Tipps für die richtigen Windows-Einstellungen

Sicherheit

Einige wichtige Einstellungen betreffen die Sicherheit und den Datenschutz unter Windows 10. Diese praktischen Optionen finden Sie in den folgenden Tipps.

Netzwerkmodus

In einem privaten WLAN können Sie sich mehr erlauben als in einem öffentlichen. Sie müssen weniger Angst zum Beispiel vor dem Freigeben von Dateien haben. Aus diesem Grund kennt Windows 10 zwei verschiedene Netzwerkkonfigurationen. Gehen Sie zur Option Start/Einstellungen/Netzwerk und Internet. Klicken Sie unter Ihrem WLAN auf Eigenschaften. Schalten Sie das Netzwerk auf Privat um, falls es sich um Ihr heimisches WLAN handelt, Bild 11. So können Ihre Geräte bei Ihnen zu Hause besser miteinander kommunizieren.
Bild 11: In Ihrem Netzwerk daheim dürfen Sie getrost die Option Privat verwenden
Quelle: PCtipp.ch

Datenschutzeinstellungen

Öffnen Sie in den Einstellungen den Abschnitt Datenschutz. Wir empfehlen, im Bereich Allgemein die Option zur Verwendung der Werbe-ID auszuschalten.
Ebenso kritisch sehen wir die Option zum Verfolgen von App-Starts und zu den vorgeschlagenen Inhalten in der Einstellungs-App. Das eine kratzt an Ihrer Privatsphäre und das andere wird Sie früher oder später ziemlich nerven, Bild 12.
Bild 12: einige empfohlene Datenschutzeinstellungen
Quelle: PCtipp.ch

Spracherkennung

Wechseln Sie in den Datenschutzeinstellungen zu Spracherkennung. Falls Sie Ihrem Computer keine Texte diktieren wollen, schalten Sie die Spracherkennung aus. Die würde auch für Microsofts Cortana-Assistenten genutzt, der aber in der Schweiz derzeit ohnehin noch nicht verfügbar ist.

Freihand und Eingabe

Unter dem Menüpunkt Datenschutz finden Sie auch die Option Freihand- und Eingabe­anpassung. Damit sammelt und analysiert Windows Ihre handschriftlichen Eingaben. Bei Computern ohne Touchscreen nützt Ihnen dies ohnehin nichts. In diesem Fall lohnt es sich sehr, dies auszuschalten.

Diagnosedaten

Früher liess sich das Speichern und Senden von Diagnose- und Nutzungsdaten komplett unterbinden. In den heutigen Versionen von Windows 10 gibt es nur noch die Wahl zwischen komplettem Daten-Striptease und einer eingeschränkten Datensammlung. Mit den Optionalen Diagnosedaten verfolgt Microsoft auch die von Ihnen besuchten Websites. Das möchten Sie vermutlich nicht; darum schalten Sie auf die Option Erforderliche Diagnosedaten um.

Feedback

Scrollen Sie in dieser Datenschutzeinstellung noch ein Stück herunter. Datenschutz­bewusste Nutzer kippen den Schalter Individuelle Benutzererfahrung ebenfalls auf Aus. Noch weiter unten finden Sie die Schaltfläche Diagnosedaten löschen. Nutzen Sie das von Zeit zu Zeit. Windows möchte Sie ausserdem regelmässig zu bestimmten Apps oder Bedien­elementen befragen. Erfahrungsgemäss erscheinen solche Dinge immer dann, wenn man keine Zeit dafür hat. Besonders auf Computern, die für ernsthafte Arbeit genutzt werden, empfehlen wir daher die Feedback-Häufigkeit auf Nie zu schalten.
Ich weiss, welche App du offen hast Wechseln Sie zu Aktivitätsverlauf. Wir wundern uns schon fast, dass Windows das Übermitteln des Aktivitätsverlaufs nicht auch schon standardmässig aktiviert. Der lokal gespeicherte Aktivitätsverlauf kann hilfreich sein, wenn Sie eine früher gestartete Arbeit wieder aufnehmen möchten. Aber den ganzen Aktivitätsverlauf gleich an Microsoft zu senden, wäre dem Grosskonzern gegenüber etwas gar offenherzig. Verzichten Sie darauf!

