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Die E-Vignette soll 2022 kommen

Der Bundesrat hat eine Gesetzesänderung bezüglich der Autobahn-Vignette ausgearbeitet und dem Parlament vorgelegt. Hat die klassische Vignette nun ausgedient?

von Florian Bodoky 06.11.2019

Der Bundesrat hat eine Gesetzesänderung zur Autobahn-Vignette ausgearbeitet, nun ist es am Parlament, darüber zu befinden. Die Idee war es zunächst, die klassische Klebevignette durch die E-Vignette zu ersetzen. Dieser Plan stiess jedoch auf breite Ablehnung, sodass die E-Vignette auf freiwilliger Basis kommen soll. Der Preis soll auch hier 40 Franken betragen.

Kontrollschild-, aber nicht fahrzeuggebunden

Anders als die Klebevignetten, die aus naheliegenden Gründen an ein bestimmtes Fahrzeug gebunden sind, ist die E-Vignette variabel einsetzbar. Sie soll an ein bestimmtes Nummernschild gebunden sein. Ist dies z.B. ein U-Nummernschild, gelte die E-Vignette für jedes Fahrzeug, das mit dem entsprechenden Nummernschild ausgerüstet werde. Dazu muss das Fahrzeug in einer zentral verwalteten Datenbank, die per Internet erreichbar ist, registriert werden.

Der Bundesrat schrieb in einer Botschaft, dass 2 Millionen Klebevignetten für die Schweizer Autobahnen im Ausland verkauft würden. Dies sei logistisch aufwändig. Zudem komme es regelmässig zum Verlust durch Diebstahl oder Warenverlust bei diesen Auslandslieferungen. Zudem sei es schon vorgekommen, dass ausländische Verkaufsstellen mehr als die obligatorischen 40 Franken verlangt hätten, um den eigenen Gewinn zu steigern.


    Kommentare

    • colla 07.11.2019, 17.28 Uhr

      2020 gibt's die E-Vignette in Österreich bereits im dritten Jahr!

    • karnickel 09.11.2019, 13.45 Uhr

      Interessiert werden wir uns ansehen, welche Datenaufbewahrung mit der elektronisch kontrollierbaren Autobahnnutzungseinrichtung definiert wird. Eine ähnliche Diskussion wird ja in Deutschland geführt und das Projekt sieht sich dort um Jahre verzögert und um Faktoren verteuert. In der Schweiz beführchte ich das weniger, da weniger hinterfragt wird und grosses Vertrauen in Kontrollorgane besteht.

    • hirsch1 10.11.2019, 15.16 Uhr

      Sicher wieder viel komplizierter als eine Klebevignette. Regsistrierung und anschliessend die übliche Spionage, wo und wann man gewesen ist. Ich mache diese Selbstversklavung nicht mit.

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