Tests 26.09.2018, 11:43 Uhr

Test: Apple iPhone Xs (Max)

Die Messlatte für die Mitbewerber hängt jetzt 6,5 Zoll höher.
Es war das iPhone X, das vor einem Jahr die alten Zöpfe abschnitt: OLED-Display statt LCD, Gesichtsscanner statt Fingerscanner und eine radikal überarbeitete Gestensteuerung. Das sorgte für viel Begeisterung, aber auch ein wenig für Unruhe unter den gestandenen iPhone-Anwendern. Das neue iPhone Xs ist nun der direkte Nachfolger, der die Kontinuität zurückbringt. Doch unter der Haube hat sich viel getan.
Displays, an denen man sich kaum sattsehen kann

Der grosse Bruder

Der offensichtlichste Unterschied zum letzten Jahr ist das iPhone Xs «Max», das mit dem mächtigen 6,5-Zoll-OLED-Display die Blicke auf sich zieht. Dieses randlose Design nach allen Seiten ist gleichzeitig eines der Erkennungsmerkmale der X-Serie. Die Pixeldichte beträgt bei beiden Geräten 458 ppi. Das iPhone Xs benötigt dazu eine Auflösung von 2436 × 1125 Pixeln, das grosse iPhone Xs «Max» von 2688 × 1242 Pixeln.
Doch trotz seiner Grösse liegt das iPhone Xs «Max» hervorragend in der Hand. Die Oberfläche aus Edelstahl und Glas bietet deutlich mehr Halt als die Aluminiumgehäuse vergangener iPhones. Garantierter Nebeneffekt: Bereits nach zwei Minuten wirkt das kleine iPhone X(s) geradezu mickerig.
Das iPhone Xs «Max» wirkt riesig und gleichzeitig kompakt, was dem nahezu randlosen Display zu verdanken ist
Quelle: PCtipp / ze
Tipp: Kleine Entscheidungshilfe am Rande: Beim iPhone Xs «Max» bieten diverse Apps wie Kalender oder Kontakte eine alternative, umfangreichere Darstellung im Querformat.
Mit der Display-Grösse haben sich die Unterschiede bereits erschöpft, denn zum ersten Mal in der Geschichte des iPhones befinden sich Gross und Klein technisch auf Augenhöhe: bei den Kameras, dem Tempo und auch bei den anderen Eigenschaften. Der einzige Abweichler ist der grössere Akku im iPhone Xs «Max». Und deshalb gilt dieser Test ohne Einschränkungen für beide Modelle.

