Eine Übersicht 22.02.2022, 11:20 Uhr

Das bieten die Parkuhren-Apps in der Schweiz

Langsam kommt die Digitalisierung bei Parkuhren an. Dank Apps können Sie auch zahlen, wenn Sie kein Münz dabei haben. Wir zeigen Ihnen, welche Parkuhren-Apps in der Schweiz verbreitet sind und was sie bieten.
Symbolbild
(Quelle: AndrzejRembowski/Pixabay)
Die Parkuhr ist eine der letzten Finanzinstitutionen, die sich der Digitalisierung annimmt. Auch Jahre nach der Einführung von E-Banking, kontaktlosem Bezahlen und den ersten Kryptowährungen hat sich die Parkuhr hartnäckig an das Bargeld gekrallt. In den letzten Jahren hat aber auch auf dem Parkplatz das digitale Zeitalter Einzug gefunden. Parking-Apps spriessen weltweit wie Unkraut aus dem Boden. Entsprechend befinden wir uns wieder einmal in einer dieser Zeiten, in der für den Nutzer alles etwas unnötig kompliziert ist. Zumindest bis sich die Spreu vom Weizen getrennt hat, Bild 1.
Bild 1: Auch die klassische Münz-Parkuhr hat sich etwas modernisiert
Quelle: lpd/PCtipp.ch
In der Schweiz sind aktuell zwei Apps praktisch flächendeckend verfügbar: ParkingPay und EasyPark. Beide bieten ihre eigenen Vor- und Nachteile und sind in den meisten Regionen des Landes verfügbar. Dazu kommen zwei kleinere Konkurrenten, wobei einer davon etwas in der Luft hängt. Sepp ist eine regionale App, die vor allem im Bernbiet aktiv ist, während ParkNow in Genf startete, jedoch mittlerweile von EasyPark aufgekauft wurde.
Die meisten Parkuhren-Apps transferieren einfach die Funktionsweise der Parkuhr in die digitale Welt. Der Nutzer wählt vorgängig eine Parkierzeit aus, dann läuft die Uhr. Anders als bei der regulären Parkuhr können aber die meisten Parkiervorgänge vorzeitig beendet und verlängert werden. Wer also früher als erwartet nach Hause geht, überzahlt nicht unnötig. Da die Funktionalität der App allerdings an die jeweiligen Parkplatzregeln geknüpft ist, funktioniert das nicht immer gleich. Erlaubt der Parkplatz an der regulären Parkuhr kein Nachzahlen, kann die Parkzeit wahrscheinlich auch in der App nicht verlängert werden (z.B. beim Zoo Zürich). In diesen Fällen wählen Sie am besten die maximal mögliche Parkierzeit und brechen den Parkiervorgang dann frühzeitig ab. Sie bezahlen dann nur die effektiv benützte Parkierzeit.



Kommentare

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beobeo
22.02.2022
In Uster kommt man mit Parkingpay über TWINT nicht weit, wenn man Firefox benutzt. Muss jedes Mal den Browser wechseln.

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retissimo
22.02.2022
Das Problem mit Firefox besteht auch anderswo. Wenn ich über die Twint App Parkgebühren bezahle, verrechnet es m.M.n. keine zusätzliche Gebühren, umgekehrt aus der ParkingPay App hingegen schon, wenn ich direkt mit Twint statt Vorauszahlung/ LSV bezahle.

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Turakos
22.02.2022
ParkingPay wollte ich einmal testen. Das Gerät iPhone SE und pre-paid - kein Erfolg, funktioniert nur mit einem "Voll"-Abonnement für das Smartphone. Wenn dem so ist, müsste dies im Artikel erwähnt werden. Freundliche Grüsse Turakos

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patent.ochsner
23.02.2022
Warum Twint "nur begrenzt Sinn" macht, erschliesst sich mir nicht. Immerhin ist es wohl die in der Schweiz meist verbreitete Möglichkeit Gebühren am Parkingmeter zu bezahlen, und sie ist - im Unterschied zu den anderen Lösungen - kostenlos? Warum also noch eine weitere APp installieren und evtl. sogar einem Anbieter Geld auf ein Guthabenkonto überweisen, wenn ich mit Twint komfortabel und einfach bezahlen kann???

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rri007
23.02.2022
Ich parkieren - wenn immer möglich - mit TWINT+ Keine zusätzliche Gebühren und der Gang zur Parkuhr ist auch nicht nötig, da die Position auf der Karte in der App angezeigt wird.

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Oldsailor
27.02.2022
Ich bin mit ParkingPay sehr zufrieden, vor allem, weil mit LSV keine zusätzlichen Gebühren anfallen. Ganz besonders schätze ich den Badge, welcher mir den Zugang zu den Parkhäusern (insbesondere in Einkaufszentren) sehr erleichtert. Dass die App eher einfach gehalten ist, stört mich überhaupt nicht. Nur für eine bessere grafische Darstellung extra Gebühren zu bezahlen, käme mir nie in den Sinn.

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Erich H
27.02.2022
Ich nutze die TCS App, welche bisher ebenfalls zuverlässig funktionert. Teilweise können damit - zumindest als TCS Mitglied - sogar einige Rappen gespart werden.

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re460
05.03.2022
Warum Twint "nur begrenzt Sinn" macht, erschliesst sich mir nicht. Immerhin ist es wohl die in der Schweiz meist verbreitete Möglichkeit Gebühren am Parkingmeter zu bezahlen, und sie ist - im Unterschied zu den anderen Lösungen - kostenlos? Ich habe Twint installiert, kann es aber mit Parkingmetern nicht testen, da ich kein Auto besitze. Aber da, wo es funktionieren sollte (z.B. einem Hofladen in Davos) funktionierte Twint mehr schlecht als recht. Es brauchte etwa 5 Versuche, bis es tatsächlich klappte. Darum bin ich weiterhin kein Freund von Twint und ich benutze es nur, wenn es keine anderen Möglichkeiten gibt. Die Karte (Postfinance) und die Kreditkarte (Postfinance) funktionieren hingegen allerbestens, auch das bezahlen in der Migros mit der Migros-App und Postfinance funktioniert sehr zuverlässig und schnell.