Smartphone-Displays werden «unzerbrechlich»

Werkstoffverbund als Lösung

Ehrlicher und sein Kollege Ali Amini haben die Struktur mit Schichten aus Glasflocken und Acryl nachgebaut, was zu einem aussergewöhnlich starken Material führte, das zudem kostengünstig herzustellen war. Leider war es undurchsichtig, also für Display-Abdeckungen unbrauchbar. «Durch die Abstimmung des Brechungsindexes des Acryls haben wir es mit dem Glas vermischt und so einen wirklich transparenten Verbundwerkstoff geschaffen», erzählt Amini.
Strukturen von «unzerbrechlichem Glas» (links) und Perlmutt
Quelle: McGill
«Techniken wie Vorspannen und Laminieren können helfen, Glas zu verstärken, aber sie sind teuer und funktionieren nicht mehr, sobald die Oberfläche beschädigt ist. Bisher gab es Kompromisse zwischen hoher Festigkeit, Zähigkeit und Transparenz. Unser neues Material erfüllt dagegen alle Ansprüche», sagt Ehrlicher. Es sei dreimal stärker als normales Glas und mehr als fünfmal bruchfester. Als nächste Schritte planen sie, in das Verbundmaterial «intelligente Technologie» zu integrieren, um Eigenschaften wie Farbe, Mechanik und Leitfähigkeit des Glases zu verändern.

Autor(in) Wolfgang Kempkens, pte



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