Heimnetzwerk 15.12.2021, 10:00 Uhr

Router-Abc: alles Wissenswerte zur Zentrale des heimischen Netzwerks

Jeder hat einen und jeder braucht einen – zumindest wenn man mit Smartphone, Tablet, PC und vielen weiteren Geräten ins Internet möchte. Gemeint ist der Router.
(Quelle: Shutterstock/Proxima Studio)
Der Router ist das Kernstück des digitalen Haushalts. Moderne Kombigeräte bieten alles, was Sie für ein Heimnetzwerk und einen flotten Internetanschluss brauchen, in einer kompakten Box. Wir haben für Sie wichtige – und sogar ein paar unwichtige –, aber besonders interessante Begriffe und Themen herausgesucht, über die Sie beim Umgang mit Routern Bescheid wissen sollten. Diese helfen Ihnen beim Optimieren der Sicherheit und der Effizienz Ihres drahtlosen Netzwerks.

Access Point

Der Access Point bezeichnet das Gerät oder Bauteil, das Zugriff auf ein kabelloses Netzwerk ermöglicht. Früher waren Access Points häufig separat vom Router als Netzwerk­erweiterung im Einsatz. Heutzutage ist diese Anwendung seltener, da Mesh-Systeme und Repeater den gleichen Job besser erledigen (dazu später mehr). Zudem können auch Router einfach als Access Point konfiguriert werden, da die Technologie dafür verbaut ist. Entsprechend sind reine Access Points nicht mehr so häufig, Bild 1.
Bild 1: Die Access Points sind im privaten Bereich selten geworden
Quelle: PCtipp.ch

Bridge-Modus

Der Bridge-Modus ist direkt mit dem Access Point verwandt. Er kommt dann zum Einsatz, wenn Sie ein bestimmtes Modem für Ihren Internetanschluss benötigen (zum Beispiel von UPC), aber einen anderen Router für die Verteilung im Haus verwenden möchten. In solch einem Fall konfigurieren Sie Ihre Modem-Router-Kombo als Bridge (zu Deutsch «Brücke») und hängen einen eigenen Router hintendran. Das Modem fungiert somit nicht mehr als Router, sondern verarbeitet lediglich die direkte Internetverbindung an der Steckdose und leitet diese an den eigentlichen Router weiter. Diese Konfiguration des Haupt-Routers als Bridge ist bei vielen, aber nicht allen Internetanbietern ohne Weiteres machbar. Erkundigen Sie sich am besten direkt bei Ihrem Provider, was möglich ist.

Counter-Strike

Wer einen Router kauft, richtet höchstwahrscheinlich ein lokales Netzwerk ein. Und wer ein lokales Netzwerk aufbaut, verpflichtet sich, mindestens einmal im Leben eine LAN-Party durchzuführen. Das perfekte Game dafür heisst Counter-Strike (CS). Kein anderer Shooter hat LAN-Partys so nach­haltig geprägt wie CS und das aus gutem Grund: Das Spiel ist einfach zu verstehen, hart zu meistern und in praktisch allen Formen ein Heidenspass. Plus: In Zeiten, in denen sogar professionelle Gamer teilweise über eine Internetverbindung spielen müssen, unterstützt CS:GO immer noch echte LAN-Games, ganz lokal.

(Wi-Fi) Direct

Der Begriff Wi-Fi Direct wird oftmals mit dem regulären Wi-Fi vermischt. Allerdings handelt es sich um einen separaten Modus mit eigenen Stärken und Schwächen. Während Wi-Fi über Access Points sowie Router ein Netzwerk erstellt und die Geräte darin zen­tral verwaltet, stellt Wi-Fi Direct eine direkte Verbindung zwischen zwei oder mehreren Ge­räten her. Das ermöglicht vor allem spontane und zeitlich begrenzte Verbindungen, beispielsweise für einen einmaligen Datentransfer. Eine solche Ad-hoc-Verbindung wird auch bei persönlichen Hotspots verwendet.

Englisch

Englisch hilft beim Verstehen vieler Begriffe rund um die IT, so auch beim Thema Router. Das beginnt beim Begriff Router, also dem Gerät, das sich um die Routenplanung von Daten kümmert. Im deutschen Sprachraum, sowie dem Vereinigten Königreich wird das Gerät meist als «Ruhter» ausgesprochen, in den USA hingegen als «Rauhter». In der Praxis werden beide Varianten verstanden. Sprachlich interessant ist die deutschsprachige Verwendung von «WLAN» als Synonym für den Internetanschluss. Denn eigentlich handelt es sich dabei nur um die Bezeichnung eines lokalen Netzwerks (LAN), das kabellose Verbindungen verwendet (Wireless). Da der Zugriff auf das Netzwerk jedoch gleichbedeutend mit Zugriff auf die dazugehörige Internetverbindung ist, heisst es auf Deutsch oftmals: «Ich hab WLAN», wenn die Chatnachrichten im Ausland wieder reinprasseln. Im Englischen wird der Ausdruck Wi-Fi ähnlich verwendet, was im Prinzip genauso falsch ist. Wi-Fi ist die Technologie, die das Wireless-LAN ermöglicht, aber auch nicht die Internetverbindung selbst. Da sich die Sprache aber gerne der Mehrheit anpasst, sind die Aus­drücke im Alltag problemlos verständlich, solange man damit im eigenen Sprachraum bleibt. Denn das englisch ausgesprochene «Weelään» versteht in England niemand.

Frequenz

Wi-Fi verwendet verschiedene Frequenzbänder, in denen Kanäle vergeben werden. Grundsätzlich sind Bänder zwischen 900 MHz und 60 GHz verfügbar, allerdings werden im Kontext von Routern fast ausschliesslich die Bänder 2,4 GHz und 5 GHz verwendet. Dabei ist das 2,4-GHz-Band älter und somit kompati­bler. Es bietet zudem eine bessere Reichweite. Im Gegenzug leidet das 5-GHz-Band weniger unter Störsignalen und hat mehr Kapazität. Soll das Signal also weit kommen, ist 2,4 GHz besser. Ist ein schnelles, tragfähiges Netz wichtiger, setzen Sie besser auf 5 GHz.



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