Im Test: Samsung Galaxy S8 Plus

Gesichtserkennung ist besser als ihr Ruf. ...

Gesichtserkennung ist besser als ihr Ruf

Das Einrichten des Geräts funktioniert wie immer Schritt für Schritt und ist einfach verständlich. Speziell fällt hier natürlich die Gesichtserkennung auf, die Unbefugte vom Missbrauch des Smartphones abhalten soll. Bereits nach kurzer Zeit wurde diese Funktion allerdings als unsicher und unausgereift kritisiert.
Dieser Schelte können wir uns an dieser Stelle nicht anschliessen, im Gegenteil: Die Registrierung des Konterfeis klappt sogar mit verschiedenen Winkeln (z.B. im Sitzen). Es ist also nicht nötig, das Gerät gerade vors Gesicht zu halten und die Augen aus den Höhlen zu drücken (und dies dann bei jedem Entsperren wiederholen zu müssen). Auch der Versuch, den Scanner mit einem Foto des registrierten Gesichts zu täuschen, schlug fehl. Als berechtigt stellte sich jedoch die Lichtkritik heraus: Gibt es keine oder nur ungenügende Hintergrundbeleuchtung, schlägt die Identifikation öfter fehl.

Kamera, Display, Hardware – vom Feinsten

Ist das Gerät fertig eingerichtet, tritt die Handhabung etwas in den Hintergrund. Auch wenn die in üppiger Zahl vorinstallierte Software (mit unterschiedlichem Nützlichkeitsgrad) ein wenig Unwillen hervorgerufen hat, überwiegt das Positive. Vor allem das Display gibt Grund zur Freude: Die messerscharfen Bilder mit satten, intensiven Farben (ohne Kitsch) und gut sichtbare Unterschiede bei Farbverläufen entlocken dann und wann ein fröhliches Jauchzen – Amoled sei Dank. Darüber hinaus sorgt die «Always on»-Technologie dafür, dass das Phone auch im Standby-Modus Auskünfte zu Ladestand und Uhrzeit zu geben vermag. Weiter macht sich auch die Power des Smartphones bemerkbar: Die Reaktion auf Eingaben erfolgt extrem schnell, die Apps sind innert Sekundenbruchteilen gestartet und auch z.B. der Bildaufbau bei HD-Content auf Netflix erfolgt schnell und sauber trotz unterschiedlich gutem Netzempfang (teilweise auch mit 3G).
Das S8 Plus hat Power
Hilfreich sind auch das WLAN-Modul (AC-Standard) und ein Bluetooth-Modul, das bereits mit Version 5.0 ausgestattet ist. Dass dies nicht nur eine subjektive Wahrnehmung ist, zeigen auch die Resultate der Benchmarks von AnTuTu, Geekbench und 3DMark, die das Smartphone zweimal auf Rang 1 platzieren und einmal in die erweiterte Spitze (siehe Messwerte in den Screenshots). Insbesondere die Werte der in europäischen S8-Geräten verbauten Exynos-CPU holt Punkte. Unterschiedliche Gefühle löste der Akku, beziehungsweise die Ladetechnik aus. Letztere vermochte mit der Schnellladetechnik zu begeistern (90 Minuten von 0 auf 96 Prozent Ladestand), während uns die Gerüchte über die Wiederaufbereitung des Note-7-Akkus dem Akku selbst zunächst mit Skepsis begegnen liessen. Allerdings grundlos: Der 3500-mAh-Akku hielt im Dauertest gute 9:30 h aus.
Kameravergleich: Galaxy S8 Plus links, Huawei P10 rechts
In die Riege der positiven Merkmale reiht sich auch die Kamera ein: Neben einem schnellen Start fallen die kurze Auslösezeit sowie der starke Bildstabilisator auf. Auch profitieren die fotografischen Endprodukte von einem schnellen Autofokus, so wird sehr schnell nachgeschärft. Entsprechend ansprechend sind die Bilder, die so erzeugt werden können. So kann das S8 Plus auch mit dem Huawei P10 oder dem iPhone gut mithalten (siehe Bildervergleich). Die zahlreichen Filter, Zeitlupe, Hyperlapse-Mode und RAW-Optionen runden die starke Kamera ab.
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Kommentare
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Gaby Salvisberg
09.05.2017
Kein Wort von der kürzlich erwähnten Zerbrechlichkeit. Warum? Weil wir sterben müssten, wenn wir das schreiben würden!!1elf Nein, Scherz beiseite: Weil der Autor die Zerbrechlichkeit des Gerätes nicht getestet hat. Das machen wir mit keinem Gerät. Dafür sind Andere zuständig. [edit] Aber danke für den Input. Er ist jetzt oben bei den «Das könnte Sie auch interessieren»-Artikeln drin. Herzliche Grüsse Gaby

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Wernilein04
09.05.2017
unrealistischer Test Wer lässt sein Gerät 81x aus 80 cm auf den Steinboden fallen? Ich habe das "Plus" trotzdem gekauft.