Festplatte klonen - so geht es ganz einfach

Klonen Schritt für Schritt

Nachdem Sie im Bilde sind, ist es an der Zeit, mit dem Klonen zu beginnen. Wie klont man eine Festplatte in Windows 11? Das hört sich technisch an, aber dank diverser Software-Programme ist dies kinderleicht.

Gratis- oder kostenpflichtiges Tool?

Viele Festplattenverwaltungsprogramme werben damit, kostenlos zu sein, bieten die Klonfunktion aber doch nur als kostenpflichtiges Zusatz-Feature an. Es gibt auch zahlreiche Programme, die zwar gratis sind, aber versuchen, einem bei der Installation fragwürdige Zusatzprogramme unterzujubeln. Dazu gehört beispielsweise Macrium Reflect, das vor allem auf YouTube gerne empfohlen wird. Bei diesem Programm kommt noch hinzu, dass es in unserem Vorabtest das Ziel-SSD partout nicht beschreiben wollte. Am Ende sollten Sie sich fragen: Sind Sie bereit, solch sensible Daten wie Ihre Windows-Installation mit all den Dateien einem Gratisprogramm anzuvertrauen, nur um ein paar Franken zu sparen? Denn wir wissen: Im Netz ist nichts wirklich gratis, also bezahlen Sie höchstwahrscheinlich mit Ihren Nutzerdaten, wenn das Programm nichts kostet.

Welches Programm?

Bild 8: Das Klonprogramm von MiniTool ist einfach zu bedienen und zuverlässig
Quelle: PCtipp.ch
Auf dem Markt gibt es viele grossartige Klon-Tools für Windows, die preiswert sind. Für unsere Anleitung nutzen wir das beliebte und einfach zu bedienende Programm MiniTool ShadowMaker. Der Monatspass kostet knapp 10 Franken. Rufen Sie dazu die Website minitool.com auf und laden Sie das Programm unter Downloads mit einem Klick auf Free Download herunter, Bild 8.

