Tipps & Tricks 23.08.2021, 10:00 Uhr

Neue Grafikkarte einbauen: So gehts!

Wer eine Grafikkarte im PC tauscht, möchte entweder mehr Leistung, ein leiseres System oder eine defekte Karte durch eine neue ersetzen. Wie das geht und welche Vorbereitungen Sie treffen sollten, erklärt der PCtipp Schritt für Schritt.
Sei es für volle Gaming-Leistung oder für ein leises Media Center: Der Grafikbeschleuniger kann das System spürbar verbessern und ist mit wenigen Handgriffen ausgetauscht. Trotzdem muss man einige wichtige Vorkehrungen treffen. Wir zeigen Ihnen in unserer bebilderten Anleitung (unten) zudem Schritt für Schritt, was Sie beim Tausch einer Grafikkarte beachten sollten.

Passt mein Gehäuse?

Prüfen Sie, ob die Dimensionen des PC-Gehäuses ausreichen und ob im Innern freie Steckplätze vorhanden sind. High-End-Gaming-Grafikkarten beanspruchen fast die ganze seitliche Länge eines üblichen Midi-Tower-ATX-Gehäuses. Ausserdem müssen Sie einkalkulieren, dass stärkere Pixelbeschleuniger oft zwei Einbauhöhen (Slots) besetzen. Für Grafikkarten üblich sind die drei Anschlüsse AGP, PCI und PCI Express. PCI Express ist der meistverwendete Anschluss für moderne Grafikkarten. AGP und PCI sind veraltet.

Passt mein Netzteil?

Schnelle Grafikkarten brauchen viel Strom und mindestens zwei PCI-Express-Stromanschlüsse. Schauen Sie auf dem Netzteil nach, wie viel Leistung es bieten kann.

Welche Grafikkarten gibt es?

Man unterscheidet zwischen Aktiv- und Passivgrafikkarten. Aktive Grafikkarten mit Lüftern sind verbreiteter. Passiv gekühlte Grafikkarten kommen ohne drehende Lüfter aus und sind daher flüsterleise. Je nach Leistungsklasse sind diese mit einem dicken Aluminiumkühlkörper bestückt. Beachten Sie: Wenn Sie viel Leistung und passive Kühlung wünschen, ist eine ausreichende Gehäusekühlung mit einem guten Luftfluss erforderlich, damit unter den Komponenten kein Hitzestau entstehen kann.
In unserer Anleitung in der Bilderstrecke zeigt Ihnen der PCtipp Schritt für Schritt, wie Sie beim Upgrade einer Grafikkarte vorgehen.

Bildergalerie
Öffnen Sie das PC-Gehäuse und prüfen Sie, ob genügend Platz vorhanden ist. Passt die Gehäuselänge? Ist der CPU-Kühler nicht zu breit? Das Netzteil sollte die Leistungsanforderung erfüllen



Autor(in) Simon Gröflin




Kommentare

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elefant50
23.08.2021
Was hier nicht steht, aber wichtig ist. Man sollte unbedingt zuerst den alten Grafikkartentreiber deinstallieren, bevor man die neue Grafikkarte einbaut. Sonst könnte es unter umständen ein blauer Bildschirm geben beim Neustart. Falls der PC aber ohne blauen Bildschirm trotzdem startet, kann es nachträglich zu Konflikten kommen. Wenn der alte Grafikkartentreiber deinstalliert wurde, wird beim Neustart der Windows eigene Grafikkartentreiber geladen. Danach kann man den neuen Grafikkartentreiber installieren, und es gibt keine Konflikte.

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batayus
23.08.2021
Vor dem Wechsel von alt auf neu wäre auch noch zu beachten, passt das Monitor-kabel und /oder der Monitor noch. Wurde bei der alten Graka der Monitor noch mit DVI-Kabel angeschlossen, wird man ziemlich schnell merken dass da was nicht mehr passt. Neue karten haben meist nur noch DP-port´s und 1 HDMI Anschluss. Einen davon sollte der Monitor haben, sonst darf man wieder zurück bauen und sich auf Adaptersuche begeben.

