Firmenlink

ESET

 

Im Test: FreeBuds 3

Huawei hat kürzlich die neuste Generation seiner True-Wireless-Serie Free Buds vorgestellt. Den Unkenrufen bezüglich der Ähnlichkeit zu den Apple AirPods zum Trotz macht Huawei aber einen guten Job. PCtipp testet.

von Florian Bodoky 21.11.2019
Die FreeBuds 3 gibts in Schwarz oder Weiss für 179 Franken Die FreeBuds 3 gibts in Schwarz oder Weiss für 179 Franken Zoom Wie ein verschimmeltes BabyBel. Das war, ganz ehrlich, der erste Eindruck, den das Ladecase der Free Buds 3 auf mich gemacht hat. Und dass das Design von Apples Airpods inspiriert wurde, lässt sich kaum leugnen – sowohl beim Case als auch bei den Kopfhörern selber. So sind die Bud-förmigen Hörer ebenfalls mit einem Stiel versehen, der oben und unten silbrig abgesetzt ist.  Allerdings: Ähnlichkeit muss ja nicht negativ sein. Apple hat ja den Ruf, solide Qualität zu bieten – und Käse schmeckt mir besser, wenn er etwas reifer ist. Zudem hat die Ladeschale eine angenehme, kantenfreie Form und eine passable Grösse samt dem Federgewicht von nur 48 Gramm. Perfekt für die Hosentasche.

Mühsames Connecten? Kein Thema!

Huawei liefert die Ladeschale, die Buds und ein USB-C-Kabel. Die Suche nach einer Anleitung gestaltete sich erfolglos. Ein Problem war das allerdings nicht. Denn kaum wird das Case geöffnet – ich hatte die Hörer noch gar nicht berührt – gab mein (Huawei)-Smartphone ein zufriedenes Geräusch von sich. Die Bluetooth-Verbindung von Phone zu Hörer war hergestellt. Damit entfällt der absolut mühsamste Part von Bluetooth-Kopfhörern, das Verbinden. Pairing-Mode, Device-Sucherei, wurde nicht gefunden, Verbindung fehlgeschlagen, nochmal Pairing-Mode, Bluetooth am Smartphone deaktiviert, lade noch die App runter, leck mich doch am Arm. Im Notfall geht die ganze Connection auch per NFC.

Auch wenn die Kopfhörer ins Ohr gesteckt werden, erklingt nochmals ein Bestätigungston. Danach kanns eigentlich schon losgehen. Die Bedienung ist ebenfalls simpel: ein Doppeltipper auf die rechte Spitze schaltet die aktive Geräuschunterdrückung an und wieder ab, ein Doppeltipper rechts wechselt auf den nächsten Song. Lädt man dann noch Huaweis A.I. Life App runter (Ha! Doch noch eine App!) lässt sich die Bedienung auch noch umkonfigurieren: Play / Pause, Google Assistant starten und weitere Möglichkeiten bieten sich für beide Seiten. Dabei ist es stets nur möglich, Doppeltipper zu konfigurieren. Der Einmal-Tip führt wohl erfahrungsgemäss zu vielen Fehleingaben. Allerdings etwas schade: Die Lautstärkeregelung lässt sich so nicht steuern. Dazu ist man aufs Smartphone, respektive das Audio-Device angewiesen.

Auch kann man mit der App die optimale Konfiguration für das Noise Cancelling finden. Je nach Bedarf unterdrückt es die Geräusche rundherum stärker oder schwächer. Dabei ist es der Bauform geschuldet, dass hier natürlich kein ANC im Stile eines Over-Ear-Kopfhörers angeboten werden kann. Aber: Der Job ist recht ordentlich. Höchstens etwas empfindlich bei garstigen Wetterbedingungen (da wird die Adaption an den Lärmpegel schwierig). Im öffentlichen Verkehr bleibt man aber jedenfalls von unerwünschten Gesprächsfetzen und Kleinkinder-Gequengel verschont (nicht zu empfehlen, wenn das fragliche Kleinkind Ihnen zugehörig ist).

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Viel Sound, wenig Saft und Fazit

Seite 1 von 2
       
       

    Kommentare

    Keine Kommentare

    Sie müssen eingeloggt sein, um Kommentare zu verfassen.