Tests 10.12.2014, 06:23 Uhr

Test: iDevices Kochthermometer

Eines der wenigen nützlichen Küchengeräte für Smartphones.
Die Digitalisierung der Küche hat nicht richtig stattgefunden. Noch immer warten wir auf den Kühlschrank, der automatisch die Milch nachbestellt. Und für Backöfen gibt es zwar schon Fernsteuerung, aber der grosse Durchbruch blieb diesen Geräte bisher verwehrt.
Vieleicht sind auch die zu hoch gesteckten, unkreativen Ambitionen der Hersteller schuld. Denn einfache Geräte mit einem überschaubaren Funktionsumfang können sehr wohl zu einer Bereicherung für die vernetzte Hausfrau werden. Das Kochthermometer von iDevices gehört zu diesen seltenen Vertretern.

Das Prinzip

Das Kochthermometer wird mit zwei Sonden geliefert, doch es kann auch nur eine davon angeschlossen werden. Diese werden mit dem Gerät verbunden und messen im Ofen die Kerntemperatur des Fleisches.
Zum Lieferumfang gehören zwei Sonden
Quelle: IDG
Das Resultat der Messung wird direkt auf dem Gerät angezeigt, das sich ausserdem mit seiner magnetischen Halterung an den meisten Backöfen befestigen lässt. Als Alternative bietet sich das mitgelieferte magnetische Metallplättchen an, das sich an eine beliebige Stelle kleben lässt und anschliessend das Thermometer festhält.
Die Sonden sind drin, das Gerät hält magnetisch am Backofen
Quelle: IDG

Smartphone-Anbindung

Doch das allein wäre nur die halbe Miete. Das Kochthermometer verbindet sich über Bluetooth mit dem Smartphone und zeigt live, was die Fühler gerade messen. Natürlich lassen sich Timer stellen, die auf das Ende der Garzeit aufmerksam machen. Damit entfällt die Notwendigkeit, während des Spielfilms regelmässig zum Ofen zu pilgern und nach dem Rechten zu sehen.
Bei der App hat iDevices alle Register gezogen: Es gibt Rezepte in Deutsch, vorbereitete Timer und viele weitere Funktionen, die jedoch zum Teil über das Ziel hinausschiessen – wer möchte seine Kochgewohnheiten schon über Twitter teilen? Doch das tut dem positiven Gesamteindruck keinen Abbruch. Hier einige Eindrücke von den Möglichkeiten:

Unerlässlich: Der Timer läutet das Ende ein.

Holperiger Start

Der einzige Kritikpunkt betrifft die Inbetriebnahme. Nach dem Einschalten zeigten die Anzeige und die App die Temperatur unmissverständlich in Grad Fahrenheit an. Die Einstellung für die Änderung der Temperatur-Skala war nirgends zu finden – zumindest nicht bei der getesteten iOS-Version. Erst nach einigen Minuten der verzweifelten Suche und des Herumspielens erschien sie wie aus dem Nichts. Scheinbar handelt es sich dabei um eine Initialisierungsphase, wenn die Sonden zum ersten Mal angeschlossen werden. Dabei wäre es ein Leichtes gewesen, die korrekte Einheit einfach den Smartphone-Einstellungen zu entnehmen.
Fazit: Das Kochthermometer von iDevices ist eine Bereicherung für alle, die ihr Fleisch gerne im Ofen zubereiten. Die beiden Messfühler reichen auch für anspruchsvolle Gerichte. Die App ist übersichtlich und modern gestaltet und lässt keine Wünsche offen.
Das iDevices Kochthermometer ist direkt im Apple Store erhältlich, der Preis beträgt 89.95 Franken. Die kostenlose App wird für iOS und Android angeboten.

Testergebnis

Note
4.5
Genau, sehr schöne und umfangreiche App, 2 Sonden im Lieferumfang enthalten
Zeigt zu Beginn nur °F statt °C, Gehäuse wirkt ein wenig billig

Details:  Ab iOS 7, ab Android 4.3

Preis:  89.95 Franken

Infos: 
http://store.apple.com/ch-de

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Klaus Zellweger
Autor(in) Klaus Zellweger


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