Testcenter 07.03.2022, 07:43 Uhr

Im Test: Sennheiser IE600

High-End-Kopfhörer für Audiophile – klingt spassig, aber nicht gerade originell. Allerdings stammen die IE600 aus dem 3D-Drucker. Wie sich das auf den Sound auswirkt, hat PCtipp für Sie getestet.
(Quelle: Sennheiser)
Der IE600 ist der kleine Bruder des IE900, den wir hier getestet haben. Auch hier handelt es sich um einen In-Ear-Kopfhörer mit einem Treiber, einem vergleichbaren Design und vor allem: Um einen kabelgebundenen In-Ear-Kopfhörer, was aktuell fast schon seltenheitswert geniesst – «True Wireless»-In-Ears sind durchs Band in verschiedensten Preisklassen vertreten und haben zwar vor allem im Over-Ear-Bereich Konkurrenz, aber innerhalb der gleichen Bauform gibt es nur noch Ausnahmen – zum Beispiel der IE600.
Ein kleiner Hinweis vorausgeschickt: Der IE600 ist – wie schon sein grosser Bruder – ein absoluter Audiophilen-Kopfhörer. Dementsprechend ist er darauf angewiesen, dass der Zuspieler – etwa eine Musikanlage oder ähnliches – ebenfalls zu High-End- und Lossless-Wiedergabe fähig ist. Fürs mobile Musikhören via Streaming und Handy lohnt sich die Anschaffung des IE600 nicht wirklich, besonders, da dieser nicht gerade preiswert ist.

Ausgepackt

Das Marktsegment, in welchem die IE600 eingeordnet werden, macht sich bereits beim Öffnen der Schachtel klar. Schon die Box ist aus einem schönen, wertigen Material gefertigt. Drinnen erwarten uns zunächst die Buds, jeweils separat in Schaumstoff gehüllt. Entfernt man diesen, geht’s erst richtig los. Sennheiser legt nicht weniger als 6 Ohraufsätze bei – in zwei verschiedenen Materialien gefertigt. Einmal die klassischen Silikonaufsätze in S, M und L und einmal in etwas widerstandsfähigerem Memoryfoam, ähnlich den Aufsätzen von Sonys WF1000 XM4. Auch hier in jeweils drei Grössen. Dazu gibt es zwei Kabel, welche an die Buds angeschraubt werden – einmal 3,5 Millimeter, einmal 4,4 Millimeter. Klar, dass es bei diesem Hi-Fi-Anspruch weder einen USB-Plug oder gar Bluetooth gibt. Zudem liegt noch ein Clipper bei, um das Kabel allenfalls an der Kleidung zu befestigen, zwecks Vermeidung von «Cordnoise». Nicht zuletzt gibt’s noch eine Tasche mit metallenem Sennheiser-Branding für den Transport des Kopfhörers.
Wie bereits erwähnt, ist das Design eng verwandt mit dem Rest der IE-Familie, den IE300 und den IE900. Die Hörmuscheln bestehen aus sogenanntem amorphem Zirkonium, einem unglaublich widerstandsfähigen und hochwertigen Material, ein Metall mit extremer Verwindungsfestigkeit und Widerstandsfähigkeit. Diese Kopfhörer sind keine 150 Franken TWs, die man für ein, zwei Jahre kauft, bevor sie dann wieder ersetzt werden müssen. Angeblich wurde das gleiche Material für die Herstellung des Nasa Mars Rovers verwendet.

Tragekomfort

Wie bereits erwähnt, legt Sennheiser eine grosse Anzahl Ohrstöpsel bei. Ich persönlich war beim Testen ein grosser Fan der Memory-Foam-Aufsätze (in meinem Fall die Kleinsten). Sie lassen sich gut ins Ohr einführen und passen sich prima an den Gehörgang an. So vermeidet man schmerzhaften Druck und dennoch ist man durch die Dämpfung vor Störgeräuschen geschützt.



Kommentare

Es sind keine Kommentare vorhanden.