Hardware-Tipps 27.10.2021, 11:55 Uhr

TV-Technik verständlich erklärt

Wann ist der Kauf eines Fernsehers eigentlich so kompliziert geworden? Abstrakte und zweideutige Begriffe führen oft dazu, dass Kaufwillige resignieren und zum erstbesten Gerät greifen. Das muss nicht sein: Wir zeigen, welche Eigenschaften wirklich wichtig sind.
(Quelle: Shutterstock/Vasyl Shulga; Sergey Dzyuba)
Fast schon wehmütig könnte man an die gute alte Zeit zurückdenken, als die Mattscheibe einfach über ein Koaxkabel mit der Antennendose verbunden wurde, um den Empfang sicherzustellen. Heute ist der Kauf eines Fernsehers mindestens so kompliziert wie der eines Computers. Und weil sich die meisten von uns nur alle paar Jahre damit beschäftigen, muss das Thema jedes Mal neu erarbeitet werden.
Die Sache ist nur halb so wild, wenn Sie die wichtigsten Kriterien und Fachbegriffe kennen. Eines jedoch vorweg: Fast alle Modelle arbeiten mit denselben Schlagwörtern, wie zum Beispiel «HDR». Behalten Sie einfach im Hinterkopf, dass es nicht «das eine HDR» gibt; genauso wenig, wie es «den Lautsprecher» gibt. Je nach Preisklasse sind die qualitativen Unterschiede überdeutlich zu sehen.

Die Auflösung

Gehen wir die Aufwärmrunde gemütlich an. Die Frage nach der richtigen Auflösung ist heute schnell beantwortet. In unseren Breitengraden sind die meisten Fernseher mit 4K respektive UHD aufgelöst, also mit 3840 × 2160 Pixeln. Eine geringere Full-HD-Auf­lösung (1920 × 1080 Pixel) finden Sie heute nur noch bei kleinen, billigen Fernsehern, die Sie sich in das Wohnmobil oder in den Bastelkeller stellen, Bild 1.
Bild 1: Full HD gibts nur noch in Billigmodellen wie dem Philips TV 24PFS6805 für 270 Franken
Quelle: PCtipp.ch
Am anderen Ende des Spektrums warten die 8K-Geräte, die mit enorm hohen 7680 × 4320 Bildpunkten auflösen. Doch von 8K-Inhalten sind wir noch Jahre entfernt – sowohl beim Fernsehprogramm als auch bei den Streamingdiensten oder den Spielkonsolen. Das Thema kommt auch deshalb nicht in die Gänge, weil Sie sehr nahe vor einem sehr grossen Gerät sitzen müssen, um einen Unterschied zu 4K festzustellen.
Tipp: Die Bildqualität auf einem hochwertigen 4K-Fernseher ist besser als jene auf einem mittelprächtigen 8K-Modell.



Kommentare

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Rietramer
03.02.2021
Was ist das für ein Kauderwelsch im Lead: "Abstrakte Begriffe und zweideutige führen oft dazu..." ?

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Gaby Salvisberg
03.02.2021
Hallo Rietramer Kauderwelsch ist es eigentlich nicht. Es wäre wohl so gemeint gewesen - "abstrakte Begriffe - und auch zweideutige (Begriffe)"... aber man stolpert wohl schon etwas über diese Auslassung. Ich stelle den Satz um. Danke für den Hinweis!

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murphych
05.02.2021
Danke für die ausführlichen Beschreibungen der Begriffe. Hilft weiter!

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Poldi
07.02.2021
Autsch! Alles ganz einfach? Das sieht nach viel Arbeit aus. Da wird es leider viele abgehängte geben. Ein Kurs an einer technischen Hochschule gebucht und dann in das Geschäft gestürmt. Ich hoffe das mein alter B&O Fernseher noch lange mitmacht und ich von diesen Entscheidungskriterien entbunden bin. Danke und Gruss Poldi

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Klaus Zellweger
08.02.2021
Autsch! Alles ganz einfach? Das sieht nach viel Arbeit aus. Da wird es leider viele abgehängte geben. Ein Kurs an einer technischen Hochschule gebucht und dann in das Geschäft gestürmt. Ich hoffe das mein alter B&O Fernseher noch lange mitmacht und ich von diesen Entscheidungskriterien entbunden bin. Jein. Die Begriffe klingen tatsächlich sehr abstrakt. Aber es geht bei solchen Artikeln nicht darum, dass alles von jedem verstanden wird. Wenn du ein begeisterter Gamer bist und «ALLM» nachschlägst, wird dir sofort klar, wo der Nutzen liegt. Wenn du hingegen mit Gaming überhaupt nichts am Hut hast, dann weisst du jetzt, dass du das Kürzel getrost wieder vergessen kannst, weil es für dich unwichtig ist. Und damit ist das Ziel ebenfalls erreicht … hoffe ich. ;)

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Poldi
08.02.2021
Jein. Die Begriffe klingen tatsächlich sehr abstrakt. Aber es geht bei solchen Artikeln nicht darum, dass alles von jedem verstanden wird. Wenn du ein begeisterter Gamer bist und «ALLM» nachschlägst, wird dir sofort klar, wo der Nutzen liegt. Wenn du hingegen mit Gaming überhaupt nichts am Hut hast, dann weisst du jetzt, dass du das Kürzel getrost wieder vergessen kannst, weil es für dich unwichtig ist. Und damit ist das Ziel ebenfalls erreicht … hoffe ich. ;) Ich habe ALLM nachgeschlagen und sogar verstanden. Aber ich brauche dies nicht. Dein Vorschlag ist vielleicht eine Lösung. Wenn ich es brauche, muss ich mich irgendwie klug machen und wenn nicht, dann vergessen. Kann ich akzeptieren. Man kann nicht überall mitschwimmen. ☹️ Gruss Poldi