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Dating-Apps führen eher zu schlechteren Ehen

Menschen, die ihren Partner über das Online-Dating kennenlernen, sind weniger zufrieden mit ihrer Ehe und empfinden ihre Liebe als weniger intensiv als diejenigen, die sich auf andere Weise begegnet sind.
© (Quelle: pixabay frank_reppold)

Das hat ein internationales Forscherteam unter Leitung der Psychologin Marta Kowal von der Universität Wrocław (Breslau) in Zusammenarbeit mit Experten der Australian National University (ANU) herausgefunden. Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten sie vor Kurzem im Fachjournal "Telematics and Informatics".

Weniger Intensität

Anhand von repräsentativen Daten aus 50 Ländern, die das Being Human Lab der Universität Wrocław gesammelt hat, untersuchten die Forscher die Beziehungen von 6646 Personen und gingen der Frage nach, wie diese ihre Partner gefunden haben und wie sich dies auf ihre Zufriedenheit in der Beziehung ausgewirkt hat. 16 Prozent, bei den Jüngeren sogar 21 Prozent, hatten ihre Partner online kennengelernt.

"Teilnehmer, die ihre Partner zunächst online kennengelernt hatten, waren im Vergleich zu denen, die sich gleich offline kennengelernt hatten, mit ihrer Beziehung weniger zufrieden und empfanden eine geringere Intensität der empfundenen Liebe, einschliesslich Intimität, Leidenschaft und Bindung", fasst Ko-Autor Adam Bode (ANU) die Ergebnisse zusammen.

Zu grosse Auswahl

Den Forschern zufolge könnten mehrere Faktoren die Ergebnisse der Studie erklären. Darunter die Tatsache, dass Paare, die sich direkt offline kennenlernen, tendenziell homogamer sind – also ähnliche Eigenschaften haben – als Paare, die sich erst auf Datingportalen begegnen. "Ähnliche soziale und bildungsbezogene Hintergründe können sich positiv auf die Beziehungsqualität auswirken, indem sie eine grössere soziale Unterstützung und Akzeptanz, gemeinsame Lebenserfahrungen und übereinstimmende Werte und Weltanschauungen fördern", führt Bode aus. "Das Internet bietet Zugang zu einem scheinbar unbegrenzten Pool potenzieller Partner", ergänzt Kowal. "Diese Fülle könnte helfen, den idealen Partner zu finden. Doch in der Praxis führt das oft zu einer Überlastung durch zu viele Auswahlmöglichkeiten."

Swipen führe zudem dazu, dass man viele Partner kennenlernt. Darunter versteht man denMechanismus in Dating-Apps, bei dem man nach rechts wischt, wenn einem der angebotene Partner gefällt, und nach links, wenn dem nicht so ist. Erst wenn beide Seiten nach rechts gewischt haben, entsteht ein sogenanntes Match und die angehenden Partner können miteinander kommunizieren. "Das bedeutet eine Verlagerung hin zu kurzfristigen, weniger verbindlichen Beziehungen, was zu einer geringeren Beziehungsqualität beitragen kann", betont Bode.

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