News 16.12.2015, 09:57 Uhr

Nur 7 von 100 Schweizern nutzen kein Internet

Immer länger und immer häufiger nutzen Schweizerinnen und Schweizer das Internet. Immer mehr sorgen sich jedoch um den Schutz ihrer Privatsphäre.
Das Internet ist faktisch zur wichtigsten Informationsquelle geworden: Von 100 Personen nutzen 88 das Internet, weitere 5 bitten andere, etwas im www nachzuschauen oder zu erledigen. Die restlichen 7 ohne jegliche Internetnutzung sind grösstenteils wenig gebildet, verfügen über ein geringes Einkommen oder sind erwerbslos. Dies hat eine Erhebung der Universität Zürich ergeben.

Mobile Internetnutzung steigt markant

Ein starkes Wachstum zeichnet sich bei der mobilen Internetnutzung ab: Seit 2011 hat sich diese mehr als verdreifacht (63 Prozent). Davon am aktivsten sind Jugendliche zwischen 14 und 29 Jahren. Über 90 Prozent dieser Zielgruppe sind auch ständig unterwegs online, z.B. in sozialen Netzwerken.

Gender-Gap bei Frau und Mann

Allerdings habe sich seit zwei Jahren zwischen Frau und Mann ein weiterer «Gender-Gap» aufgetan, so die Studie. Bei Männern sei die allgemeine Internetnutzung weiter gestiegen, nicht aber bei Frauen (58 Prozent vs. 67 Prozent).
22 von 100 Schweizerinnen sind weniger als fünf Stunden pro Woche online, während Männer pro Woche mindestens doppelt so lange surfen.
In diesem Zusammenhang hat sich insbesondere beim weiblichen Geschlecht auch die Selbsteinschätzung bei den Internetfähigkeiten verschlechtert. 41 Prozent der Frauen (vs. 27 Prozent 2013) geben an, ihre Internetfähigkeiten als schlecht oder als ausreichend einzustufen, während nur ca. ein Viertel der Männer ihre Fähigkeiten im Internet als schlecht taxieren.

Sorgen um Datenschutz

Rund die Hälfte der Schweizer Bevölkerung sorgt sich um den persönlichen Online-Datenschutz bei Unternehmen. Immerhin 40 Prozent befürchten Datenschutzverletzungen durch Regierungen. Besonders bei den Teenagern zwischen 14 und 19 Jahren sei die Besorgnis angestiegen, jedoch nicht unter das Niveau der Älteren gesunken.
Eine grosse Mehrheit (82 Prozent) gibt an, sehr gut auf den Schutz der persönlichen Daten zu achten. Auffällig: Eher Wenignutzer mit schlechten Internetfähigkeiten glauben daran, ihre Privatsphäre online kontrollieren zu können.

Autor(in) Simon Gröflin


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