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Heimisches WLAN: So gehts richtig!

von Luca Diggelmann 22.03.2018 (Letztes Update: 11.02.2020)

Variante «Strom»: Powerline

Powerline-Adapter liefern Internet per Stromsteckdose aus Powerline-Adapter liefern Internet per Stromsteckdose aus Zoom© PCtipp

Powerline verwendet die bestehende Infrastruktur des Stromnetzes und nutzt sie für die Verteilung des Internet- und Netzwerkzugangs. Das lohnt sich vor allem dann, wenn komplizierte Raumaufteilungen, mehrere Stockwerke und gemischte Bedürfnisse überwunden werden sollen.

Vorteile

  • einfach zu verwenden
  • praktisch verlustfreies Signal

Nachteile

  • eher kostspielig
  • belegt Steckdosenplätze

Powerline funktioniert ganz einfach: Der Haupt-Router wird mit einer Powerline-Basisstation per Kabel verbunden. Diese hängt an der Steckdose und verteilt den Netzwerkzugang über die Stromleitungen im gesamten Heim. Dort, wo Sie einen Netzwerkzugang brauchen, stecken Sie einfach einen weiteren Powerline-Adapter in die Stromsteckdose und erhalten direkten Zugang zum Netz. Powerline-Adapter gibt es für kabellose (Wi-Fi) und kabelgebundene Verbindungen, was dieses System ziemlich flexibel macht. Sehr praktisch ist Powerline für Wohnräume mit mehreren Stockwerken, da weder ein neues Kabel verlegt noch ein speziell starker Repeater verwendet werden muss.

Die Nachteile von Powerline sind hauptsächlich monetärer Natur: Für grössere Eigenheime mit vielen Räumen kann eine Powerline-Lösung ganz schön ins Geld gehen. Die Wi-Fi-Module vieler Powerline-Adapter sind ausserdem nicht so stark wie beispielsweise bei einem ausgewachsenen Router und meistens nur für einen Raum ausreichend. Und gerade diese Adapter mit Wi-Fi-Fähigkeiten sind die teuren Modelle. Das macht Powerline vor allem dann attraktiv, wenn statt drahtloser Lösungen Kabelverbindungen zum Zug kommen, denn heutige Powerline-Adapter bieten oft Gbit-LAN.

Mesh-Systeme wie Google WiFi setzen auf Einfachheit und ein
neuartiges Hierarchiesystem Mesh-Systeme wie Google WiFi setzen auf Einfachheit und ein neuartiges Hierarchiesystem Zoom© PCtipp

Ein weiterer Nachteil: Nicht alle Adapter verfügen über eine eingebaute Steckdose, wodurch ein Steckplatz an der Wand verloren geht – und an Mehrfachsteckdosen sollte man solche Adapter wegen der Störsignale nicht anschliessen. Je nach Eigenheim kann das zu einem Problem werden.

Geeignet für

  • Plug&Play-Fans
  • Hausbesitzer

Ungeeignet für

  • Steckdosenplatzhamsterer
  • Sparsame

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Tags: WLAN
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    Kommentare

    • karnickel 24.03.2018, 09.39 Uhr

      Vorsicht, diese ganz flachen Netzwerkkabel sind nicht geschirmt. Sie senden also in der Gegen herum, wie dies auch die Powerline-Adapter mit den nicht einmal verdrillten Elektrizitätsleitungen in den Wänden tun. Kann den LTE-Empfang beeinträchtigen und andere Störungen verursachen.

    • RuediKehl 11.02.2020, 17.16 Uhr

      Bitte Herr Diggelmann nennen Sie doch bitte die Dinge beim richtigen Namen. Was für Ihre Tipps von Nöten ist, sind Accesspoints und keine Router. Klar, in einem heutigen Consumer-'Router' sind Accesspoints mit verbaut. Diese Bezeichnung hat sich eingebürgert, wird dem Gerät aber nicht gerecht. Vielleicht klären Sie Ihre Leser erst mal darüber auf. Wäre doch ein breites Feld. Also Modem, Switch, Accesspoint, Router, DHCP Server, etc. Sicherheitsfunktionen übernehmen diese Geräte oft auch. [...]

    • gucky62 12.02.2020, 12.07 Uhr

      @Karnickel. Die flachen Patchkabel sind je nach Produkt gut geschirmte und in der Regel CAT 6. wie immer kommt es aber darauf an was man kauft. Bei Powerline von einem praktisch verlustfreien Signal zu reden kann nur als Sarksasmus gewertet werden. Wir reden hier über Stromkabel die denkbar ungeeignet sind für hochfrequente Signale. Die Dämpfung ist massiv, neben einigen anderen Dingen. Das sind keine Koaxkabel Kabel zur HF Leitung! Die Nachteile von Powerline sind nicht monetäre Dinge, so[...]

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