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Wann ist eine Festplatte kaputt?

von Florian Bodoky, Simon Gröflin 04.04.2018 (Letztes Update: 20.01.2020)

Zusätzliche Diagnosemöglichkeiten

Achten Sie auf verschwundene Daten oder Festplattenfehler. Sind einzelne Ordner verschwunden? Oder hindert Sie der Rechner plötzlich am Speichern wichtiger Dokumente und Bilder? So trivial es tönt: Schliessen Sie zuerst andere Möglichkeiten aus. Haben Sie sich letzthin einen Trojaner eingefangen? Hat niemand von Ihrer Familie vielleicht kürzlich Dateien verschoben?

Wenn Ihr Computer abstürzt und Dateien auf einmal nicht mehr vorhanden sind, die vor Kurzem noch da waren, kann es auch sein, dass es einen seltenen Fehler in Ihrem Dateisystem gibt. Um einen Dateisystemfehler auf Festplatte C: zu korrigieren, öffnen Sie, falls nötig als Administrator, die Eingabeaufforderung, indem Sie cmd in der Startmenüsuche eingeben, die gefundene Eingabeaufforderung mit rechts anklicken und Als Administrator ausführen wählen. Tippen Sie nun den Befehl chkdsk C: /f ein und drücken Sie Enter. Falls es ein anderes Laufwerk betrifft, ersetzen Sie C: durch den entsprechenden Laufwerksbuchstaben. Auch unter Windows 7 kann chkdsk die Oberfläche der Festplatte scannen und gegebenenfalls defekte Sektoren retten.

Folgende Fehler behebt der Systembefehl:

  • Fehlerhafte Sektoren (bad sectors)
  • Verlorene Zuordnungseinheiten (lost clusters)
  • Querverbundene Dateien (cross-linked files)
  • Verzeichnisfehler (directory errors)

Der Computer erkennt die HD nicht mehr richtig. Wenn Ihr Computer die HD nicht mehr erkennt, aber der Laufwerksmotor noch zu hören ist, sollten Sie das Laufwerk einmal vom Strom- und SATA-Stecker trennen und es nach Möglichkeit in oder an einem anderen System testen; es gibt Adapter, um eine interne Festplatte via USB an einem anderen Rechner als externes Laufwerk anzustöpseln. So können Sie ausschliessen, ob es sich nur um ein momentanes Zugriffsproblem handelt oder der Lesekopf das Zeitliche gesegnet hat. 

Neben der sofortigen Datensicherung kann man zusätzliche Diagnose-Tools wie CrystalDiskInfo beiziehen, um frühzeitig zu erkennen, ob sich kaputte Sektoren anbahnen. CrystalDiskInfo prüft die SMART-Informationen, welche die Festplatte selbst im Laufe der Zeit über ihren eigenen Zustand protokolliert hat. Grundsätzlich kann eine Festplatte auch kaputtgehen, ohne dass sich vorher ein Geräusch bemerkbar gemacht hat. Als Ursachen kommen dabei meistens unsachgemässe Behandlung oder Überspannung in Frage.

Backup, Backup und nochmal Backup

Aus diesen Gründen sind regelmässige Backups die erste Devise. Für Laufwerke, die etwas mehr Erschütterungen aushalten sollen, greift man zudem besser zu einem Solid State Drive (SSD), das frei von beweglichen Bauteilen ist.

 

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    Kommentare

    • edger 04.04.2018, 17.00 Uhr

      Gerade bei Backup werden Fehler oft zu spät erkannt weil die Daten nicht überprüft werden oder unmittelbar nach dem schreiben zurück gelesen werden. Da die Magnetisierung in den ersten Stunden nach dem Schreiben nachlässt hilft letzteres nur bei krassen defekten. Nachdem ein Backup gelaufen ist überprüfe ich die Daten - frühestens nach 24 Stunden - indem ich mit 7-Zip die Prüfsumme über die neuen Verzeichnisse auf der Sicherungsplatte rechnen lasse. Dazu müssen ja alle Daten gelesen werden. I[...]

    • karnickel 05.04.2018, 22.37 Uhr

      Mit 7-zip? Sind dann also Deine Backups in Packdateien gespeichert?

    • edger 08.04.2018, 22.29 Uhr

      Nein, meine Backups erstelle ich mit "Sichern und Wiederherstellen (Windows 7)", aber 7-Zip beinhaltet eine Funktion zum erstellen von CRC und SHA Prüfsummen. Da dies auch über ganze Verzeichnisbäume funktioniert ist das ein guter Lese-Test. Anmerkung: Beim erwähnten Backup Programm muss man 7-Zip als Administrator starten, da sonst auf viele Daten auf dem Backupmedium nicht zugegriffen werden kann. Dies ist bei anderen Programmen eventuell nicht notwendig.

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