Open Source Win/Linux/Mac 13.11.2025, 10:00 Uhr

Verschlüsseln mit VeraCrypt – so gehts

Wer unter Windows kein BitLocker oder unter Linux kein LUKS verwenden kann oder will, greift zum Verschlüsseln von Containern oder Laufwerken mit Vorteil zu VeraCrypt.
(Quelle: PCtipp.ch)
VeraCrypt ist die Alternative für jene, die kein BitLocker verwenden wollen oder können. Mit dem Open-Source-Programm für Windows, Linux und Mac verschlüsseln Sie wahlweise Container oder ganze Laufwerke.
Ein weiterer Anwendungszweck wäre das Verschlüsseln einer Datenpartition auf Dual-Boot-Systemen (Windows/Linux), damit beide Betriebssysteme darin Dateien lesen und schreiben können. Es gibt für Windows auch eine Portable Version, die keine Installation erfordert und die Sie zum Beispiel zusammen mit dem verschlüsselten Container auf einen USB-Stick ablegen und mitnehmen können.
Das Wichtigste: Die Verschlüsselung mit VeraCrypt ist in hohem Masse sicher. Ein gutes Kennwort vorausgesetzt (allenfalls in Verbindung mit einer Schlüsseldatei), ist ein damit verschlüsselter Datenträger oder Container unknackbar. Niemand – auch nicht die VeraCrypt-Entwickler – kann Ihre Daten entschlüsseln. Das bedeutet: Wenn Sie Ihr Kennwort oder die (optionale) Schlüsseldatei verlieren, kommen Sie auch nie wieder an Ihre Daten heran.
Ebenfalls wichtig: Auch zum Ausführen der portablen Version von VeraCrypt benötigen Sie Admin-Rechte.
Wir zeigen die Funktionsweise von VeraCrypt auf den nächsten Seiten anhand eines einfachen passwortgeschützten Containers, den wir unter Windows auf einem USB-Stick erstellen. VeraCrypt ist allerdings ein mächtiges Tool mit vielen weiteren Funktionen für Profis. Das Nachfolgende ist daher nur die Spitze des Eisberges.

Was ist ein Container?

Ein Container ist eine grosse Datei, die eine Art Ordner mit Ihren darin gespeicherten Dateien enthält. Beim Öffnen stellt Ihnen VeraCrypt diesen Ordner nach Eingabe des Kennworts in Form eines Laufwerksbuchstabens zur Verfügung. Als hätten Sie eine zusätzliche Festplatte angestöpselt. Wer das Kennwort nicht hat, sieht stattdessen einfach eine grosse Datei voller Zeichensalat. Ohne Kennwort ist absolut nichts über den Inhalt des Containers zu erfahren, auch keine Dateinamen (anders als z. B. bei verschlüsselten Zip-Dateien).



Kommentare
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Masche
14.11.2025
Ich komme aus der Windows Welt und verwende seit kurzem auch Linux. Da im Artikel steht, dass VeraCrypt auch unter Linux läuft, wollte ich VeraCrypt auch dort installieren. Leider gibt es (wie immer) nur eine Anleitung für Windows, nicht für Linux. Schade, dass Linux nicht besser unterstützt wird.

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LGPCT
14.11.2025
@Masche Eine kurze Google-Suche bringt zilionen von Anleitungen für Linux. VeraCrypt funktioniert unter Linux gleich wie unter Windows, nur die Installation ist etwas anders. Einige Beispiele: Veracrypt für Einsteiger: So sichern Sie Linux ab VeraCrypt unter Ubuntu 24.04 installieren – Schritt-für-Schritt-Anleitung Veracrypt: Installation für Linux

