Tipps & Tricks 30.06.2021, 12:50 Uhr

5 Tipps, um kostenlos Fotos mit der Familie zu teilen

Ob über einen Cloud-Speicher, einen Messaging-Dienst, Facebook oder über die Schweizer WeTransfer-Alternative – so gehts.
Die Temperaturen sind immer häufiger sommerlich, die Familie kommt wieder vermehrt zusammen. Irgendjemand fotografiert immer das gesellige Beisamensein. Vorbei sind die Zeiten (hoffentlich), als der Onkel in den Tagen danach eine CD mit Fotos brannte und sie per Post verschicken musste. Heutzutage können Sie noch während des Festes via Messenger oder Cloud die eingefangenen Familienmomente teilen.

Tipp 1: Für Cloud-Freudige: myCloud, kDrive, Google One bzw. Google Fotos

Wer beim Wort Cloud (Deutsch «Wolke») nicht innerlich zusammenzuckt und die Vorteile eines Cloud-Dienstes schätzt, dem bieten diese Optionen eine bequeme Möglichkeit, Fotos zu teilen. Besorgen Sie sich einen der vielen kostenlosen Cloud-Speicher-Dienste (wenn Sie nicht bereits einen haben) und schicken Sie Ihre Fotos direkt dorthin. 

Swisscom myCloud

MyCloud ist der Schweizer Online-Speicherdienst der Swisscom. Für die Nutzung ist eine (kostenlose) Registrierung erforderlich (Swisscom-Login). Aus diesen Konten können einzelne Bilder, Alben oder auch Ordner via Link mit anderen Personen geteilt werden.
Das kostenlose Abo «Light» bietet 10 GB Speicher
Quelle: Screenshot/PCtipp.ch
Dies ist möglich via mobiler App, Webclient oder auch aus dem Desktopclient heraus. Der oder die Teilende kann festlegen, ob ein Empfänger z.B. zu einem Album oder Ordner Dateien hinzufügen oder diese nur anschauen darf.
Beim Gratis-Abo «Light» erhalten Sie 10 GB Speicher. Ausserdem sind die kostenpflichtigen myCloud-Abos Standard (250 GB) und Pro verfügbar (2 TB/5 TB/10 TB). Die myCloud-Abos Standard und Pro sind für Swisscom-Kunden mit InOne-, Infinity-, Vivo- und NATEL-go-Abo inklusive. Zu den Abos geht es über diesen Link.
Teilen-Details
Quelle: Screenshot/PCtipp.ch
Alle, die einen myCloud-Account haben, können ihre persönliche myCloud mit einem TV-Client (myCloud-App auf Swisscom TV, native Android/Smart-TV-App, Apple-TV-App) verbinden und dort Bilder anschauen. Dies, auch wenn man kein Swisscom-TV-Nutzer ist. Swisscom verwendet Schweizer Server. 
Nachdem Sie Fotos hochgeladen haben, können Sie ein Foto (oder Album) teilen. Klicken Sie auf das gewünschte Bild/Album und wählen dann auf der rechten Seite im Menü das Drei-Punkte-Symbol und anschliessend Teilen. Ob Sie nun ein Bild oder Album teilen, die Freigabedauer beträgt 30 Tage. Wer ein Album teilt, kann per Schieberegler angeben, ob Empfänger Inhalte hinzufügen dürfen oder nicht. Mit der Gratis-Version können Sie kein Passwort setzen (kostenpflichtiges Upgrade nötig).
Redaktionshund Cody im Homeoffice
Quelle: cma/PCtipp.ch
Allerdings sollten Sie trotz Foto-Speicher in der Cloud nicht vergessen, regelmässig ein lokales Backup und/oder eines auf einem externen Datenträger zu erstellen. Denn im Juli 2019 kam es bei der Swisscom zu einer Datenpanne. Durch einen selbstverschuldeten Fehler des Telkos wurden Fotos Hunderter Kunden gelöscht (PCtipp berichtete). Die Daten konnten nur teilweise wiederhergestellt werden.

kDrive (Infomaniak)

