Tipps & Tricks 03.09.2020, 09:30 Uhr

Einführung in die Messenger-App Telegram

WhatsApp ist in unseren Breitengraden allgegenwärtig. Um gegen diesen Riesen zu bestehen, bieten alternative Messenger mehr als nur Chats. Deshalb sollten Sie Telegram nicht nur als Ersatz für WhatsApp sehen, sondern als eine interessante Ergänzung.
Telegram Messenger
(Quelle: Solmzumit/Pixabay)
WhatsApp ist in Europa die unangefochtene Nummer eins unter den Messengern – und das wird sich in absehbarer Zukunft nur langsam ändern. Allerdings gilt das längst nicht überall auf der Welt. In China wird WhatsApp von der Regierung blockiert; stattdessen springt das allgegenwärtige, aber bei uns unwichtige WeChat in die Bresche. In den USA wiederum spielen der Facebook Messenger und vor allem Apples iMessage die erste Geige, in Osteuropa macht Viber das Rennen. Es gibt also ein Leben neben WhatsApp – zum Beispiel in der Form von Telegram.
Telegram ist zuerst einmal ein reinrassiger Messenger zum Austausch von Nachrichten – und ein sehr komfortabler noch dazu. Neben den mobilen Apps für Android und iOS werden unter der Adresse desktop.telegram.org auch Clients für PCs, Macs und Linux angeboten. Und wenn das alles nicht reicht, gibt es immer noch den komfortablen Zugang mit einem Webbrowser über die Internetadresse web.telegram.org.
Weil die Chats automatisch über die Telegram-eigene Cloud synchronisiert werden, führt das zu einem unbeschwerten Umgang – egal, welches Gerät man gerade in der Hand hält. Vermutlich können sich auch deshalb die Nutzerzahlen sehen lassen: So wurde im April gemäss Hersteller die Schwelle von 400 Millionen regelmässigen Anwendern überschritten.
Telegram ist ausserdem kostenlos und werbefrei – und will es auch bleiben. Die Firma stammt ursprünglich aus St. Petersburg, ist heute in Dubai beheimatet. Wenn Sie mehr zu Telegram, den Leuten und der Philosophie dahinter erfahren möchten, werden Sie unter der Adresse telegram.org/faq/de mit ausführlichen Erklärungen in Deutsch fündig.
Diese Einführung soll Ihnen dabei helfen, eine erste Übersicht über die Möglichkeiten zu erhalten. Allerdings handelt es sich dabei um das sprichwörtliche Kratzen an der Oberfläche, denn da gibt es noch viele weitere Funktionen wie Gesichtsmasken, einen sehr guten Fotoeditor oder die Möglichkeit, Chats und Personen in Ordnern zu verwalten. Wenn Sie viel mehr über Telegram erfahren möchten, rufen Sie die Seite telegram.org/faq/de auf, die allfällige Unklarheiten beseitigt.

Keine Zwillinge: Android und iOS

Der Funktionsumfang der Android- und der iOS-Version sind weitgehend deckungsgleich. Allerdings unterscheidet sich der Aufbau zum Teil deutlich. So zeigen die Symbole am unteren Display-Rand unter iOS die Bereiche Kontakte, Chats und Einstellungen, Bild 1, während bei Android die Standardtasten zur Navigation zu sehen sind; stattdessen wird das Hamburger-Menü (also die drei Striche in der linken oberen Ecke) bemüht, Bild 2.
Bild 1 und 2: Die iOS-Version (links) und die Android-Version leisten zwar dasselbe, sehen aber unterschiedlich aus
Quelle: PCtipp.ch
Die iOS-Version arbeitet ausserdem viel stärker mit Wischgesten: Sie zeigt weitere Befehle zur Archivierung, Weiterleitung und mehr, indem über einer Nachricht nach links oder rechts gewischt wird. Bei der Android-Version hingegen wird eine Nachricht etwas länger gedrückt, damit die Symbole und Befehle eingeblendet werden.



Kommentare

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Lowrider
03.09.2020
Ebenfalls ein grosser Vorteil gegenüber Whatsapp ist, dass sich über Telegram viel grössere Dateien verschicken lassen.