Feinheiten des Displays

Bleiben wir noch ein wenig beim OLED-Display. Es wirkt aus jedem Blickwinkel einfach nur perfekt, mit hervorragenden Kontrasten und tiefen Schwarzwerten. Die Verteilung der Helligkeit ist vom Zentrum bis in den letzten Winkel makellos und frei von jeglichen Abweichungen. Gerade auf dem grossen iPhone Xs «Max» saugt es die Aufmerksamkeit des Betrachters förmlich in sich hinein. Jedes Display wird bereits im Werk kalibriert, sodass eine konsistente Ansicht auf allen Apple-Geräten gewährleistet ist.
Dumm gelaufen: Ein kleines, aber feines Detail: Das Display lässt sich mit polarisierenden Sonnenbrillen im Hoch- und Querformat gleichermassen gut ablesen. (Natürlich habe ich vor Kurzem meine geliebten polarisierenden Gläser gegen konventionelle tauschen lassen, weil das Ablesen der Karten-App im Auto zu anstrengend wurde. Aber das musste ja so kommen.)
Kurz, dieses Display ist eine Wucht. Doch wenn Sie es technischer mögen, lesen Sie den Bericht der Spezialisten von DisplayMate, die mit den Superlativen nur so um sich werfen:
Die Spezialisten von DisplayMate sind des Lobes voll
Quelle: Screenshot / ze
Widerstand. Laut Apple sind die Gläser auf der Vorder- und Rückseite die widerstandfähigsten der ganzen Branche. Das lassen wir einfach so stehen. Aber wer von Euch ohne Hemmungen ist, der werfe den ersten Stein.
HDR. Das Display ist HDR-tauglich und unterstützt sowohl HDR10 als auch Dolby Vision. Apple verspricht einen um 60 Prozent vergrösserten Dynamikumfang.
P3-Farbraum. Das Display deckt den kompletten erweiterten Farbraum P3 ab – das heisst, mehr darstellbare Farben und deshalb realistischere Bilder.
Fotos in HEIF. Dieser Farbraum ist nichts Abstraktes, sondern bietet handfeste Vorteile, etwa bei der lebendigen Darstellung von Fotos, die mit der iPhone-Kamera aufgenommen wurden. Diese unterstützt ebenfalls den erweiterten Farbraum – allerdings nur, wenn im «High Efficiency Image Format» (HEIF) fotografiert wird. Mehr zu HEIF erfahren Sie hier im Test zum iPhone 8.
TrueTone. Die TrueTone-Funktion ist bei iOS-Geräten nicht neu – aber so überzeugend, dass sie trotzdem erwähnt werden muss. Zusätzliche Sensoren des iPhones messen die Farbtemperatur des Umgebungslichts und passen die Darstellung auf dem Display an – genauso, wie sich ein weisses Blatt Papier verhalten würde. Das führt zu einer viel angenehmeren Darstellung, besonders bei gedämpftem Licht. Die Funktion lässt sich ausschalten, aber das würde an Masochismus grenzen.
Das TrueTone-Display (rechts aktiviert) gehört mit zu den besten Eigenschaften
Quelle: PCtipp / ze
120-Hz-Abtastung. Diese Eigenschaft bedeutet leider nicht, was man auf den ersten Blick vermuten könnte. Sie bedeutet, dass bei Berührungen das Display mit 120 Hz abgetastet wird. Das erhöht den Realismus während der Interaktion, wenn zum Beispiel Gesten ausgeführt werden. Leider bedeutet es nicht, dass das Display mit 120 Hz Wiederholrate aufgebaut wird, wie es bei den aktuellen iPad-Pro-Modellen der Fall ist – und das liegt auch daran, dass die OLED-Displays noch nicht so weit sind.

Was noch?

Besseres Stereo. Der Stereo-Sound ist deutlich besser geworden und schallt mit neuer Kraft aus dem Gerät. Wenn etwas von links nach rechts durchs Bild rauscht, ist das überdeutlich zu hören.
IP68. Das iPhone Xs ist offiziell nach IP68 abgedichtet. Das bedeutet, dass es in zwei Metern Tiefe während 30 Minuten keinen Schaden nimmt. Allerdings stapelt Apple in dieser Beziehung gern tief, sodass vermutlich noch einiges an Reserve drin liegt. Ausserdem gilt dieser Zeitrahmen auch für Flüssigkeiten, die von diesem Standard eigentlich ausgenommen sind, wie zum Beispiel Bier und – vor allem! – Salzwasser.
Das iPhone Xs ist sogar gegen Bier abgedichtet: Apples Marketingchef Phil Schiller an der Keynote
Quelle: Screenshot / ze
Face ID. Der Gesichtsscanner «Face ID» wurde beschleunigt, allerdings spricht Apple hier nicht von «Face ID 2». Vermutlich bezieht sich das Steigerung auf die Auswertung der TrueDepth-Kamera. Mehr Tempo ist immer gut – allerdings ist mir noch kein iPhone-X-Besitzer untergekommen, der mit der bestehenden Face ID nicht restlos zufrieden gewesen wäre.
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Kommentare

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Klaus Zellweger
26.09.2018
Schöne Werbeveranstaltung auf 4 langen Seiten. Danke! :) Aber warum ist nichts über die Akku-Leistung geschrieben, oder über die bereits bekannten Probleme beim WLAN-Empfang? WLAN-Probleme Ich hatte keine WLAN-Probleme und kann jetzt auf die Schnelle auch keine erfinden. Eine hastige Messung mit fast.com ergibt 330 MBit/s. Ich nehme an, das ist in Ordnung, auch wenn ich bisher bei Smartphones nie WLAN-Messungen vorgenommen habe? Ich weiss es ehrlich gesagt nicht. Akku-Leistung Das ist eine persönliche Abneigung von mir. Akku-Tests sind m.M.n. völlig sinnlos. Als «normaler» iPhone-Nutzer habe ich am Abend eine Restladung von 40% bis 60% und dann geht das Gerät für die Nacht auf die Ladematte. Ich denke, jedes High-End-Smartphone ist heute bei «normaler» Nutzung dazu in der Lage. Wer jedoch als Pendler täglich drei Stunden lang im Zug sitzt und High-Ende-Games spielt, wird es niemals durch den Tag schaffen und wird deshalb – als vernunftbegabtes Wesen – stets ein Ladegerät dabei haben. Aber auch das wissen wir alle.