Wer kein Kunde von Swisscom ist und ausserdem eine Google-Alternative sucht, der wird vielleicht beim Schweizer Webhoster Infomaniak fündig. Seit einer Weile ist auch eine App für kDrive verfügbar (Android, iOS).
Nebst Videodienst kMeet (basiert auf Jitsi) und dem Schweizer E-Mail-Dienst ik.me (PCtipp berichtete) bietet der hiesige Webhoster auch den Cloudspeicher kDrive. Wer ein Gratis-E-Mail-Konto besitzt, hat 20 GB Speicher für Mails zur Verfügung, ausserdem gibts Zugang zum Cloudspeicher von kDrive. Allerdings hat man dort nur 3 GB Speicherplatz zur Verfügung, der relativ rasch aufgebraucht ist. 
So sieht kDrive (Webversion) aus
Quelle: Screenshot/PCtipp.ch
In dieser Form eignet sich kDrive in der Gratis-Version also nicht zum sinnfreien Ablegen von Fotos, aber durchaus, um Fotos zu teilen. Denn: Dateien oder Ordner können für andere freigegeben werden. Ihre Fotos werden anschliessend automatisch sichtbar und mit den Personen synchronisiert, die Zugriff haben. Eine Datei freigeben können Sie entweder in der Übersicht via Drei-Punkte-Symbol sowie Auswahl von Freigabe und Rechte.
Oder Sie haben beispielsweise ein Foto geöffnet, dann finden Sie hier den Schieberegler Freigabelink aktivieren. Etwas oberhalb auf der rechten Seite finden Sie Freigabe und Rechte. In den Einstellungen des Freigabelinks kann definiert werden, ob eine Person die Datei nur anschauen oder auch bearbeiten kann.
Freigabelink teilen
Quelle: Screenshot/PCtipp.ch
Zum Speicherplatz: Aus Erfahrung kann die Redaktorin sagen: 3 GB sind rasch aufgebraucht. Darum ist regelmässiges Aufräumen angezeigt. Oder Sie erweitern den Speicherplatz, das ist allerdings kostenpflichtig. Dies ist ab Fr. 4.99/Monat zu haben (für 2 TB) Speicherplatz.
Hier gehts ausserdem zu unserem Artikel 5 Einsteiger-Tipps für den Cloudspeicher-Dienst kDrive.

Tipp 1: Für Cloud-Freudige (Fortsetzung)

Google One/Google Fotos

Google One ist seit Dezember 2018 in der Schweiz verfügbar ( PCtipp berichtete ). Google One ist kein eigentliches zusätzliches Tool, um z.B. auf Fotos zuzugreifen, sondern eine Art Verwaltungskonsole für Ihre Google-Dienste und vor allem Ihren Cloud-Speicherplatz.
Google One Startseite mit Option Familienmitglieder hinzuzufügen
Quelle: Screenshot/PCtipp.ch
Der Speicherplatz steht für Google Drive, Gmail und Google Fotos zur Verfügung. Des Weiteren kann man seinen Speicherplatz mit bis zu fünf Familienmitgliedern teilen. Nebst Cloudspeicher bietet die Google-One-Mitgliedschaft beispielsweise Kontakt zu Google-Experten (Support) und Abonnenten profitieren von Zusatzfeatures wie beispielsweise mehr Filtern für die Foto- bzw. Videobearbeitung oder Rabatte auf ausgewählte Hotelbuchungen.
Des Weiteren kann man seinen Speicherplatz mit bis zu fünf Familienmitgliedern teilen. Google One ist kostenpflichtig und ab Fr. 20/Jahr (100 GB) verfügbar.  Hier gehts zu unserem Artikel Google One: Übersicht und praktische Tipps für das Cloud-Dashboard. Weitere Beispiele für Cloud-Speicher sind: Dropbox, Microsoft etc. Lesen Sie ausserdem unseren Artikel Schweizer Alternativen zu Dropbox (Stand: 2013).
Google Fotos
Hinweis: Seit 1. Juni 2021 ist Schluss mit unbegrenztem Gratisspeicher (PCtipp berichtete), warum Google One (s. oben) je nach Datenmenge nun eine Option ist, wenn man sehr viele Bilder hochlädt. Ab 1. Juni werden neue Fotos oder Videos, die Sie in hoher Qualität sichern, auf Ihren Gratis-Speicherplatz im Google-Konto angerechnet. Der kostenlose Speicherplatz beträgt 15 GB.
Album mit der Familie teilen
Quelle: Screenshot/PCtipp.ch
Wie Sie mit Google Fotos ein Album für Familienmitglieder freigeben, ist in diesem Tipp erklärt.

