DaVinci Resolve: Tipps für den einfachen Videoschnitt

Fusion, Color und Fairlight

Nach dem Edit-Modus kommen drei Modi, die für mehr Tiefgang sorgen. Fusion ist ein mächtiges Werkzeug zur Erstellung grafischer Elemente – ähnlich wie Adobes After Effects, nur halt in der gleichen App. Hier können Sie mit einem Node-Editor so ziemlich alles zusammenbasteln, was irgendwie mit Grafiken und Animationen zu tun hat. Für unseren Einsteigerkurs ist das aber zu kompliziert. Blackmagic bietet bei Interesse ein 379-seitiges Handbuch nur zu Fusion.
Color ist nicht unbedingt anfängerfreund­licher als Fusion, aber für mich mit Foto-Vor­kenntnissen etwas leichter zu verstehen. Und: Für Anfänger kann es schon reichen, ein paar LUTs auszuprobieren. Diese Look-up-Tables sind quasi das Profi-Äquivalent der beliebten Instagram-Filter und können Ihrer Aufnahme einfach ein wenig mehr Wumms verleihen.
Tipp: Automation
Rot A zeigt, dass ein Keyframe an dieser Stelle steht. Mit dem eckigen Pfeil B springen Sie zum nächsten gesetzten Keyframe
PCtipp.ch
Ein wichtiges Konzept, das Sie zum Be­arbeiten von Videos kennen sollten, ist das Keyframing. Dabei werden Markierungen im Zeitstrahl gesetzt, die an bestimmte Parameter und Werte gebunden sind. Ein Beispiel: Sie möchten eine Grafik vom linken Rand her ins Bild rauschen lassen. Platzieren Sie zunächst die Grafik so im Bild, wie sie final stehen soll. Klicken Sie nun neben Position auf das aufgestellte Quadrat, um einen Keyframe zu setzen. Dies bedeutet, dass die Position der Grafik zu diesem Zeitpunkt die eingestellten Werte betragen soll. Bewegen Sie den Abspielkopf um einige Frames nach hinten. Jetzt passen Sie den Position-Wert so an, dass die Grafik aus dem Bildbereich verschwindet. Achten Sie darauf, dass durch die Anpassung automatisch ein Keyframe gesetzt wird. Lassen Sie das Video kurz laufen. Sie sehen, dass die Grafik zwischen den zwei Keyframes animiert wird. Sie bewegt sich dem direkten Weg entlang von den Koordinaten beim ersten Keyframe zu den Koordinaten beim zweiten Keyframe. Je weniger Zeit dazwischen liegt, desto schneller geht die Animation. Solche Keyframes lassen sich für fast alle Parameter setzen. Damit können Sie beispielsweise Elemente wie Lautstärke, Position und Grösse von Grafiken, Zoom­level oder auch Bilddrehungen automatisieren und animieren.
Ansonsten ist es für einfache Arbeiten vor allem nützlich, die Farbräder unten links zu beherrschen, Bild 9. Damit verwalten Sie Farbton, Helligkeit und weitere Werte, um Ihr Bild interessant aussehen zu lassen. Falls Sie bereits Foto-Vorkenntnisse haben, dürften Sie schnell damit zurechtkommen. Mit 345 Seiten ist sogar das offizielle Handbuch vergleichsweise schlank.
Bild 9: Im Abschnitt Color verwalten Sie die Farbe Ihrer Clips
Quelle: PCtipp.ch
Dann wäre da noch Fairlight. Das ist wie Fusion ursprünglich eine eigene App, sie kommt deshalb mit einem Flurnamen. In ­Fairlight verwalten Sie den Ton des Projekts. Das heisst hauptsächlich: Level angleichen und Effekte draufpacken. Hier ähnlich wie bei Color: Wenn Sie schon Erfahrungen mit Audio-Bearbeitung gemacht haben, ist Fairlight ein Klacks. Ansonsten gibt es ein 643-seitiges Handbuch, Bild 10.
Bild 10: Fairlight ist für Audio da – aber nur, wenn es wirklich ins Detail geht
Quelle: PCtipp.ch



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