Temposchub für den PC

Arbeitsspeicher

Der Arbeitsspeicher (RAM) ist das Kurzzeitgedächtnis des Computers. Je mehr RAM im PC oder Notebook steckt, desto flotter verrichtet der Rechner seine Arbeit. Ist hingegen zu wenig Arbeitsspeicher vorhanden, lagert das Betriebssystem Programmteile und Daten auf die wesentlich langsamere Festplatte aus. Deshalb ist gerade bei älteren Computern ein RAM-Upgrade von hohem Nutzen. Programme erhalten so nicht nur genügend Speicherreserven, sondern starten schneller.
Bevor man ans Upgrade geht, sollte allerdings die Frage geklärt werden, welche Speicherkapazität benötigt wird. Heute sollte ein Rechner mindestens eine RAM-Kapazität von 8 bis 16 GB umfassen. Damit hat das Betriebssystem ausreichend Grundreserven. Vor allem professionelle Anwender oder Gamer bauen 32 GB oder noch mehr in ihrem PC ein. Typische Hersteller von DDR-Speicher sind Corsair, Crucial, Kingston und Samsung.
Wichtig zu wissen: Speicherriegel unterliegen verschiedenen DDR-Standards (das Kürzel DDR steht für Double Data Rate). Die derzeit im Umlauf befindlichen DDR-Speicherriegel DDR3, DDR4 und DDR5 sind leider nicht miteinander kompatibel, Bild 7. Die DDR-Module sind unterschiedlich gross und haben auch unterschiedliche PIN-Belegungen. Je höher die Zahl hinter dem DDR, desto neuer sind die Module.
Bild 7: Von oben nach unten: DDR3, DDR4 und DDR5
Quelle: PCtipp.ch
Ausserdem ist es empfehlenswert, RAM-Riegel im Doppelpack zu kaufen. Der Grund: Mischt man Riegel unterschiedlicher Hersteller, können diese bezüglich ihrer Taktraten sowie Timing- und Latenzzeiten divergieren und so nicht optimal zusammenarbeiten. Diesbezüglich kann auch der Dual-Channel-Modus für mehr Geschwindigkeit sorgen. Er wird vom Mainboard unterstützt, wenn die Gesamtkapazität der verbauten Speicherriegel in beiden Kanälen (A und B) gleich gross ist. Die Dual-Channel-Konfiguration klappt mit zwei, drei oder vier Riegeln.
Ein weiteres Merkmal, auf das Anwender beim Kauf achten sollten, ist die Taktfrequenz. Höhere Taktfrequenzen bedeuten eine schnellere Datenübertragung. Timing- und Latenzzeitangaben für den Arbeitsspeicher bestimmen die Zeiten, die der Riegel zum Bewältigen des Datenaustausches benötigt. Die Faustregel: Je kleiner die Zeitangaben sind, desto höher ist die Leistungsfähigkeit des Arbeitsspeichers. Gerade fürs Gaming sind kurze Zeiten wichtig. Zwei Beispiele für die Taktraten: Typische DDR4-RAM-Riegel sind mit Taktfrequenzen von 3200 MHz bis zu 4800 MHz erhältlich. Neuere DDR5-Riegel reichen von 4800 MHz bis 7800 MHz. Die entsprechenden Angaben finden sich auf der Verpackung der Speichermodule.

Vorbereitung zum Einbau

Welchen Arbeitsspeicher das Mainboard benötigt, lässt sich sehr einfach mit einem Blick in das Handbuch des Mainboards beantworten. Ausserdem finden Sie hier die Information, welche Taktfrequenzen vom RAM-Riegel maximal unterstützt wird und wie viele RAM-Steckplätze Ihr Mainboard hat.

Der Einbau

Lösen Sie zunächst die Schrauben auf der Rückseite des Tower-Gehäuses. Nehmen Sie das Seitenteil ab. Suchen Sie auf dem Mainboard nach der Position der Arbeitsspeicher, Bild 8. Diese sind in der Regel in zwei Kanälen organisiert, Bild 9. Nehmen Sie auch das Handbuch zu Hilfe. Es zeigt Ihnen die genaue Position an.
Lösen Sie die alten RAM-Riegel aus den Steckplätzen. Nehmen Sie nun jeden einzelnen neuen Speicherriegel und klicken Sie ihn in den entsprechenden Schacht. Achten Sie beim Einbau auf die richtige Einbaurichtung und drücken Sie die Riegel fest in die Steckplätze, Bild 10.
Bild 8: Typische Steckplätze für RAM-Riegel
Quelle: PCtipp.ch
Bild 9: Die RAM-Riegel in unserem PC
Quelle: PCtipp.ch
 
Bild 10: Die RAM-Riegel sind schnell eingebaut
Quelle: PCtipp.ch



Kommentare
Avatar
Tman64
26.02.2026
Automatisch erstellter Thread für Kommentare zum Thema. Vielleicht sollten noch diese Anmerkungen gemacht werden..! Dass ältere PCs aufrüsten nur noch dann Sinn macht wenn dieser den "TPM 2.0 Chip" aufweist, damit dieser als "Windows-Gerät" Verwendung finden kann?! Sollten jedoch andere Betriebssysteme wie z.B. eine Linux OS darauf laufen und somit keine Microsoft OS, dann darf fürs aufrüsten gerne etwas Geld in die Hand genommen werden. Aber! Es sollte noch ins Auge gefasst und überprüft werden, ob die von Microsoft erstellten Zertifikate Schlüssel für die TPM Version 1.0 bis 2.0 (Sicheres booten) im Bios erneuert wurden, da diese ein Enddatum aufweisen. (Fragt bitte Google dieser weiss gut Bescheid.) Entweder wurden/werden diese über die regulären Windows Updates installiert, oder über den Mainboard- PC-Hersteller empfohlenen Bios-Update, sofern dieser überhaupt noch angeboten oder überhaupt erhältlich ist. Achtung! Ohne eine Aktualisierung dieser Schlüssel wird der PC möglicherweise nicht mehr starten - es sei denn - dass dieser Schlüsseldienst im Bios ausgeschalteten wird, falls keine neue Schlüssel integriert werden können und ohne eine Windows OS Verwendung findet. Ältere und durchaus gute PCs ohne TPM Chip, könnten zum Teil aufgebohrt werden, doch dafür müssten passende Komponente wie, Ram und SSD auf dem Markt verfügbar, sowie auch mit dem Bios kompatibel sein, so dass die SSDs auch erkannt und verwendet werden können. Der Blick ins Bios verratet jedenfalls woran man ist. ;-) Wünsche trotz aller Mühe viel Spass beim aufrüsten.