte damit der Kauf einer Windows-10- oder Windows-7-Lizenz fällig werden.
  • CPU-Architektur: Auf einem PC mit einem 32-Bit-Prozessor können Sie kein virtuelles 64-Bit-Windows ausführen. Dies nur als Hinweis, wobei neuere PCs ohnehin schon komplett auf 64 Bit ausgelegt sind.
  • Sprache: Die fürs Umsetzen dieser Anleitung benötigten Programme gibts nur in Englisch.
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