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Nikon Z50 im Test

Warum man sich die Nikon Z50 kaufen sollte, ist einfach zu beantworten. Die Frage lautet mehr: Wer soll sich die Z50 kaufen?

von Luca Diggelmann 07.01.2020

Die Zeit der billigen Einsteigerkameras ist vorbei. Diese wurden längst von Smartphones abgelöst. Die neue Einsteigerkamera kostet rund 900 Franken und bietet mehr, als die Mittelklasse vor zehn Jahren zu träumen wagte. Nachdem Nikon letztes Jahr den Sprung in den spiegellosen Markt erst so richtig wagte, folgt jetzt eine APS-C-Variante, die noch ein wenig nach ihrer passenden Zielgruppe suchen muss.

Kompakt und leistungsfähig geht heutzutage auch beides Kompakt und leistungsfähig geht heutzutage auch beides Zoom© Nikon

Äusseres und Bedienung

Nikon bleibt sich auch bei den APS-C-Mirrorless-Modellen treu. Schon die Vollformat-Modelle Z6 und Z7 trugen die Design- und Bedienungsphilosophie von Nikon-DSLRs weiter. Die Z50 ist im Prinzip einfach eine leicht geschrumpfte Z6. Das ist auch gut so, denn ein funktionierendes System kann man gut und gerne leben lassen. So ist die Z50 für jeden bisherigen Nikon-Nutzer sofort verständlich und auch neue Nutzer sollten schnell damit klarkommen. Im Vergleich zu den grösseren Geschwistern ist die Z50 ein wenig einfacher gehalten. Einige Knöpfe fallen weg, allem voran der Joystick auf der Rückseite. Konzeptuell bleibt aber alles gleich. Die Rädchen sind am gleichen Ort platziert, der Ein-/Aus-Kippschalter ist um den Auslöser geschlungen, direkt daneben gibt es Zugriff auf Video, ISO und Belichtungskorrektur.

Die Bedienelemente der Z50 sind Nikon-Nutzern direkt bekannt Die Bedienelemente der Z50 sind Nikon-Nutzern direkt bekannt Zoom© Nikon

Wie bisher setzt Nikon auf zwei Bedienrädchen, eines auf der Front unter dem Auslöser und eines in Daumenreichweite auf der Rückseite. Dies im Gegensatz zu vielen Konkurrenten, die ihre Blendeneinstellungen auf dem Objektiv anbringen und dafür ein ISO-Rad verbauen. Die Vorteile der Nikon-Variante zeigen sich vor allem bei den neuen DX-Objektiven, die mit einem zusätzlichen Blendenrad wohl kaum so kompakt ausgefallen wären.

Der Griff der Z50 ist gross genug, was bei einer kompakt gehaltenen Kamera sehr angenehm ist Der Griff der Z50 ist gross genug, was bei einer kompakt gehaltenen Kamera sehr angenehm ist Zoom© Nikon

Ebenfalls wie gewohnt ist die Software. Zwar wird auch Nikons Menüstruktur durch immer mehr Funktionen auf den Prüfstand gestellt. Allerdings funktioniert das System noch immer und ist relativ leicht zu verstehen. Die wichtigsten Funktionen können zudem auf ein Schnellzugriffsmenü gepackt werden.

Kein LCD auf der Oberseite, dafür ein Modusrad Kein LCD auf der Oberseite, dafür ein Modusrad Zoom© Nikon

Etwas enttäuschend ist der Touchscreen der Z50. Das Display an sich ist komplett in Ordnung. Allerdings verwendet Nikon die Touch-Funktion nur für bestimmte Dinge. Eine vollumfängliche Touch-Steuerung, wie man sie vom Smartphone gewöhnt ist, gibt es nicht. Um Platz zu sparen, hat Nikon zudem einige Buttons statt physisch als Touch-Buttons neben das Display gepackt. Glücklicherweise benötigt man diese Funktionen nur selten und kann die Buttons relativ gut ignorieren.

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