Tipps für die richtigen Windows-Einstellungen

Schriftgrösse und weitere Einstellungen

Schriftgrösse

Bei sehr hohen Bildschirmauflösungen sehen zwar Fotos hervorragend aus, aber die Schriften werden meistens kleiner dargestellt. Ändern Sie dies ebenfalls in den vorhin erwähnten Anzeigeeinstellungen. Hier steht unter Skalierung und Anordnung ein simples Ausklappmenü für Grösse von Text, Apps und anderen Elementen zur Verfügung. Nutzen Sie diese Funktion. Es macht die Arbeit oft viel angenehmer, Bild 6.
Bild 6: Falls die Schriften zu klein sind, ändern Sie die Schriftskalierung, aber bitte nicht die Auflösung des Bildschirms
Quelle: PCtipp.ch

Ohne Transparenz

Transparenzeffekte sind Geschmackssache. So sieht et­wa die linke Hälfte der Einstellungen-App schlecht lesbar aus, wenn die Transparenz aktiviert ist. Gehen Sie zu Start/Einstellungen/Personalisierung/Farben. Kippen Sie den Schalter zu Transparenzeffekte nach Gusto auf Aus oder Ein, Bild 7.
Bild 7: Mit abgeschalteten Transparenzeffekten sind Einstellungsfenster unserer Meinung nach viel besser lesbar
Quelle: PCtipp.ch

Dateispeicherort anpassen

Viele PCs sind mit einem schnellen, aber etwas kleineren Solid State Drive (SSD) und einer zusätzlichen grösseren herkömmlichen Festplatte ausgestattet. Ist ein zusätzliches Laufwerk vorhanden und schon formatiert, sehen Sie es im Datei-Explorer beim Klick auf Dieser PC, Bild 8. Windows und die Programme kommen für schnellen Start und flüssige Bedienung auf der SSD (meistens Laufwerk C:) zu liegen.
Für umfangreiche eigene Dateien kann es sich jedoch empfehlen, diese auf die zweite Festplatte zu verschieben (hier Laufwerk F:). Das besonders, falls der Platz auf dem Laufwerk C: knapp zu werden droht. In unserem Beispiel ist zwar reichlich freier Platz auf C: vorhanden. Dennoch könnten wir mal etwas von unseren eigenen Dateien auf F: verschieben. Das Fenster Dieser PC zeigt praktischerweise auch gleich die fürs Verschieben infrage kommenden Ordner an: 3D-Objekte, Bilder, Desktop, Dokumente, Downloads, Musik und Videos.
Bild 8: Dieser PC hat eine SSD und eine Harddisk
Quelle: PCtipp.ch

So geht das Verschieben

Im einen Explorer-Fenster ist der Punkt Dieser PC aktiv, sodass Sie dort die erwähnten Datenordner sehen. Öffnen Sie in einem separaten Explorer-Fenster (öffnen Sie eins mit Windowstaste+E) das Ziellaufwerk (hier F:). Erstellen Sie darin einen neuen Ordner wie Daten oder Data. Wir möchten nun zum Beispiel die Downloads auf F: verschieben, sodass diese später in F:\Data\Downloads zu liegen kommen. Nun folgt im Dieser-PC-Fenster ein Rechtsklick auf Downloads, gefolgt von Eigenschaften. Wechseln Sie zum Reiter Pfad. Es gäbe hier zwar die Schaltfläche Verschieben, aber es geht nach Meinung der Autorin schneller, wenn Sie den Pfad direkt editieren. Ändern Sie also den Pfad C:\Users\IhrName\Downloads zu F:\Data\Downloads. Falls Ihre zweite Festplatte nicht auf F: liegt, sondern unter einem anderen Buchstaben, müssen Sie das natürlich entsprechend anpassen.
Klicken Sie auf Übernehmen, fragt Windows nach, ob es den Ordner erstellen soll. Nicken Sie das mit Ja ab. Als Nächstes folgt die Frage, ob Windows die bestehenden Dateien dorthin verschieben soll. Auch hierzu sagen Sie Ja. Wichtig ist natürlich, dass keine Anwendungen geöffnet sind, die im Moment auf diese Dateien zugreifen. Schliessen Sie sicherheitshalber Ihre Programme. Jetzt dauert das Verschieben je nach Datenmenge ein Weilchen.
Das können Sie nach diesem Schema mit allen Ihren Eigene-Dateien-Ordnern tun, wenn C: allmählich überquillt und Sie genug Platz auf Ihrem anderen Laufwerk haben. Der Vorteil ist, dass Windows die systeminternen Verweise anpasst. So wird also auch Ihr Standardbrowser automatisch den neuen Downloads-Ordner verwenden. Falls Sie den Ordner eines Tages zurückverschieben wollen, kein Problem: Öffnen Sie im Explorer wieder Dieser PC. Klicken Sie mit rechts auf den Ordner, zum Beispiel Downloads. Benutzen Sie jetzt die Schaltfläche Wiederherstellen, klicken Sie auf den Befehl Übernehmen und bestätigen Sie allfällige Rückfragen von Windows.

