Kaufberatung: Das ist der richtige Antriebs-Typ für Sie

Erdgas

Mit Erdgas betriebene Autos nutzen als Treibstoff komprimiertes Erdgas (Compressed Natural Gas oder CNG). Lastwagen und andere Nutzfahrzeuge mit Erdgasantrieb verbrennen dagegen oft Flüssigerdgas (Liquefied Natural Gas oder LNG). Technisch liegen Erdgasfahrzeuge und Benziner auf einer Linie. Im Vergleich zu Benzin liegt die Verbrennung von CNG bei etwa 75 Prozent der CO₂-Menge. Autos mit Erdgasmotor sind also schadstoffärmer, Bild 4. Ganz ohne Benzin gehts bei diesem Typ aber nicht. Sie haben in der Regel einen zusätzlichen Benzintank, der während des Startvorgangs unterstützt. Zudem sind einige Autovarianten auf dem Markt, die parallel, also mit Erdgas und Benzin, betrieben werden können. Die Preise liegen für Kleinwagen bei etwa 15'000 Franken, für die Oberklasse werden 50'000 Franken und mehr fällig.
Bild 4: Erdgasantriebe sind schadstoffärmer als Benziner
Quelle: Shutterstock

Tanken und Reichweite

Der Tankvorgang läuft bei Erdgasautos ähnlich ab wie bei Benzinern oder Diesel-PW. Für CNG bieten Tankanlagen allerdings unterschiedliche Zapfvorrichtungen an. Typischerweise lassen sich die Autos mit Füllkupplung oder Zapfpistole betanken. Bei der Füllkupplung wird diese auf den Tankstutzen des Erdgasautos gesetzt und per 180-Grad-Drehung verriegelt. Beim Zapfpistolen-Mechanismus wird diese auf den Einfüllstutzen des Erdgasautos gesetzt und per Hebel die Kupplung verriegelt. Je nach vorhandener Füllmenge ist der Gasbehälter des Autos nach maximal 5 Minuten vollständig gefüllt. Insgesamt sind in der Schweiz circa 150 Erdgaszapfsäulen in Betrieb, somit besteht eine ausreichende Flächendeckung. Die Reichweite eines Erdgasautos beträgt 200 bis 500 Kilometer, ist zusätzlich ein Benzintank integriert, sind auch bis zu 1000 Kilometer möglich.

Vor- und Nachteile

Erdgasfahrzeuge punkten mit niedrigen Tankkosten und geringeren Schadstoffemissionen bezüglich CO₂ und Stickoxide als Benziner. Allerdings ist die Modellauswahl begrenzt. Der Treibstoff kann zwar aus erneuerbaren Energien hergestellt werden, etwa aus Biogas oder synthetisch hergestelltem Erdgas, allerdings basiert er noch zu oft auf fossilem Brennstoff. Negativ ist zudem der Anschaffungspreis dieses Autotyps.



Kommentare
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Firebird-88
26.05.2023
Da ca. 60% in der Schweiz in Mietwohnungen leben, ist es nicht einfach eine Wallbox in der Garage zu installieren. Viele Eigentümer weigern sich (noch). Da aber nicht alle gleichzeitig laden und schon nicht Täglich, sollte eine gutes Lademanagment eine Überlast der Zuleitung verhindern. Ich wäre mit 3 oder 7 KWh zufrieden und 2 x im Monat. Da die Akkus mit öffentlichen Schnelladestationen auf Dauer geschädigt werden können, ist ein vollelektrisches Fahrzeug für mich nicht die beste Wahl. Voll-Hybrid oder Plugin-Hybrid ist somit eine gute Alternative für mich als Mieter.

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gucky62
26.05.2023
Mit Wallboxen ist das Problem der Last oft gar nicht zu lösen. Das mag bei einigen wenigen Parkplätzen in kleineren MFH gehen. Bei Tiefgaragen mit etwas mehr Plätzen wird es ohne grosse und teure Investitionen schlichtweg nicht gehen. Die Hauptleitungen zu diesen Garagen sind in aller Regel auf die Beleuchtung, Lüftung und Tor konzipiert. Mehr als 2-3 Ladeplätze kann die vorhandene Infrastruktur meistens schlichtweg nicht vertragen. Und auch da natürlich nur mit starkem Last-Management. Die notwendigen Investitionen sind da erheblich und müssen auch finanziert werden, wie natürlich auch amortisiert werden durch die Mieter der Plätze. Dazu natürlich auch der Unterhalt und Verwaltung dieses Ladesystems. Das unterschätzen viele massiv. So ganz preiswert ist dann der Strom dort nicht udn die MIeten für die Plätze müssten wohl erheblich steigen. Es stellt sich die grundsätzliche Frage, wieso in einer Garage eine Tankstelle vorhanden sein soll. Klar ist es bequem. Kann man natürlich auch als etwas philosophische Frage anschauen .;-) Das Ladenetz in CH ist ja noch etwas rudimentär. Gruss Daniel