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naja-aber
26.09.2018
Werbung - krass, dass PCtipp dies ohne Hinweis so online stellen darf Dieser Artikel ist reine Werbung. Objektivität ist komplett nicht vorhanden. Schade, ich hatte bis anhin eigentlich eine gute Meinung von PCtipp. Zusätzlich stellt sich mir die Frage, ob es überhaupt noch legal ist, einen derartigen Werbeartikel online zu stellen, ohne den Hinweis darauf zu machen, dass es Werbung ist.

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POGO 1104
26.09.2018
...Dessen ungeachtet wird es das iPhone Xr bereits ab 879 Franken mit 64 GB geben... Ein richtiges Schnäppchen.... einfach nur bekloppt und realitätsfremd :confused::confused:

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Klaus Zellweger
26.09.2018
Ein richtiges Schnäppchen.... einfach nur bekloppt und realitätsfremd :confused::confused: Ich denke auch, dass der Markt das regulieren wird. Wir werden es bald erfahren.

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Gaby Salvisberg
26.09.2018
Hallo «naja-aber» Dieser Artikel ist reine Werbung. Objektivität ist komplett nicht vorhanden. Schade, ich hatte bis anhin eigentlich eine gute Meinung von PCtipp. Ja, es ist nicht objektiv. Es ist der iPhone-Test eines Apple-Spezialisten und ausgesprochenen iPhone-Fans. Er darf seine Meinung haben, genau wie auch ich mir erlaube, den goldenen Apple-Käfig eher zu meiden und daher komplett anderer Meinung zu sein als der Kollege Zellweger. Zusätzlich stellt sich mir die Frage, ob es überhaupt noch legal ist, einen derartigen Werbeartikel online zu stellen, ohne den Hinweis darauf zu machen, dass es Werbung ist. Ich helfe auch dir sehr gerne zu verstehen. Du liegst sehr falsch. Wäre es Werbung (und bekämen wir Geld dafür), dann wäre es als Publireportage oder ähnliches gekennzeichnet. Schau, es gibt absolut keine schlimmere, perfidere Beleidigung für journalistisch tätige Menschen, als den Vorwurf der Bestechlichkeit. Du unterstellst uns nämlich damit quasi kriminelle Machenschaften und allerlei Verstösse gegen den Kodex des Schweizer Presserats. Das trifft einen hart und macht zumindest mich ganz, ganz enorm sauer. Denn wir müssen für unser Geld hart arbeiten, werden nicht von irgendelchen Firmen mit Kohle übergossen und haben solche Anwürfe schlichtweg nicht verdient. Nochmals zum mitmeisseln: Wir bekommen auch von Apple kein Geld. Die schalten bei uns ja nicht einmal Inserate. Gruss Gaby

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Pagnol
26.09.2018
Ja, es ist nicht objektiv. Es ist der iPhone-Test eines Apple-Spezialisten und ausgesprochenen iPhone-Fans. Er darf seine Meinung haben, [...] Darf er. Aber er sollte sie für sich behalten, solange der Artikel nicht als "Kommentar" gekennzeichnet ist. Du nennst den Artikel ja selbst "Test" und da ist Objektivität gefordert! Ich war selbst während 20 Jahren in der Fachpresse journalistisch tätig und habe in der Zeit viele aufwändig erarbeitete Testberichte publiziert. Ich hatte damals auch meine bevorzugte Marke. Aber ich hätte mich geschämt, wenn man dies aus meinen Testberichten hätte herauslesen können! Schau, es gibt absolut keine schlimmere, perfidere Beleidigung für journalistisch tätige Menschen, als den Vorwurf der Bestechlichkeit. Du unterstellst uns nämlich damit quasi kriminelle Machenschaften und allerlei Verstösse gegen den Kodex des Schweizer Presserats. Das trifft einen hart und macht zumindest mich ganz, ganz enorm sauer. Denn wir müssen für unser Geld hart arbeiten, werden nicht von irgendelchen Firmen mit Kohle übergossen und haben solche Anwürfe schlichtweg nicht verdient. Ach Gaby, sei bitte nicht so melodramatisch. Es gibt auch subtilere Beeinflussungsmöglichkeiten als offensichtliche Bestechung. Und wenn der Kollege Zellweger tatsächlich ohne jede Vorteilsnahme so schreibt wie er schreibt, dann fehlt ihm einfach die nötige Objektivität und somit eine wesentliche Grundvoraussetzung zu seinem beruflichen Zeitvertreib. Sowas beeinträchtigt dann halt den Eindruck des ganzen Produktes. Darüber sollte man sich beim PCTipp eigentlich mehr Sorgen machen, als über den Kodex des Schweizer Presserats. Die Branche ist kein Ponyhof. Schon früher nicht und heute schon gar nicht.