Klonen in fünf Schritten

Doppelklicken Sie auf das Installationsprogramm namens sm online. Falls Windows Sie fragt, ob Sie zulassen wollen, dass durch diese App Änderungen vorgenommen werden, klicken Sie auf Ja. Es öffnet sich das Startfenster des Installationsprogramms, Bild 9.
Bild 9: Die Installation geht schnell vonstatten
Quelle: PCtipp.ch
Bevor Sie auf Jetzt installieren klicken, gehen Sie unten rechts zu Benutzerdefiniert. Ein Menü klappt auf, in dem Sie die Sprache von Englisch auf Deutsch umstellen können. Entfernen Sie auch noch das Häkchen bei Am Programm der Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit teilnehmen, Bild 10. So darf MiniTool keine Benutzerdaten über Sie sammeln. Danach gehts zu Jetzt installieren.
Bild 10: Das Sammeln von Daten lässt sich zum Glück deaktivieren
Quelle: Pctipp.ch
Nach der Installation öffnet sich automatisch eine Website, auf der Sie ein Premium-Abo abschliessen können. Dieses brauchen Sie für die Klon-Funktion. Entscheiden Sie sich einfach für das Monatsabo.
Wichtig: Wählen Sie beim Bezahlvorgang unbedingt Mit eigenem Konto anmelden und registrieren Sie sich. So können Sie das Abo anschliessend ganz unkompliziert in Ihrem Kundenkonto kündigen. Ansonsten verlängert sich das Abo jeden Monat um 30 Tage. Der Installationsassistent zeigt an, dass die Installation erfolgreich war, Bild 11. Klicken Sie nicht auf Jetzt starten, sondern schliessen Sie den Installationsassistenten. Nun machen wir uns daran, Ihre Festplatte zu klonen.
Bild 11: Nach der Installation muss erst das externe SSD angeschlossen werden
Quelle: Pctipp.ch
Schritt 1
Schliessen Sie das SSD per USB-Kabel an Ihren Computer an, auf das Sie Ihr System klonen wollen.
Schritt 2
Öffnen Sie das Programm MiniTool ShadowMaker mit einem Doppelklick auf das Icon. Es öffnet sich ein Fenster, in dem Sie erneut aufgefordert werden, ein Abo abzuschliessen. Fügen Sie stattdessen oben den Lizenzschlüssel ein, den Sie beim Abschluss des Monatsabos erhalten haben. Danach öffnet sich die Benutzeroberfläche des Programms.
Falls die Übersicht des Programms anzeigt, Sie hätten Windows 10 installiert, obwohl Sie Windows 11 verwenden, lassen Sie sich nicht davon verwirren. Das ist ein Anzeigefehler, der keine Auswirkungen auf die Funktionalität der Software hat.
Unter Systeminformationen sollten nun im Minimum zwei Datenträger angezeigt werden: einmal die Festplatte Ihres PCs und einmal das externe SSD.
Schritt 3
Klicken Sie in der linken Navigation auf Tools und danach auf Datenträger klonen, Bild 12.
Quelle: Pctipp.ch
Schritt 4
Wählen Sie im neuen Fenster die Systemplatte (z. B. 1 Disk) als Quellfestplatte und klicken Sie auf Weiter, Bild 13. Legen Sie im nächsten Fenster Ihr SSD als Zieldatenträger fest (z. B. 2 Disk), Bild 14. Klicken Sie anschliessend auf Start, um zu beginnen.
Bild 13: Einfach auswählen, welche Festplatte geklont werden soll …
Quelle: PCtipp.ch
Bild 14: … und auf welche Festplatte man diese kopieren möchte. Fertig
Quelle: PCtipp.ch
Schritt 5
MiniTool ShadowMaker startet den Klonvorgang. Es kann je nach Grösse der zu kopierenden Festplatte mehrere Stunden dauern, bis der Vorgang abgeschlossen ist, Bild 15. Stellen Sie bei einem Laptop also sicher, dass er am Strom angeschlossen ist. Während des Klonvorgangs können Sie den Computer weiter nutzen. Passen Sie aber auf, dass Sie das externe SSD nicht aus Versehen vom USB-Anschluss abziehen. Dadurch könnte der Datenträger unwiderruflich beschädigt werden.
Bild 15: In unserem Beispiel dauerte eine Klon von ca. 200 GB Daten fast vier Stunden
Quelle: PCtipp.ch

Nach dem Klonen

Sie wissen jetzt, wie Sie mit MiniTool ShadowMaker Ihr System klonen. Greifen Sie nun auf Ihr SSD zu und überprüfen Sie, ob alle Daten geklont wurden. Falls Sie Ihre alte Festplatte im Computer durch die neue ersetzen möchten, tun Sie das nicht auf eigene Faust, wenn Sie sich nicht damit auskennen. Ein Experte hat dies rasch für Sie erledigt und stellt die Boot-Einstellungen korrekt ein.



Kommentare
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nki
23.04.2024
Disks klonen funktioniert perfekt mit der kostenlosen Version von Macrium Reflect Home. Habe ich schon mehrmals erfolgreich durchgeführt. Die kostenpflichtige Version hat zusätzlich die Möglichkeit Dateien zu sichern und die Option SecureBoot. Ansonsten unterscheidet sich die kostenlose Version nicht von der kostenpflichtigen. Also Klonen bzw. Image funktioniert einwandfrei mit Macrium Reflect und sehr zuverlässig.

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waendi
23.04.2024
Von Samsung gibt es die eigene Software "Samsung Data Migration", mit der ich schon mehrmals Systemfestplatten auf SSD's geklont habe - ohne irgendwelche Probleme. Gruss Wändi

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Henri8
24.04.2024
Von Samsung und Western Digital gibt es Klonsoftware, die kostenlos ist. Funktioniert bei beiden einwandfrei. Voraussetzung ist, dass eine der beiden Platten (ob neu oder alt) vom entsprechenden Hersteller vorhanden ist.