Bildvorschau oder Dateiname

Besonders bei Fotos oder Screenshots ist es nützlich, wenn Sie im Explorer nebst dem Dateinamen nicht nur ein Programmsymbol, sondern eine Bildvorschau sehen. Hat Windows diese Einstellung für einen Ihrer Ordner noch nicht korrekt vorgenommen, Bild 9? Klicken Sie links neben der Adresszeile auf den Aufwärtspfeil A.
Bild 9: Ohne Vorschau wird die Suche nach einem Bild etwas schwierig
Quelle: PCtipp.ch
Nun greifen Sie mit rechts zum betroffenen Ordner, unserer heisst zum Beispiel screen­shots. Wählen Sie Eigenschaften und wechseln Sie im neuen Fenster zum Reiter Anpassen. Hier lässt sich der Ordnertyp umschalten. Ändern Sie ihn von Allgemeine Elemente zu Bilder. Sollten noch Unterordner vorhanden sein, die ebenfalls meistens Bilder enthalten, haken Sie die entsprechende Option an. Wenn Sie mögen, können Sie via Datei auswählen ein Bild anzeigen, das auf diesem Ordner erscheinen soll, oder via Anderes Symbol ein individuelles Icon festlegen. Besuchen Sie ab jetzt den Ordner erneut, zeigt er Bildvorschauen an, Bild 10.
Bild 10: Jetzt zeigt der Ordner standardmässig Bildvorschauen anstelle eines tristen Programm-Icons an
Quelle: PCtipp.ch

Standardprogramme

Damit beim Öffnen eines Bildes eine andere Anwendung als die Fotos-App erscheint, muss die gewünschte Anwendung natürlich zuerst installiert werden. Auch beim Wechsel zu einem anderen Webbrowser laden Sie diesen zuerst von der Herstellerwebseite herunter und installieren ihn. Windows setzt neu installierte Anwendungen aber nicht automatisch als Standard-App. Hier müssen Sie selbst Hand anlegen. Öffnen Sie Start/Einstellungen/Apps und wechseln Sie zu Standard-Apps. Falls Sie ein anderes Bildbetrachtungsprogramm verwenden wollen, klicken Sie unter Bild­anzeige auf Fotos und wählen dort die gewünschte App oder Anwendung aus. Selbiges gilt, falls Sie den Webbrowser ändern wollen. Hier gehts unter Webbrowser per Klick auf Microsoft Edge zum Beispiel zu Firefox.


Kommentare

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11291PCtipp
22.12.2020
Zum Thema Speicherort: Wenn die Systempartition nur manchmal zu klein wird, z.B. beim Bearbeiten von grossen Dateien, kann mit dem dauerhaften Verschieben des Windows TEMP Verzeichnis geholfen werden. das TEMP Verzeichnis auf der grösseren Partition im Root erstellen. Diese Partition muss immer vorhanden sein! > In der Windows Suche folgendes eintippen, > Systemvariablen bearbeiten. Im Menu Umgebungsvariablen > unter Benutzervariablen die Laufwerke der Variablen TEMP + TMP auf die grössere Partition ändern. Das gleiche auch unter Systemvariablen wiederholen. Nach dem PC Restart wird das neue TEMP Verzeichnis verwendet. Nur der Inhalt im alten Verzeichnis kann jetzt gelöscht werden. In einigen Programmen werden die Systemvariablen nicht verwendet, darum müssen darin die TEMP Verzeichnisse zusätzlich geändert werden.

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karnickel
26.12.2020
@11291PCtipp Dies ist ein Profi-Tipp, den ich Einsteigerinnen und Einsteigern so nicht als erstes vorbringen würde. Wenn der Temp-Ordner nicht mehr auf dem Installations-Laufwerk von Windows selber (meistens ist dies C: ) liegt, kann es Probleme mit einzelnen Programmen geben. Sollte zum Beispiel die Windows-Auslagerungsdatei ebenfalls im voll werdenden Laufwerk liegen, wäre dies eine wenige heiklerer Verschiebungskandidat. Auch könnte man stattdesseb ein Komplett-Backup erstellen und danach mit der Datenträgerverwaltung die Partitionsgrössen verändern probieren. Was meinst Du übrigens mit "im Root" ? Sind wir jetzt plötzlich bei Linux angekommen? ;)

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11291PCtipp
27.12.2020
Die ursprünglichen TEMP Verzeichnisse müssen immer vorhanden bleiben, nur der Inhalt wird am neuen Ort gespeichert. Mit "im Root" meine ich das Hauptverzeichnis, z.B. D:\TEMP. Die Auslagerungsdatei sollte Windows automatisch verwalten. Bei sehr viel RAM (>16GB) im PC, kann sie manuell verkleinert werden oder auch auf eine andere Partition verschoben werden. Dabei ist eine hohe Geschwindigkeit der Disk noch wichtiger als beim TEMP Verzeichnis.

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karnickel
07.01.2021
@11291PCtipp Achso, wenn Du die ursprünglichen Ordner zusätzlich stehen lässt, entfällt das genannte Risiko natürlich. Und klar, falls Du bei diesen Wechseln auch immer gleich einen Wechsel von Harddisk auf SSD machst, hat dies natürlich einen Geschwindigkeitsvorteil. - Aber eben, das sind ziemliche Profi-Empfehlungen, die Anfänger am besten nur mit sicherem Rückfallweg im Kopf begehen sollten. Verkleinern oder Ausschalten der Auslagerungsdatei kann man natürlich auch probieren. Wenn man eh genug RAM für seine Programme hat, geht das. Auch hier mein Tipp bei Fehlermeldungen, sich einfach erinnern, wie es vorher funktioniert hatte - sprich ggf. wieder einschalten.