Berechtigungen

Unter Einstellungen/Datenschutz finden sich in der linken Spalte noch zahlreiche Berechtigungseinstellungen. Darin geht es zum Beispiel darum, welche Apps Zugriff auf Ihre geografische Position, auf Ihre Webcam oder auf Ihr Mikrofon haben dürfen. Auch wenn es ein paar Minuten Zeit kostet, sollten Sie sich alle Punkte in Ruhe anschauen. Verweigern Sie zumindest jenen Apps den Zugriff auf die einzelnen Objekte, die Sie ganz bestimmt nicht verwenden wollen. Und falls eines Tages etwas mit einem Videoanruf oder ähnlich nicht klappen sollte, schauen Sie in diesen Berechtigungen nach der möglichen Ursache.


Kommentare

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11291PCtipp
22.12.2020
Zum Thema Speicherort: Wenn die Systempartition nur manchmal zu klein wird, z.B. beim Bearbeiten von grossen Dateien, kann mit dem dauerhaften Verschieben des Windows TEMP Verzeichnis geholfen werden. das TEMP Verzeichnis auf der grösseren Partition im Root erstellen. Diese Partition muss immer vorhanden sein! > In der Windows Suche folgendes eintippen, > Systemvariablen bearbeiten. Im Menu Umgebungsvariablen > unter Benutzervariablen die Laufwerke der Variablen TEMP + TMP auf die grössere Partition ändern. Das gleiche auch unter Systemvariablen wiederholen. Nach dem PC Restart wird das neue TEMP Verzeichnis verwendet. Nur der Inhalt im alten Verzeichnis kann jetzt gelöscht werden. In einigen Programmen werden die Systemvariablen nicht verwendet, darum müssen darin die TEMP Verzeichnisse zusätzlich geändert werden.

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karnickel
26.12.2020
@11291PCtipp Dies ist ein Profi-Tipp, den ich Einsteigerinnen und Einsteigern so nicht als erstes vorbringen würde. Wenn der Temp-Ordner nicht mehr auf dem Installations-Laufwerk von Windows selber (meistens ist dies C: ) liegt, kann es Probleme mit einzelnen Programmen geben. Sollte zum Beispiel die Windows-Auslagerungsdatei ebenfalls im voll werdenden Laufwerk liegen, wäre dies eine wenige heiklerer Verschiebungskandidat. Auch könnte man stattdesseb ein Komplett-Backup erstellen und danach mit der Datenträgerverwaltung die Partitionsgrössen verändern probieren. Was meinst Du übrigens mit "im Root" ? Sind wir jetzt plötzlich bei Linux angekommen? ;)

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11291PCtipp
27.12.2020
Die ursprünglichen TEMP Verzeichnisse müssen immer vorhanden bleiben, nur der Inhalt wird am neuen Ort gespeichert. Mit "im Root" meine ich das Hauptverzeichnis, z.B. D:\TEMP. Die Auslagerungsdatei sollte Windows automatisch verwalten. Bei sehr viel RAM (>16GB) im PC, kann sie manuell verkleinert werden oder auch auf eine andere Partition verschoben werden. Dabei ist eine hohe Geschwindigkeit der Disk noch wichtiger als beim TEMP Verzeichnis.

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karnickel
07.01.2021
@11291PCtipp Achso, wenn Du die ursprünglichen Ordner zusätzlich stehen lässt, entfällt das genannte Risiko natürlich. Und klar, falls Du bei diesen Wechseln auch immer gleich einen Wechsel von Harddisk auf SSD machst, hat dies natürlich einen Geschwindigkeitsvorteil. - Aber eben, das sind ziemliche Profi-Empfehlungen, die Anfänger am besten nur mit sicherem Rückfallweg im Kopf begehen sollten. Verkleinern oder Ausschalten der Auslagerungsdatei kann man natürlich auch probieren. Wenn man eh genug RAM für seine Programme hat, geht das. Auch hier mein Tipp bei Fehlermeldungen, sich einfach erinnern, wie es vorher funktioniert hatte - sprich ggf. wieder einschalten.