Kaufberatung 08.04.2022, 12:50 Uhr

Die besten E-Book-Reader: Kindle, Tolino, Kobo und Pocketbook im Check

Mit einem E-Book-Reader haben Sie eine ganze Bibliothek dabei. Doch die Geräte sind viel mehr als ein virtueller Bücherschrank. Der PCtipp hat fünf E-Book-Reader getestet und vergleicht Lesekomfort, Formatoffenheit und Funktionen.
Symbolbild
(Quelle: Perfecto Capucine/Pexels)
Der Vorteil von E-Book-Readern gegenüber Tablets oder grossen Smart­phones: Die Geräte sind extra fürs Lesen gemacht. Sie haben spezielle E-Ink-­Displays, die wenig spiegeln und besonders scharf sind und so die Augen nicht über­anstrengen. Weitere Vorteile sind sehr lange Akkulauf­zeiten, gute Portabilität und moderate Preise. Zudem lassen sich E-Books über die Geräte direkt kaufen (die Buchpreisunterschiede zwischen den Shops sind übrigens marginal, wie ein kurzer Test von uns ergab).
Im Folgenden testen wir fünf E-Reader. Die Einzeltests lesen Sie gleich nachfolgend. Alle Details und Wertungen zu den Testkandidaten finden Sie auf der letzten Seite.

Amazon Kindle Paperwhite Signature Edition

Amazon Kindle Paperwhite Signature Edition (gut)
Quelle: PCtipp.ch
Der Amazon Kindle Paperwhite Signature Edition (2021) verfügt über al­le Funktionen des Kindle Paper­white inklusive kabelloser Qi-Ladefunktion, Frontlicht mit automatischer Anpassung sowie 32 GB Speicherplatz.
Ebenfalls überarbeitet wurde die Kindle-Benutzeroberfläche: Die Bibliothek bietet zusätzliche Filter- und Sortierfunktionen, eine neue Ansicht für Sammlungen und eine interaktive Bildlaufleiste. Auch der Einrichtungsprozess des Geräts wurde durch die Kindle-App-Kopplung vereinfacht.
Die Akkulaufzeit des 6,8-Zoll-Readers beträgt laut Hersteller mehrere Wochen, was wir bestätigen können. Wer physische Tasten schätzt, hat hingegen das Nachsehen: Beim Kindle Paperwhite gibt es nur unten eine ­On-/Off-Taste, ansonsten wird der E-Book-Reader per Wischgesten gesteuert.
Auf dem entspiegelten E-Ink-Display liest es sich sehr angenehm und das Umblättern­ ­einer Seite ist schneller als beim getesteten Tolino Vision 6 oder beim Rakuten Kobo Libra 2.
Der Kindle Paperwhite unterstützt auch Audiobooks des bekannten Anbieters Audible: Wie beim Kobo Libra 2 ist zudem eine Blue­tooth-Verbindung möglich. Via Blue­tooth-Kopfhörer kann man somit kabellos Geschichten lauschen. Eine Klinkenbuchse ist hingegen keine vorhanden.
Wie bei Kobo-Geräten benötigen Sie bei Kindle-Readern den Umweg über eine freie Software wie Calibre (calibre-ebook.com), um zum Beispiel bei Orell Füssli gekaufte EPUB-Dateien auf das Gerät zu spielen. Die E-Books von Amazon lassen sich hingegen direkt aufs Gerät herunterladen und lesen.
Positiv aufgefallen ist der Lesefortschritt (Whispersync), der gespeichert und über mehrere Geräte oder die Kindle-App synchronisiert wird. Ähnlich wie bei Tolino kann man Inhalte zudem via Familienbibliothek mit anderen teilen. Schade, dass die Kindersicherung «Amazon Kids» in der Schweiz nicht verfügbar ist.
Update/Ergänzung 20.04.22: Auch Bücher der Onlinebibliothek ­Onleihe (bibnetz.onleihe.com) kann man nicht direkt auf den Reader herunterladen. Dafür hat Amazon ein Angebot namens Kindle Unlimited; für 9.99 Euro im Monat bietet es Zugriff auf 1 Million Kindle-eBooks und mehr als 2000 Hörbücher.
Fazit: Vieles am 219 Franken teuren Kindle Paperwhite gefällt, beispielsweise die Akkulaufzeit oder das schnelle Blättern. In der anderen Waagschale liegen jedoch Kritikpunkte wie die mangelnde Unterstützung von Kindle-fremden Formaten oder Hörbüchern. Auch die Onlinebibliothek Onleihe funktioniert nicht und die Funktion «Amazon Kids» ist in der Schweiz nicht verfügbar.


Kommentare
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rroethli
08.04.2022
Ich habe selber den Inkpad Color und kann das Gerät sehr empfehlen. Kleiner Spartipp: bei einem Deutschen onlineshop (wie Thalia) registrieren, und pro Buch etwa 20% oder mehr sparen.