Hardware-Tipps 11.11.2021, 08:48 Uhr

Den passenden Adapter finden – so gehts

Möchten Sie Videos oder Musik von A nach B übertragen oder Multimediainhalte kabellos auf den TV streamen? Der PCtipp stellt die passende Adapterlösung vor.
(Quelle: Shutterstock/NikolaJankovic)
Der Anschluss macht den Unterschied: Um Audio und Video zwischen Zu- und Abspielgerät optimal zu übertragen, sollte man die Steckertypen kennen. Doch nicht immer steht der beste Anschluss am Gerät zur Verfügung. Notebooks, Tablets und Smartphones kommen oft nur mit einer Buchse. Fehlt bei einem Gerät ein bestimmter Anschluss, hilft ein Adapter weiter. Unser Ratgeber erklärt, welche Video- und Audio­stecker wichtig sind, und zeigt, wie Sie den besten Adapter für Ihre Bedürfnisse finden.

HDMI und DisplayPort

Fernseher, Laptops und PC-Grafikkarten sind heutzutage mit mindestens einem DisplayPort oder HDMI-Anschluss ausgestattet. Sind die Gerätequelle (Ausgang) und der Geräte­eingang (zum Beispiel der Monitor) mit dem gleichen Steckertyp ausgestattet, reicht ein entsprechendes Kabel. Was aber, wenn der ältere Monitor oder das Notebook nur einen VGA- oder DVI-Port hat? Dann schlägt die Stunde eines geeigneten Adapters.
In der Übersichtstabelle rechts haben wir die wichtigsten Videoadapter gelistet. Als Ausgangsbasis dient das HDMI-Format, da dieser Typ der verbreitetste Steckerstandard ist. Oft sind es DVI-Ports (Digital Video Interface) oder VGA-Anschlüsse (Video Graphics Adapter), die bei einem älteren PC, Notebook oder Monitor zum Einsatz kommen. Entsprechende Adapter gibt es ab 10 Franken.
Sollte die Verbindung kein Bild liefern, müssen womöglich die Wiederholfrequenz respektive Auflösung einander angeglichen werden. So kann beispielsweise HDMI bis Version 1.4a in 4K (3840 × 2160 Bildpunkte) mit maximal 30 Hertz betrieben werden. Bei der Version 2.0 liegen bis zu 60 Hertz drin. Die neuste HDMI-Version ist 2.1.
Das Verbindungskabel muss auch dem neusten HDMI-Standard entsprechen, um zum Beispiel 4K mit 60 Hertz zu übertragen. Ersichtlich ist die Zertifizierung direkt auf dem HDMI-Kabel oder der Verpackung.
Bei DisplayPort ist die derzeitige Top-Version 2.0. Sie ermöglicht eine Maximalauflösung von hohen 16K (15 360 × 8460 Pixel). Verbreitet ist momentan aber vor allem DisplayPort 1.4, das 4K bis 120 Hertz ermöglicht.
Achtung: Aufgrund des Platzmangels sind bei mobilen Geräten oft auch Mikro- und Mini-HDMI-Ports verbaut. Achten Sie vor dem Adapterkauf unbedingt darauf.

Kurz und gut

Prüfen Sie zuerst die Steckergrösse und -version an den Geräten. Ist die Version nicht ersichtlich, hilft ein Blick ins Gerätehandbuch oder auf die Herstellerwebsite. Achten Sie zudem darauf, dass das Verbindungskabel die gewünschte Auflösung unterstützt.

Audioanschlüsse und Adapter

Audioanschlüsse

Die beiden wichtigsten Audiobuchsen bei PCs, Notebooks, Handys und TVs sind Cinch und Klinke (3,5 mm). Beide sind bereits seit Jahren Standard im Audiobereich. Wichtig dabei: Ein elektrisch übertragenes Analog­signal hat gegenüber anderen Signalarten den elementaren Vorteil, dass es nicht nur verlustfrei übertragen wird, sondern sich auch ohne Signalqualitätseinbussen vervielfältigen lässt. Das Splitten geschieht in der Praxis über einen Y-Adapter und Mehrfachverteiler.
Zu den wichtigsten Adaptern zählen Zweifach- respektive Mehrfachadapter für Klinkenausgänge. Mit solchen Verteilern können etwa Handys bis hin zu MP3-Playern das Kabel­signal an zwei Paar Kopfhörer weitergeben.
Ebenso gebräuchlich sind Audioadapter für 3,5-mm-Klinke auf Stereo-Cinch. Mit diesen Audioadaptern können Laptops oder Handys via Audio out mit den Eingängen an Verstärkern respektive A/V-Receivern verbunden werden.
Neben diesen klassischen Audioadaptern macht sich bei Smartphones mit USB-C-auf-Klinke respektive Lightning-auf-Klinke (iPhones) ein weiterer Adaptertyp breit auf. Mit diesem können kabelgebundene Headsets mit Klinkenstecker weitergenutzt werden, selbst wenn das Handy nur über eine USB- bzw. Lightning-Buchse verfügt.

Kabellose Adapter

Vermehrt werden Audio- und Videosignale auch kabellos übertragen. Doch nicht alle TVs oder Monitore haben bereits eine Funkeinheit an Bord. Auch hier helfen Adapter.
Bluetooth auf Klinke (3,5 mm)
Auch in Kombination mit Bluetooth lassen sich Audiosignale übertragen. Bluetooth-auf-Klinken-Adapter machen alte Geräte funk­tauglich. Das Anwendungsgebiet zielt auf das Handy- und Tablet-Segment. Via Bluetooth senden diese das Audiosignal an die Adapter, die am Kopfhöhereingang der Soundanlage angeschlossen sind. Dort wird das Signal ein­gespeist, womit es über die Lautsprecher der Anlage wiedergegeben wird. So können Sie z. B. Spotify über die Heimanlage hören.
Wi-Di-Adapter (Miracast)
Mit einem sogenannten Wi-Di-Adapter (Wireless Display) von Microsoft übertragen Sie den kompletten Bildschirminhalt per Wi-Fi und Miracast-Technik vom Tablet, Laptop oder Smartphone auf einen TV oder Monitor. Der Wi-Di-Adapter wird via USB und HDMI an einen Projektor, TV oder Monitor angeschlossen und mit dem Quellgerät per Funk verbunden. Die Verbindung funktioniert auf bis zu 7 Meter Distanz. Das Quell­gerät muss Wi-Di/Miracast unterstützen.
Übersicht: wichtige Audio- und Videoadapter (Stand: August 2021)
Quelle: PCtipp.ch



Kommentare

Avatar
stebra
11.11.2021
Interessant wäre zu wissen, was in den Adaptern geschieht. Handelt es sich nur um Drähte zwischen verschiedenen mechanischen Steckern oder ist da noch Elektronik drin? Analog- oder Digitaltechnik? Woher kommt der Strom für die Speisung? Muss mit einem Qualitätsverlust gerechnet werden? Stimmt es, das in den Lightning- und USB-C-Steckern auf jeden Fall einen Chip hat? Wie würde sonst ein Analogsignal (Klinkenbuchse) erkannt und durchgereicht?

Avatar
pfarrerbraun
11.11.2021
Wie steht es mit optischen Verbindungen?