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speedy2008
25.04.2024
Hallo zusammen. Und wie klone ich eine Festplatte auf eine andere Festplatte? Kann ich die beiden wie bei Dateien/Dokumenten üblich einfach kopieren oder muss ich was anderes beachten? Die eine aktuelle externe Harddisk von WD hat 149 GB, die alte externe Harddisk von Toshiba 465 GB (Daten bis 2018). Kann ich einfach die aktuelle auf die alte kopieren? Aber die Programme/App, was eigentlich für ein Backup steht, sind auf beiden nicht ersichtlich. Wie also sauber vorgehen? Richtige Backups habe ich schon lange nicht mehr gemacht. Gruss Speedy

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Tömu47
30.04.2024
Es ist schade, dass die Gesprächsteilnehmer sich nicht über die Plattformen äussern, Win 10, Win 11 oder Mac OSX, in welcher sie sich bewegen. Oder ist das klar? Regelmässige richtige Backups nicht zu machen ist für Mac User ein No-Go. Ist im System implementiert. Da ein Klonprozess auch immer allen Ballast mitführt, die Rechnergeschwindigkeit nicht verbessert wird, ausser man wechselt auf ein Flash-medium, ist eine komplette Neuinstallation oft der bessere Weg. Dies ist bei Mac Rechnern relativ einfach und kostenlos. Aktuellste Systemsoftware kann jedermann gratis über die Wiederherstellungspartition herunterladen.

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gucky62
30.04.2024
Ein Systembackup ist nun einmal in der regel ein Image der Disk. Was Apple mit Timemaschine macht ist kein reines Systembackup, sondern eine Mischung. Eine Wiederherstellung ist mit Neuinstallation in gewissen Grenzen gut möglich. Eine Neuinstallation mit Wiederherstellungsteilen vom Timemaschine Backup ist nur solange das OS von Apple noch online verfügbar ist einfach möglich. da ist mir oft ein wirkliches Abbild lieber. Neuinstallationen haben Vor- und Nachteile. In der Regel ist der Aufwand das Zeugs wieder so hinzubekommen wie man es will hoch bis sehr hoch. Auch beim MacOS. In der Regel rechne ich bei Windows mit etwa 2-4 Wochen (nicht 100%!) bis es wieder einigermassen soweit ist wie ich es will. Beim MacOS mit Neuinstallation sind es auch schnell mal 2 Wochen. Je nach Komplexität der Installation. Bei Linux Servern je nachdem was da alles an Diensten läuft sind >2 Wochen und mehr realistisch. Wobei es schneller geht wenn man die Konfigfiles aus etc. mehr oder weniger direkt nutzen kann, ohne diese wieder an die neue Versionen adaptieren zu müssen. Meistens muss man aber etwas zurechtbiegen. Bei einem Desaster Recovery will ich aber Disk ersetzen, Systembackup (Image zurückspielen) und das Ding läuft wieder. Und geanu dafür ist ein Systembackup da. Das Clonen von Disks kommt ja in der Regel zum Einsatz wenn man eine grössere Disk einbauen will. Und auch da ist diese der schnellere Weg. Gruss Daniel

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Tömu47
05.05.2024
Den Mac Usern wird der kostenpflichtige Carbon Copy Cloner bekannt sein. Er eignet sich für die täglichen Backups, erstellt jedes Mal ein aktuelles Spiegelbild auf einem externen Speichermedium. Ist bootfähig, so dass nach Systemabstürzen der Systemstart gewährleistet ist und man auch auf die Wiederherstellungspartition zugreifen kann. Computing Akrobatik mit Auffangnetz. Von da sind alle Optionen wieder offen.

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Schlummi
06.05.2024
Weiterhin interessant könnte auch die schon länger verfügbare Software Clonezilla sein: https://clonezilla.org All versions of Clonezilla live support machine with legacy BIOS. If your machine comes with uEFI secure boot enabled, you have to use AMD64 (X86-64) version (either Debian-based or Ubuntu-based) of Clonezilla live.

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crimle
31.05.2024
Weiterhin interessant könnte auch die schon länger verfügbare Software Clonezilla sein: https://clonezilla.org Uff! Ich habe CloneZilla schon ausprobiert. Funktioniert auch, ist aber extrem kompliziert zu bedienen... Soeben bin ich auf Etcher Balena gestossen. Damit lassen sich angeblich nicht nur bootfähige USB-Sticks erstellen, sondern man kann auch ganze Laufwerke klonen. Was ist wohl davon zu halten?

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