Bluetooth-Speaker: Welcher ist der beste für mich?

JBL Charge 4 und Ulitmate Ears Boom 3

JBL Charge 4

JBL Charge 4
Quelle: JBL
Bereits zum vierten Mal legen die US-Amerikaner ihren «Charge»-Lautsprecher neu auf – nun als JBL Charge 4. Dieser hat auf den ersten Blick ein leichtes Facelifting erfahren und an Gewicht (neu 965 Gramm) und Volumen (neu 22 × 9,5 × 9,3 Zentimeter) zugelegt, dafür macht er auch optisch was her. Wie der UE Boom 3 hat auch er ein engmaschiges Gewebe rund um den Speaker verbaut. Die Passivstrahler an den Seiten sind durch einer Silikonschicht geschützt. So gut geschützt übrigens, dass auch hier eine IPX7-Zertifizierung rausschaut, ein Betrieb am oder auch im Wasser ist kein Problem, der JBL Charge 4 vermag zu schwimmen.
Die wichtigsten Bedienelemente finden sich auf der Oberseite des Lautsprechers, dezent und klein – dort gibt es übrigens einen separaten Connect+-Knopf für die Kopplung mit bis zu 100 Geräten. Auf der Rückseite verstecken sich hinter einer Silikonklappe ein Klinkenport, ein USB-A-Stecker zum Laden von Geräten und ein USB-C-Port zum Aufladen der gut 7000 mAh, die der Akku beinhaltet und die für einen 20-Stunden-Betrieb sorgen sollen. Dies bezieht sich auf «normale» Nutzung bei Zimmerlautstärke, was natürlich nicht der gängigen Praxis entspricht, aber auch 16 oder 17 Stunden Laufzeit sind sicher nicht zu verachten.
Ein wesentlicher Punkt im Innenleben: Der JBL Charge 4 hat nur noch einen aktiven Treiber verbaut, was ihn zu einem Monolautsprecher macht. Dies tut dem Sound aber eigentlich keinen Abbruch: Die Tiefen und Mitten sind sehr definiert und klar. Der Bass klingt ungewöhnlich für diese Lautsprecher; er ist auch in hohen Lautstärkebereichen druckvoll und gleichzeitig sauber – künstlich gesteigerte oder über die Massen dröhnende Bässe sind keine zu hören. Bei den Höhen fehlt es etwas an Brillanz, was sich aber insgesamt verschmerzen lässt.
Fazit: Die starke Verarbeitung, die moderne Ausstattung und das vergleichsweise reife Klangbild machen den Fr. 143.20 teuren JBL Charge 4 zu einem Top-Kandidaten für einen musikalischen Sommer.

Preistipp: Ultimate Ears Boom 3

Ulimate Ears Boom 3
Quelle: UE
Die Ultimate-Ears-Entwickler sind erfahrene Recken, wenn es um Bluetooth-Speaker geht. Die «Evolution» lässt sich beim neuen UE Boom 3 im Vergleich zu den Vorjahren nicht leugnen. Noch ein wenig schlichter und kantiger wurde das Design – besonders mit der Kante an den beiden Enden sieht der Boom 3 aus wie eine lange Getränkedose. Dominant sind nach wie vor die Lautstärketasten auf der Front, die aber elegant ins Design integriert wurden und passen. Ebenso bekannt sind die gummierten Enden und das dichte, stabile Gewebe rund um das Gehäuse herum.
Trotz besonders hoher Stossfestigkeit durch dieses Material bringt der Boom 3 gerade mal gute 600 Gramm auf die Waage und gehört mit 18,4 × 7,3 × 7,3 Zentimetern eher zu den kleineren Geräten in diesem Test. Dieses Gewebe garantiert auch die IP67-Zertifizierung, also ein Untertauchen tut der Musik keinen Abbruch, mehr noch: Der UE Boom 3 kann sogar schwimmen!
Zur Bedienung: Das Einrichten ist einfach und die Bedienung findet nebst den Lautstärketasten am Gerät vorne auf der Oberseite statt. Dort gibts auch spezielle Funktionen: Einmal drücken heisst «Pause», zweimal heisst «Skip» und mit einem langen Gedrückthalten wechselt die Playlist. Allerdings: Dafür braucht man die Smartphone-App. Diese lässt sich mit dem gewünschten Streamingdienst verbinden und dort lassen sich die Playlists definieren. Was es zu meinem Bedauern nicht gibt: einen Klinkenport und kein USB-C (wobei Micro-USB generell noch Standard im Testfeld zu sein scheint).
Ebenfalls lassen sich bis zu 150 Boom 3 aneinanderhängen und im «DJ Mode» wechselseitig nutzen, bis der 15 Stunden haltende Akku aufgibt. Interessant: Auch in Distanzen von über 20 Metern lässt sich der Boom 3 per Handy bedienen.
Zum Sound: Anders als in früheren Jahren ist die Basslastigkeit eher einem deutlich vernehmbaren, aber dezenten Bass gewichen. Der vom Hersteller angepriesene 360-Grad-Sound ist schon deshalb nicht ganz 360 Grad, weil sich die Box nicht komplett um das Gerät herumzieht. Raumklang kann man jedoch ausmachen. Die Höhen sind prinzipiell gut hörbar, allerdings auch etwas abhängig von der Ausrichtung der Box, während die Tiefen je nach gespieltem Track etwas abfallen. Allerdings darf man sich über eine gute Balance und einen für diesen kleinen Resonanzkörper beeindruckenden Klangkörper freuen.
Fazit: Beim UE Boom 3 handelt es sich um einen starken Allrounder, der auf zusätzliche Funktionen Wert legt und auch punkto Lautstärke viel hergibt – und das für nur Fr. 133.95. Zudem gefällt die Optik.
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