News 08.11.2011, 11:34 Uhr

Wie viel wiegt das Internet?

Kurios: Theoretisch lässt sich das Gewicht des Internets bestimmen. Ebenso kann man errechnen, wie viel E-Books wiegen - Albert Einstein sei Dank.
Unlängst hat ein Leser der New York Times gefragt, ob das Gewicht eines E-Book-Readers zunimmt, wenn auf das Gerät tausende elektronische Bücher geladen werden. Die Antwort von John Kabuiatowicz, Professor für Computerwissenschaft an der University of California, wirkt verblüffend.
Dem Wissenschaftler zufolge wird der E-Book-Reader tatsächlich schwerer, wenn er mit Daten gefüttert wird - allerdings in einem Ausmass, das praktisch nicht messbar ist. Denn die Gewichtszunahme liegt gemäss Kabuatowicz bei 10^-18 Gramm. Ausgeschrieben entspricht dies dem immens kleinen Wert von 0,000000000000000001 Gramm. Selbst die empfindlichsten Messgeräte können laut dem Wissenschaftler allerdings nur Werte bis 10^-9 Gramm anzeigen.
Flash-Speicher und Albert Einstein
E-Book-Reader wie beispielsweise der Kindle von Amazon, aber auch andere mobile Endgeräte wie iPhone, iPad und Co. nutzen Flash-Speicher. Dabei werden Informationen mittels elektrischen Ladungen gespeichert. Die eingefangenen Elektronen dienen dann dazu, um zwischen einer digitalen 1 und einer 0 zu unterscheiden. Wie Kabuiatowicz gegenüber der New York Times ausführt, ändert sich die Gesamtzahl der Elektronen im Speicher zwar nicht, wenn mehr Daten abgelegt werden. Die eingefangenen Elektronen hätten aber mehr Energie als jene, die sich frei bewegen dürfen. Und hält man sich an Einsteins Gleichung E = mc2, sind Energie und Masse äquivalent. Damit lässt sich dann das Gewicht von 10^-18 Gramm bestimmen.
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