Fehler in Windows 10 reparieren

Jetzt gehts in die Tiefe

Bei Problemen, die auf fehlerhafte Systemdateien zurückgehen, helfen die folgenden Tipps. Das ist oft auch der Fall, wenn das Startmenü oder das Windows-Update trotz Neustart nicht mehr funktioniert und die Problembehandlungen versagt haben.

Admin-Eingabeaufforderung

Für einige der folgenden Schritte benötigen Sie eine Eingabeaufforderung mit Administratorrechten. Die öffnen Sie im Normalfall so: Klicken Sie auf Start, tippen Sie cmd ein und klicken Sie in der rechten Spalte unterhalb von Eingabeaufforderung auf den Punkt Als Administrator ausführen, Bild 11.
Nehmen Sie nicht die PowerShell, denn da lauten die Befehle anders. Im Titelbalken des normalerweise schwarzen (und nicht blauen) Konsolenfensters muss Administrator: C:\Windows\System32\cmd.exe stehen.
Bild 11: In diesem Fenster öffnen Sie eine Eingabeaufforderung mit Administratorrechten
Quelle: Screenshot/PCtipp.ch
Falls sich das Startmenü nicht öffnet, tricksen Sie: Drücken Sie Ctrl+Shift+Esc zum Öffnen des Task-Managers. Klicken Sie allenfalls auf Mehr Details. Gehen Sie zu Datei/Neuen Task ausführen. Tippen Sie im Feld cmd ein und aktivieren Sie darunter Diesen Task mit Administratorrechten erstellen. Klicken Sie auf OK, öffnet sich das Konsolenfenster.

Das DISM-Werkzeug

Das «Deployment Image Servicing and Management»-Tool (kurz DISM) ist ein Systemwerkzeug fürs Konsolenfenster, um Windows zu prüfen und zu reparieren. Der Befehlsschalter namens /Online hat nichts mit dem Internet zu tun, sondern zielt auf die aktuell ausgeführte Windows-Version.
Das Prüfen und Reparieren wird jeweils ein paar Minuten dauern. Tippen Sie in das Admin-Konsolenfenster dism /Online /Cleanup-Image /ScanHealth ein und drücken Sie Enter. Dies prüft den Komponentenspeicher und dürfte ein paar Minuten dauern, Bild 12.
Bild 12: das DISM-Tool bei der Arbeit
Quelle: Screenshot/PCtipp.ch
Sie sehen die Prozentanzeige hochzählen. Wenn «Es wurde keine Komponentenspeicherbeschädigung erkannt» erscheint, ist der Prozess ohne Befund durchgelaufen. Als Nächstes tippen Sie dism /Online /Cleanup-Image /CheckHealth ein. Das prüft, ob die Installation als beschädigt markiert wurde und ob sie reparierbar ist.
Zuletzt wird der Befehl dism /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth die gefundenen Fehler beheben, sofern welche entdeckt wurden. Starten Sie anschliessend den PC neu (das ist wichtig) und prüfen Sie, ob das Problem noch auftritt.

Der System Files Checker

Hat DISM nicht gereicht, greifen Sie zum System Files Checker, kurz sfc. Starten Sie wieder eine Admin-Konsole. Tippen Sie dort sfc /scannow ein und drücken Sie Enter. Der System Files Checker prüft, ob Systemdateien fehlen oder ob diese in falschen Versionen vorliegen. Nach Behebung von Fehlern starten Sie den Computer neu und prüfen Sie, ob das Problem behoben ist.

Festplatten-Check

Ein Defekt von System- oder anderen Dateien kann ein Hinweis auf einen Festplattendefekt sein. Sichern Sie Ihre Daten! Eine bereits angeknackste Festplatte könnte sonst bei den Fehlerbehebungsversuchen erst recht den Dienst versagen. Öffnen Sie ein Admin-Konsolenfenster und tippen Sie chkdsk /r /f ein. Da es sich beim zu prüfenden Laufwerk um das Systemlaufwerk handelt, kann der Vorgang nicht im laufenden Betrieb stattfinden.
Darum fragt Windows, ob es beim nächsten Aufstarten geprüft werden soll. Tippen Sie ein j für «Ja» ein, drücken Sie Enter und führen Sie einen PC-Neustart durch.
Der Check durchläuft mehrere Phasen, die Sie auf einem schwarzen Hintergrund in weisser Schrift verfolgen können. Nach einigen Minuten startet der PC neu. Defekte Sektoren sollten nun als solche markiert und die Daten daraus verschoben sein. Aber hat chkdsk etwas gefunden?
Klicken Sie auf Start, tippen Sie Ereignis ein und öffnen Sie die Ereignisanzeige. Klappen Sie Windows-Protokolle auf und klicken Sie auf Anwendung. In der rechten Spalte gehen Sie zu Aktuelles Protokoll filtern. Hinter Quellen aktivieren Sie in der Drop-down-Liste die Einträge Chkdsk und Wininit. Klicken Sie auf OK.
Wenn keine oder nur geringfügige Fehler gefunden wurden, werden Sie nur den einen Eintrag von Wininit entdecken, mit Ereignis-ID 1001.



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