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Firebird-88
27.05.2023
Lieber Daniel. ein Aspekt hast Du noch nicht berücksichtigt, der Akku ist nicht beliebig belastbar bei der Ladung. Bei dauernder Nutzung von Schnelladestationen wird der Akku stärker stapaziert und seine Lebensdauer verkürzt. Ein Ersatz kostet mehr als der Zeitwert nach 10-12 Jahren nutzen des Auto. Garantie gibt es nicht für 20Jahre auf den Akku. Auch die Kapazität nimmt bei Schnelladung stärker ab als bei Ladung mit <11KW/h an einer Wallbox.

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gucky62
27.05.2023
@Firebird-88 Fas gerade Li Akkus nur begrenzte Ladezyklen vertragen und gerade Schnelladungen alle Akkutypen star belasten und stärker altern lässt ist selbstverständlich. Das hat aber keinen wirkliche Relevanz für eine Ladeinfrastruktur in einer Tiefgarage. Eine normale Steckdose svhafft Dauerlast ja auch nur etwa 2.3 kW pro Phase. Das Netz ist daher meistens entsprechend ausgelegt. Wenn da so 30-70 Plätze vorhanden sind, dann reden wir trotz Lastmanagement um ziemlich viel Leistung und Stromstärke. Was wiederum einen ziemlichen Leitungsquerschnitt der Zubringerleitungen bedeutet wie auch der Verteilung. Das ist einfach normal Physik. Die kann man nicht mit Lastmanagement austricksen. Es wollen ja nicht nur 2-4 Plätze dann laden. Ob nun mit 3 oder 6 kW (1 oder 2 Phasen)

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Firebird-88
27.05.2023
@Firebird-88 ................ Wenn da so 30-70 Plätze vorhanden sind, dann reden wir trotz Lastmanagement um ziemlich viel Leistung und Stromstärke. Was wiederum einen ziemlichen Leitungsquerschnitt der Zubringerleitungen bedeutet wie auch der Verteilung. Das ist einfach normal Physik. Die kann man nicht mit Lastmanagement austricksen. Es wollen ja nicht nur 2-4 Plätze dann laden. Ob nun mit 3 oder 6 kW (1 oder 2 Phasen) Das Netz ist daher meistens entsprechend ausgelegt. Wo lebst Du ?? ich habe noch keine Tiefgarage mit mehr als 25 Plätze gesehen, ausgenommen bei Einkaufscentren. Es sind auch die EW's welche Bremsen und die Zuleitungen nicht verstärken weil das mit Kosten verbunden ist.

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gucky62
27.05.2023
Das mag Dein Wunsch sein, ist aber definitiv in der Realität oft bei älteren Bauten nicht der Fall. Wir hatten dies bei uns u.a. abgeklärt. Man baut nicht unnötig viel mehr Anschlussleistung beim Hauptanschluss der Garage ein, als notwendig. Und diese nachträglich deutlich zu erhöhen ist meist kostenintensiv. Braucht leider oft auch Grabarbeiten, usw. Irgendwer müsste die Investitionen den auch finanzieren und eben tragen. Das vergessen sehr viele. Bei EFH ist das in der Regel einfacher. Und da reicht die Anschlussleistung dann meist auch. Den hier geht es stark um Dauerleistung und nicht um Peakleistung. Gruss Daniel

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Charlito
28.05.2023
In unsere Siedlung (164 Wohnung + 196 Stellplatz) war genügt Leistung zu Verführung, aber mit Kosten von CHF 212'000.- (Grundkosten) + CHF 2’000.- per Einstellungsplatz hat die Mehrheit abgelehnt und ein Kompromiss gefunden (im Moment sind nur 3 Wagen) Das kommt noch wieder …