Internet-Box 3 und Swisscom Box: Das neue Swisscom Duo im Test

So, nun zum neuen Star des Hardware-Sortiments ...

Sprachsteuerung an Bord

Ein seitlich angebrachter Schalter aktiviert das verbaute Mikrofon
Herzstück der Box ist der brandneue Swisscom Assistant. Dank diesem können per Sprachbefehl («Hey Swisscom») verschiedene Funktionen und Dienste gesteuert werden. Swisscom liefert in der Home-App eine Übersicht zu den derzeit unterstützten Befehlen. So kann man etwa den Fernseher ein- und ausschalten, Sender wechseln, die Lautstärke anpassen, Apps öffnen, sich das Wetter des nächsten Tages vorlesen lassen, etc. Sogar verbundene Smart-Home-Geräte können per Sprachbefehl über die Swisscom Box angesteuert werden. Und auch das kurzfristige Anzeigen des WLAN-Passworts auf dem TV ist praktisch. Die verschiedenen Skills des Voice Assistants sind in der Home-App gruppiert und lassen sich auch dort aktivieren.
Auf den ersten Blick wirkt das neue Entertainment OS 4 wie die Vorgängerversion im Dark Mode

Das alles funktioniert auf Hochdeutsch schon gut – obwohl der Assistent gerade bei der Suche nach Namen von Schauspielern oder Filmen manchmal noch etwas begriffsstutzig ist. Verfügbar ist die integrierte Sprachsteuerung übrigens auch auf Schweizerdeutsch (Beta-Version). Bei Hochdeutsch bietet die Box gemäss Swisscom jedoch die beste Erkennung. Das bestätigte auch der Test, obwohl der Swisscom Assistant mit Befehlen in breitem Berndeutsch erstaunlich gut umgehen konnte.
Schade ist, dass einzelne Skills, die in der Home-App vorgeschlagen werden, noch nicht bereitstehen – beispielsweise das Vorlesen von Newsupdates. Stattdessen meldet der Swisscom Assistant hier: «An diesem Skill wird im Moment noch gearbeitet. Versuchen Sie es aber gerne demnächst wieder.» Im Test versagte auch das Abspielen von Songs auf Spotify per Sprachbefehl. Trotz aktiviertem Account in der integrierten App verlangte der Swisscom Assistant nach wie vor das Einloggen im Spotify-Konto.

Privatsphäre und Datenschutz

Gut zu wissen: Swisscom liefert die Box mit deaktiviertem Sprachassistenten aus. Das verbaute Mikrofon muss man zuerst mit dem Umlegen des seitlich platzierten Schalters aktivieren. Sprachbefehle werden dann erst nach Erkennung der Aktivierungswörter «Hey Swisscom» während maximal sieben Sekunden aufgezeichnet und an den Telko übermittelt.
In der Home-App lassen sich die verschiedenen Skills aktivieren, zusätzlich werden mögliche Sprachbefehle angezeigt

Gemäss Swisscom werden diese verschlüsselt und ohne direkte Angaben zur Person gespeichert. Da man aber auch hier – wie das bei anderen Anbietern von Sprachassistenten der Fall ist – die Fähigkeiten des Voice Assistants laufend verbessern möchte, können einzelne Sprachaufnahmen von Mitarbeitenden angehört und überprüft werden. Positiv ist, dass Swisscom schon beim Einrichtungsvorgang den Kunden die Wahl lässt, ob man das zulassen möchte. Später kann dies auch noch bei den Einstellungen unter Voice Assistant angepasst werden.
Lesen Sie auf der nächsten Seite: Fazit und Bewertung

Fazit

Die neue Swisscom Box sieht äusserlich gut aus und gefällt auch punkto Benutzung. Das überarbeitete Betriebssystem ist ansprechend und übersichtlich gestaltet. Wer bereits das ältere OS kennt, kommt auch mit der neuen Version gut zurecht. Zum Swisscom Assistant: Das Bedienen der Box mittels Sprachbefehl macht Laune, bis man sich beginnt zu nerven, weil es mit einzelnen Skills nicht klappen will. Schliesslich sind manche Befehle mit der Fernbedienung einfach nach wie vor schneller ausgeführt. Immerhin verspricht Swisscom, dass die Box laufend dazu lernen und auch weitere Skills folgen sollen. Wer sich die neue TV-Box mit integriertem Sprachassistenten dennoch leisten will, bezahlt als Bestandskunde 129 Franken. Inklusive ist diese beim Abschluss eines neuen Swisscom TV M oder L Abos.


Kommentare

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hpe05
20.12.2019
Lieber Mazzo58 Dann machs wie ich - ich bin einfach gegangen. Wozu mich ärgern - es gibt genug Telkos die erst noch wesentlich günstiger sind und auch super funktionieren...

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blaurot
20.12.2019
Kundenbindung könnte besser sein Es wäre seitens Swisscom nur fair, langjährigen Kunden neue Geräte gratis anzubieten (freiwilliger Austausch, allenfalls mit Bring-in). Dies wäre jedenfalls besser als teure Werbung oder Kunden, die den Telko wechseln. Die Telko-Kosten (Aufwand) für ein neues Gerät könnte allenfalls durch eine Verlängerung des Vetrages abgefedert werden. Ich habe aufgehört, immer den letzten "Schrei" mit zumachen; etwas warten kann Geld sparen, denn alte Geräte werden oft aus technischen Gründen gratis ausgetauscht. Was funktioniert muss nicht geändert werden - auch wenn die Installation sooo einfach ist. Schöne Festtage.