7 von 10 Schweizern sind gegen Bürozwang

Nur Wenige möchten Vollzeit und «9-to-5» zurück ins Büro

Weniger als ein Fünftel (19 Prozent) der Büroangestellten in der Schweiz möchte fünf Tage pro Woche im Büro arbeiten. In einer vergleichbaren Umfrage, die Okta im Mai 2020 durchführte, gaben noch 29 Prozent der Arbeitnehmenden in Europa an, dass sie wieder Vollzeit ins Büro zurückkehren möchten. Der Trend geht hin zu dynamischeren Arbeitsmodellen. Knapp die Hälfte (48 Prozent) der Büroangestellten in der Schweiz wünscht sich einen hybriden Ansatz, bei dem sie sowohl Tage im Büro als auch Zuhause verbringen. Immerhin 14 Prozent möchten gar nicht mehr ins Office zurück und dauerhaft von zu Hause aus arbeiten.
Arbeitnehmende haben individuelle Präferenzen. Diese stimmen jedoch nicht immer mit dem Arbeitsmodell überein, von dem sie erwarten, dass ihr Arbeitgeber es zukünftig umsetzen wird. Für die Zeit nach den Einschränkungen glaubt mehr als die Hälfte (55 Prozent) der Schweizer Befragten, dass ihnen mehr Flexibilität geboten wird und sie z.B. nicht mehr an allen Tagen ins Büro müssen. Damit scheinen die Unternehmen in der Schweiz flexiblen Arbeitsmodellen gegenüber etwas aufgeschlossener zu sein als der europäische Durchschnitt (49 Prozent). Weitere 29 Prozent vermuten, dass sie Vollzeit an den Büroarbeitsplatz zurückkehren müssen. Bei 12 Prozent haben die Arbeitgeber das Thema Flexibilität am Arbeitsplatz für die Zeit nach den Einschränkungen noch nicht angesprochen.
Flexibilität im Job schliesst nicht nur den Ort, sondern auch die Arbeitszeiten ein, an denen gearbeitet werden kann. Asynchrones Arbeiten bezeichnet Arbeitsmodelle ohne starre Arbeitszeiten. Mitarbeitende entscheiden dabei eigenverantwortlich, wo und wann sie arbeiten. Knapp zwei Drittel (65 Prozent) der Schweizer Befragten würden sich für eine asynchrone Arbeitsweise entscheiden. Bei den 16- bis 34-Jährigen sind es sogar 72 Prozent.

Autor(in) pd/ jst



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