Tipp 2: Für (Hobby-)Fotografen: Flickr

Flickr

Wenn Sie eine Foto-Community schätzen und ausserdem einige Aufnahmen privat teilen möchten, ist Flickr eine gute Adresse
Quelle: Screenshot/cma/PCtipp.ch
Wenn Sie Fotos gerne mit einer (internationalen) Community teilen und sich austauschen möchten, ist Flickr seit Langem eine gute Adresse. Sie können Fotos aber auch auf privat stellen und dann mit Ihrer Familie teilen.
Laden Sie ein Foto (oder mehrere Bilder) hoch. In der Hochlademaske kann man bei den Eigentümer-Einstellungen auf privat («nur Du») wechseln. Hier kann man beispielsweise für seine privaten Fotos jeweils «Familie» wählen. Mit den gewünschten Einstellungen können Sie z.B. ein Album erstellen und dieses dann teilen. Das geht aber auch mit nur einzelnen Fotos. 
Hinweis: Seit Anfang 2019 sind kostenlose Konten auf 1000 Fotos (und Videos) begrenzt (PCtipp berichtete). Wer mehr Bilder hochladen möchte, muss auf Flickr-Pro upgraden (Jahres-Abo: 5,99 $/Monat oder Monats-Abo: 7,99 $/Monat). Ausserdem gibt es 2021 noch das 3-Monate-Pro-Abo für 21,99 $.

Tipp 3: Für Messenger-Fans: Threema, Wire, TeleGuard

Threema, Wire, TeleGuard

Familien-Gruppe: Bilder via Messenger Threema teilen
Quelle: Screenshot/PCtipp.ch
Nach dem Familien-Anlass (oder noch während des Festes) wünschen sich die Verwandten oft so schnell wie möglich ein paar (unbearbeitete) Fotos. Am liebsten per Nachrichten-App.
Sagen wir, jemand von Ihrer Verwandtschaft legt Wert auf Datenschutz und möchte nicht, dass Fotos als MMS oder sonstige unverschlüsselte Nachricht verschickt wird, geschweige denn via Facebook oder Instagram gepostet oder in eine Cloud etc. hochgeladen werden. 
Dann sind Ende-zu-Ende-verschlüsselte Messenger mit einer Familiengruppe eine gute Alternative. Hierzu können Sie beispielsweise Threema oder Wire verwenden. Unsere Tipps zur Verwendung von Threema finden Sie hier;

TeleGuard

Jüngster Neuzugang beim Messenger-Angebot ist TeleGuard. TeleGuard ist ein Messenger des Schweizer Unternehmens Swisscows AG, welches auch die Swisscows-Suchmaschine betreibt.
Nachrichten und Telefongespräche sind Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Nach Angaben der Entwickler stehen alle Server in Schweizer Rechenzentren und es werden keine Benutzerdaten auf Servern gespeichert. Sie können TeleGuard anonym, das heisst ohne Handynummer oder E-Mail-Adresse verwenden. Das Problem bei TeleGuard ist die Verbreitung. Im Umfeld der Redaktorin nutzt niemand diesen Messenger.
Hier gehts zu unserem App-Test.
PCtipp meint: Erstellen Sie eine Familien-Gruppe im Messenger Threema. Wir haben Threema gewählt, da der Messenger nebst Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auch Server in der Schweiz bietet und man dank Threema-ID keine Telefonnummer preisgeben muss. Alternativ bietet auch Wire teilweise Schweizer Server.
Natürlich ist dafür die Voraussetzung, dass alle – jung und alt – diesen Messenger installieren und wissen, wie er funktioniert. In der Familie der Autorin sind nicht alle gleich Technik-affin, und doch klappt es mit dem Schweizer Messenger. Falls dies ein Problem sein sollte, gibt es noch WhatsApp. Der beliebte Messenger ist extrem verbreitet und die Nachrichten sind mittlerweile standardmässig verschlüsselt.
Unseren grossen Messenger-Vergleich finden Sie übrigens in diesem Artikel.