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Jakob Leuzinger
27.09.2018
iPhone XMax ich wollte mir ein iPhone XM kaufen, aber der überschwängliche Bericht (Werbung) stört mich sehr, denn Apple kocht auch nur mit Wasser. Ich bleibe beim Samsung

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Sascha Zäch
27.09.2018
Schöne Werbeveranstaltung auf 4 langen Seiten. Aber warum ist nichts über die Akku-Leistung geschrieben, oder über die bereits bekannten Probleme beim WLAN-Empfang? Wie meine Kollegin Gaby schon gesagt hat. Die Redaktion macht keine Werbung für Produkte - nie. Klar ist der Bericht sehr positiv. Aber es wird wohl niemand abstreiten, dass das iPhone ein tolles und eines der besten Smartphones ist, wenn man iOS mag (ich selbst nutze seit Jahren Android). Und das iPhone wird mit jeder Generation verbessert, warum sollte es also plötzlich schlecht sein? Und beachtet auch das Fazit: "Das iPhone Xs lohnt sich kaum für iPhone-X-Besitzer – es sei denn, Sie liebäugeln mit der mächtigen Display des iPhone Xs Max." Das ist durchaus auch kritisch. Zudem: Nur bei Apple-Produkten gibt es bei uns negative Kommentare, wenn diese positiv bewertet werden. Wenn wir begeistert von einer Kamera oder einem neuen Huawei- oder Samsung-Galaxy-Note-Gerät sind, gibt es nie gehässige Kommentare gegen den Autor.

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pctippi
27.09.2018
tzz der bericht ist an falscher stelle deponier. wenn der herr applefanboy einen eigenen blogg verfasst und dann dort er schreibt was er will, dann ist es sicher ok. aber nicht auf so einer seite, welche grundsätzliche infos über "technik" bringen soll. ein iphon wäre von natur aus super gerät, wäre es nicht von apple. die freiheit die man unter android hat, gemischt mit der maschine von apple, wäre eine hammer maschine, ein hammer handy. darum machte iphone nur mit einem jailbreak wirklich sinn. und das zwar nur für power user und nicht 0815 user, die nur etwas im web surfen und youtube, whatsapp benutzen. android kann allein das installieren der apps aus dem nicht playstore, der media player kann Ordner wiedergeben, ich brauch kein itunes, kann daten per blutooth schicken, hab quick charge funktion, sd-card slot , Allways on display, kann apps selber werbefrei patchen ohne root, es gibt immer root zugang ( garantie aussenvor) , ich kann es als wechseldatenträger am pc nutzen, kann downloads offline nutzen , ist günstiger, hat NFC Übertragung , usw usw usw....also wo bitte schön soll ein iphone besser sein!!!! erst nach jahren haben sie die jailbreakfunktionen übernommen, und so wird das iphone etwas besser. da wir aber in der schweiz leben, ist es leider so, dass viele riesen karren fahren und nicht schneller als 120 fahren dürfen. aber PRESTIG ist alles, und so scheint es mit applekacke zu sein, hauptsache prestig, und das ist was vielen usern sauer aufstosst wenn der applefanboy das iphone im himmel lobt.

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Pagnol
27.09.2018
Nur bei Apple-Produkten gibt es bei uns negative Kommentare, wenn diese positiv bewertet werden. Wenn wir begeistert von einer Kamera oder einem neuen Huawei- oder Samsung-Galaxy-Note-Gerät sind, gibt es nie gehässige Kommentare gegen den Autor. Und genau das ist auffällig! Die meisten dieser Kommentare richten sich ja nicht gegen Apple-Produkte sondern gegen den Stil des Autors. Und gehässig sind auch nicht alle.