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Masche
15.11.2025
@Masche Eine kurze Google-Suche bringt zilionen von Anleitungen für Linux. VeraCrypt funktioniert unter Linux gleich wie unter Windows, nur die Installation ist etwas anders. Mit dem Argument "zilionen Anleitungen" bräuchte man auch den Artikel nicht, weil es ja auch für Windows "Zilionen" Anleitungen gibt. Der Unterschied ist, dass man bei Windows Programme intuitiv (runterladen, anklicken, warten, starten) installieren kann. Bei Linux muss man meist viele kryptische Befehle ins Terminal eingeben, die man als Neuling nicht kennt. Jedesmal zig Anleitungen durchlesen, um so etwas alltägliches, wie Programme zu installieren, kann es doch nicht sein. Zudem muss man schon beim Start Insiderwissen haben. Beispiel: In Deiner verlinkten Anleitung steht beim ersten Befehl "$ sudo apt update". Klickt man in der Anleitung auf den Knopf "copy code" und fügt den kopierten Befehl im Terminal ein, kommt lediglich die Antwort "$: Befehl nicht gefunden", bis man merkt, dass mit "$" das "~$" der Kommandozeile gemeint ist und im kopierten Text das "$" zuerst löschen muss, bevor man Enter drückt. Und so (zuerst $ löschen) geht das bei jedem neuen Befehl weiter. Für Linuxkenner logisch, für Neulinge ein Stolperstein. Trotzdem vielen Dank für Deinen Link, den man aber auch im Artikel leicht hätte einfügen könnte. Darum ging es mir letzlich ja in meinem Kommentar.

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Masche
15.11.2025
Noch drei weitere Anmekungen zu den Anleitungen im Internet: 1. Ich habe erfolgreich dank Deiner Hilfe VeraCrypt installiert. Ich habe es aber in der Anwendungsverwaltung nicht gefunden, kann es daher auch dort nicht deistallieren. Vermutlich muss ich wieder das Internet bemühen, um herauszufinden, wie ich mittels Terminal das Programm los werde. 2. Ich habe erfolgreich nach der Anleitung des Programmieres ein neues Programm installiert. Als ich das Terminal schliessen wollte, kam eine Meldung, dass noch ein Programm aktiv sei. Ich habe nicht gescheites im Internet gefunden, wie ich das Programm beenden (nicht abschiessen!) kann. Beim nächsten Aufstarten war das neu installierte Programm leider wieder weg. 3. Auf Grund meiner an sich guten Erfahrungen mit Linux wollte ich Linux auf meinem MacBook installieren. Das hat prima funktioniert ausser, dass ich keinen Ton und kein WLAN hatte. Trotz tagelangem Suchen im Internet und Ausprobieren von x gefundenen Anleitungen war ich nicht erfolgreich, obwohl es immer hiess, es sollte kein Problem sein.

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LGPCT
15.11.2025
@Masche Ich kann dein Argument nachvollziehen. Das Heft wird vermutlich meistens von Windows Anwendenden gelesen... Ja, auch bei Linux müssen ein paar Dinge gelernt werden, aber auch da nur ein mal. Danach sind auch die Anleitungen klar. bräuchte man auch den Artikel nicht Ja, brauchts eigentlich auch nicht, wird (fast) alles im Internet gefunden. Aber manchmal ist es gut eine Zusammenfassung in einfacheren Worten zu haben.

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Billmar
15.11.2025
Ja, auch bei Linux müssen ein paar Dinge gelernt werden Das kann ich nur bestätigen :-). Im Zusammenhang mit dem Installieren/Deinstallieren von Programmen sind folgende paar Befehle hilfreich (Debian/Ubuntu): Installation: [CODE]sudo apt update && sudo apt install <Programmname>[/CODE] sudo apt update: Aktualisiert die Paketliste, um die neuesten Versionen von Paketen zu erhalten, die installiert werden können sudo apt install <Programmname>: Installiert das angegebene Programm Deinstallation: [CODE]sudo apt remove <Programmname>[/CODE] Dieser Befehl deinstalliert das Programm, behält aber die Konfigurationsdateien bei [CODE]sudo apt --purge remove <Programmname>[/CODE] Dieser Befehl deinstalliert das Programm und entfernt auch alle Konfigurationsdateien Aufräumen (nur für Debian/Ubuntu): [CODE]sudo apt autoremove[/CODE] Dieser Befehl entfernt alle Pakete, die automatisch als Abhängigkeiten installiert wurden und nicht mehr benötigt werden Hinweise: Ersetze <Programmname> durch den Namen des Programms, das du installieren oder deinstallieren möchtest Für andere Linux-Distributionen können die Befehle abweichen. Beispielsweise verwendet Fedora oder CentOS den Befehl [CODE]sudo dnf install <Programmname>[/CODE] Sei aber vorsichtig beim Deinstallieren von Programmen, die du nicht kennst, da die Entfernung von Abhängigkeiten zu Problemen führen kann. Gruss Mario