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11291PCtipp
24.08.2021
Sich zu versuchen an einem lackierten Heizkörper zu entladen, könnte in einer Restladung enden, die Sie noch in sich zurückbehalten. Wichtig ist ja auch immer, den PC selber von allen Anschlüssen zu trennen, so dass weder Netzwerkkabel, Telefonschnüre, noch natürlich dem Stromanschluss selber Potenziale vorhanden bleiben. Wandern Sie beim Einbauen auch nicht erst mit der GraKa in der Hand im Zimmer umher. Ein paar Schritte würden bereits reichen, um beim Kontakt Hand zu Karte zu Steckplatz auf der Hauptplatine einen kleinen Lichtblitz zu erzeugen. Greifen Sie sowieso besser erst mit der anderen Hand zurück ans Gehäuse, bevor Sie das einzusetzende Teil mit dem Steckschlitz kontakten lassen. Falls nach einem vermeintlichen Entladungsunfall der Rechner trotzdem super läuft, kann es dennoch sein, dass Schutzkondensatoren bereits Schaden genommen haben. Diese sitzen innerhalb der grossen Käfer und sollen eigentlich Spannungsschwankungen ausgleichen. Wenn Sie nun aber zuvor mit ein paar hundert Volt bereits in den nicht leitenden Zustand geblasen wurden, greift dieser Mechanismus schlicht nicht mehr. - Es kann also gut sein, dass später etwas kaputt geht und man den Zusammenhang früherer Einbauvorgänge gar nicht mehr in Erinnerung hat. Die PC Gehäuse sind über das 3 polige Netzkabel am Netzteil geerdet. Wenn das 3 polige Netzkabel mit einer geerdeten Steckdose verbunden ist, ist der PC auch im ausgeschaltetem Zustand geerdet. Darum würde ich bei Arbeiten am ausgeschaltetem PC ausschlisslich nur das Powerkabel verbunden lassen.

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gucky62
24.08.2021
Das Problem ist nicht eine Erdung, sondern der Potentialausgleich. PC und Person müssen dasselbe elektrische Potential haben. Deswegen sollte man sich eben entweder PC und alles Erden, aber am selben Punkt. Die Erdung am Stromanschluss hat oft NICHT dasselbe Potentiallevel, da die Erdung unten im Keller "geerdet" wird, was nicht zwingend dasselbe ist wie bei einem Heizkörper. Besser ist, das die Person auch mit dem PC-Gehäuse verbunden ist und sich damit auf dem selben Potential befindet. Und wie gesagt Erdungsleitungen in Steckdosen sind definitiv KEINE Erdungspunkte. Das ist sogar gefährlich. Es genügt ein Gerät im STromkreis welches auf die Erdung ein Potential gibt und die Potentiale sind unterschiedlich. Sieht man recht oft. Mal kurz Nachmessen mit dem Multimedialer reicht dazu. Dazu kommt das Nullleiter udn ERdung immer noch oft zusammengeführt werden, statt separat im Keller in den Boden. Daher der Stromstecker MUSS raus. Ggf. den PC & sich selbst an einem Erdungspunkt (Blanker Heizkörper, zum Beispiel beim Ventil) auf's selbe Potential bringen. Gruss Daniel

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Charlito
24.08.2021
das Nullleiter udn ERdung immer noch oft zusammengeführt werden Das war so vom 30 Jahre…

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gucky62
27.08.2021
Das war so vom 30 Jahre… Du glaubst nicht in wie vielen Wohnungen dies immer noch so ist. Oder der N mit der Erdung im Sicherungskasten zusammengeführt wird. Was genauso grob fahrlässig ist. Gruss Daniel

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Charlito
27.08.2021
https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&q=Gef%C3%A4hrliche+Elektroinstallationen+im+Altbau+Nullung+Schema+III+ch&spell=1&sa=X&ved=2ahUKEwjAmqz389HyAhU1_rsIHevTAHsQBSgAegQIARA2&biw=1536&bih=780 Bis ca. 1960 wurde in meist städtischen Ge- bäuden die sogenannte «Nullung Schema III» zum Schutz gegen den elektrischen Schlag verwendet. Dabei wird der Schutzkontakt von Steckdosen mit dem geerdeten Neutrallei- ter verbunden. Die Gefahr von zu hohen Be- rührungsspannungen wird dadurch erheblich reduziert, indem ein definiertes elektrisches Potenzial auf das leitfähige Gehäuse des Ver- brauchsmittels geführt wird. Der Schutz mit dem bewährten Fehlerstrom-Schutzschalter (RCD) ist nicht möglich. Die Unfallstatistik spricht in diesem Zusammenhang eine klare Sprache. So sind bei Installationen nach Nul- lung Schema III tödliche Unfälle nicht ausge- schlossen. Dies zeigt deutlich das besondere Gefahrenpotenzial solcher Installationen.

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karnickel
11.09.2021
Interessante Diskussion. Hier schliesst sich also der (Strom-?) Kreis. Wenn der PC also nirgendwo angeschlossen ist, wie ich es angeführt hatte, wohin genau entlade ich mich über die GraKa in meiner Hand, sobald ich mit dessen Ecke das Gehäuse oder Komponenten des PC berühre, nachdem ich mich aufgeladen hatte? Genau: nirgendwo hin.