Test: Luminar A.I. Update 4

Es gibt viel zu tun

Der Himmel ist vielleicht die grösste Versuchung, weil die Wolken so glaubhaft sind und die Maskierung des Vordergrundes so gut funktioniert. Doch darüber hinaus warten noch viele andere Regler, die sich am besten mit der kostenlosen Demoversion erkunden lassen, die auf der Website des Herstellers zu finden ist.
Dabei kennt Luminar sehr wohl klassische Regler für die Optimierung der Lichter, Schatten und mehr – doch die gibt es in jeder Software. Interessant wird es dann, wenn die Lichtstimmung verändert, Elemente hinzugefügt oder der Aufbau verändert wird. So kümmert sich Bildaufbau A.I. um einen neuen Ausschnitt, falls der Fotograf bei diesem Thema nicht so sattelfest ist. Meistens leistet Luminar Erstaunliches, doch nicht alle Funktionen arbeiten gleich gut. Radieren haben wir in anderen Programmen schon besser gesehen:
Niemand mag fremde Menschen … und schon gar nicht im Bild
Quelle: PCtipp.ch
Also doch Photoshop (ausnahmsweise)
Quelle: PCtipp.ch
Enhance A.I. wiederum verbessert die Belichtung und die Stimmung. Ohne diesen Regler als ersten Arbeitsschritt geht fast gar nichts, und darum steht er zu Recht ganz oben. Andere Funktionen wie Superkontrast oder Struktur A.I. heben die Kontraste in den Mitteltönen an und sorgen für knackige Bilder. In anderen Programmen wie Lightroom oder Capture One entsprechen sie vermutlich am ehesten der Funktion Klarheit. Luminar kann es allerdings besser, weil das Gesicht und die Haut automatisch von der Behandlung ausgenommen werden – denn Haut wird mit Klarheit nicht schöner, im Gegenteil. Und so geht es Schlag auf Schlag. Bei Gesichtern lassen sich die Augen aufhellen, die Lippen hervorheben oder die Zähne bleichen, um nur einige Beispiele zu nennen.
Die Funktionen sind da … aber was gibt es bei einem solchen Gesicht noch zu verbessern, Syklum? (Mitgeliefertes Übungsbild)
Quelle: Skylum
Die Funktion Stimmung wiederum legt zum Beispiel einen feinen Nebel über die Szene. Texturen sorgen hingegen für simulierten Lichteinfall oder einfach für eine märchenhafte Kulisse.
Texturen und Einblendungen sorgen für eine malerische, verträumte Stimmung
Quelle: PCtipp.ch
Natürlich lassen sich alle diese Effekte auch in Photoshop realisieren. Doch das bedingt nicht nur viel Können, sondern auch jede Menge Zeit und die passenden Assets: Nicht alle von uns können auf 30 eindrückliche Himmelsformationen zugreifen. Luminar hingegen macht diese Aufgaben auch für jene Fotografen zum Klacks, die bis anhin mit der Bildverarbeitung nichts am Hut hatten.


Kommentare

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renelutz
29.07.2021
Beim Radieren müssen Sie halt noch etwas üben Herr Zellweger....