Ghost of Tsushima

Die Ausrüstung machts

Es gibt neben den etlichen Skills, die wir unmöglich alle einzeln aufzählen können, aber noch einige weitere Optionen, eure Chancen im Kampf zu erhöhen. So sammelt ihr in den Feindlagern sowie in der Umgebung verschiedene Ressourcen wie Eisen, Bambus oder Eibenholz auf, die ihr bei Handwerkern in Verbesserungen eurer Ausrüstung investieren könnt. So erhöht ihr den Widerstand eurer Samurai-Rüstung oder auch den Schaden eures Schwerts. Möglich sind zudem Verbesserungen eures Dolches, wodurch ihr beim Schleichen Feinde hinterrücks ausschalten könnt. Schleichen geht indes zwar nicht immer, ist aber in vielen Haupt- und Nebenmissionen möglich. Dabei nutzt ihr eine Lauschfähigkeit, mit der ihr in einer Art Röntgenansicht Gegner in der Umgebung selbst durch Objekte hindurch seht und sie ohne Alarm auszulösen ausschalten könnt. Dabei hilft dann auch die später verfügbare Ronin-Kleidung. Die bietet zwar weniger Schutz im offenen Schlagabtausch, hilft aber dabei, dass euch die ohnehin nur begrenzt clevere KI noch etwas schlechter entdeckt.
Quelle: Games.ch
Um die höchsten Ausbaustufen der Waffen und sonstigen Ausrüstungsteile zu erreichen, ist aber durchaus Arbeit vonnöten. Gerade die in üppigem Umfang notwendige Ressource der Verpflegungsgüter ist nicht mal eben so in ausreichender Menge angesammelt. Extrem ist das System, bei dem ihr auch gesammelte Blumen in andere Farbgebungen investieren könnt, aber in jedem Fall, zumal eben auch das ein lohnendes Bonusangebot ist und keine Pflicht. Für die Sammelobjekte wie zirpende Grillen und Co könnt ihr ebenfalls die passende Ausrüstung anlegen. So sorgt die Kleidung des Reisenden etwa dafür, dass der DualShock 4 vibriert, falls sich gerade eines der sogenannten Artefakte in der Umgebung befindet. So oder so: 25 Stunden dürften die meisten mindestens benötigen, um das Ende der Geschichte zu erleben. Mitsamt den Nebenaufgaben, beziehungsweise wenn ihr gern alles maximieren möchtet, könnt ihr auch mehr als die doppelte Zeit in «Ghost of Tsushima» verbringen, ohne dass es langweilig wird.
Quelle: Games.ch

Aus rein technischer Sicht hinterlässt «Ghost of Tsushima» ebenfalls einen guten Eindruck. Mit Referenztiteln wie «God of War» oder «The Last of Us Part II» mag es nicht ganz mithalten können, aber dabei geht es tatsächlich nur um den bisweilen überwältigenden Detailgrad der genannten Vergleichsspiele. Denn dass in «Ghost of Tsushima» Jin oder andere NPCs keine Fussabdrücke im Schlamm hinterlassen oder die Texturqualität insgesamt eher unterhalb derer von anderen Open-World-Spielen wie «Assassin's Creed Odyssey» liegt, macht das Werk von Sucker Punch längst nicht zu einem hässlichen Spiel.
Zudem münzen die Macher den durchweg kunstvollen, wenn auch technisch teils vergleichsweise biederen Look in andere Stärken um. Sogar ohne selbst eingebautes SSD dauert es nur wenige Sekunden bis zum Wiedereinstieg, wenn wir mit der komfortablen Schnellreise von einem Punkt der Karte zu einem weit entfernten wechseln. Feinheiten wie etwa Schlamm, der sich bei Ausweichrollen von Jin an dessen Kleidung absetzt, ignoriert Sucker Punch zudem nie. Auch wenn hier der Detailgrad nicht auf dem herausragenden Niveau eines «Red Dead Redemption II» liegen mag, reisst euch mit Blick auf die visuelle Klasse letztlich auch nichts aus dem intensiven Erlebnis heraus. Aber wir möchten das Urteil bezüglich der Grafik ohnehin lieber euch überlassen. In unserem Testvideo zeigen wir ausschliesslich Szenen aus dem 1080p-Modus, wobei wir den Grafikmodus mit erhöhter Bildwiederholrate gewählt haben. Solltet ihr einen 4K-TV daheim haben, dann können wir euch mit der von uns auf der PS4 Pro gespielten Fassung definitiv versprechen, dass «Ghost of Tsushima» mitsamt HDR noch ein bisschen besser aussieht.

Autor(in) Games .ch


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