Tipp 4: Für Facebook-Fans

Für Facebook-Fans

Beitrag erstellen und Fotos teilen
Quelle: Screenshot/PCtipp.ch
Der einfachste Weg ist, einen Beitrag mit Foto zu erstellen und unten zu definieren, wer das Bild sehen darf. Klicken Sie hierzu unten, rechts von News Feed auf das Drop-Down-Symbol (wer soll das sehen?).
Alternativ: Erstellen Sie zuerst eine Gruppe für die Familie (falls nicht schon gemacht). Fügen Sie die Mitglieder der Familie hinzu und wählen Sie bei Privatsphäre Geschlossene Gruppe oder Geheime Gruppe (wir wählten Letzteres). Klicken Sie auf Erstellen.
Klicken Sie auf die soeben erstellte Gruppe (Gruppen, die Sie verwalten). Nun können Sie in die Gruppe direkt Fotos hochladen, indem Sie neben Beitrag erstellen die Option Foto/Video wählen. 
Erstellen Sie eine «geschützte» Familien-Gruppe auf Facebook
Quelle: Screenshot/PCtipp.ch

Tipp 5: Für alle, welche die anderen Optionen en Seich ...

Tresorit Send

Eine Schweizer Alternative zu WeTransfer ist Tresorit Send. Das Filehosting-Unternehmen bietet einen ebenfalls kostenlosen Dienst zum Teilen grosser Dateien (bis zu 5 GB) an (Tresorit Send). Klicken Sie links auf das Plus-Symbol und wählen Sie die Datei aus. Auch hier geben Sie Ihre Mailadresse sowie jene des Empfängers an.
Die Schweizer WeTransfer-Alternative: Tresorit Send (Stand: Juni 2021)
Quelle: Screenshot/PCtipp.ch
Hinweis: Auf Wunsch können Sie den Link mit einem Passwort schützen (kostenlos). Ausserdem gibt es beispielsweise die Optionen E-Mail-Benachrichtigung bei Öffnungsversuchen oder man kann ein Zugriffsprotokoll aktivieren.
Update: 30.6.21: Firefox Send ist mittlerweile nicht mehr verfügbar.

WeTransfer

Die bekannteste und internationale Variante ist WeTransfer. Bei WeTransfer können Sie bis zu 2 GB Daten versenden, müssen sich nicht registrieren und der Dienst ist kostenlos.
Auf der WeTransfer-Webseite geht es gleich los: Klicken Sie auf Dateien hinzufügen, tippen Sie eine E-Mail-Adresse (bis zu drei Adressen sind möglich) sowie Ihre eigene E-Mail-Adresse ein. Alternativ kann ein Ordner ausgewählt werden. Anschliessend können Sie noch eine Nachricht hinzufügen, z.B. «Die Highlights der Geburifeier von Tante Ursula!».
Kostenlos, aber nur mit der Pro-Variante kann man einen Link mit enem Passwort schützen (Stand: Juni 2021)
Quelle: cm/PCtipp
Die Bilder können Sie entweder per E-Mail oder per Link verschicken. Diesen können Sie selbst via E-Mail verschicken. Tippen Sie hierzu unten auf das Drei-Punkte-Symbol und wählen Sie statt E-Mail die Option Übertragungslink erstellen.
Hinweis: Diesen Link mittels Passwort zu schützen oder nach einer gewissen Zeitspanne zu löschen funktioniert leider nur mit der WeTransfer-Pro-Version (ab 12 Euro pro Monat und Person). Der Passwortschutz ist z.B. bei Tresorit Send gratis.
Wer noch ZIP-Archive erstellt, um mehr Bilder auf einmal verschicken zu können, findet hier eine Anleitung, wie man ein Archiv mit 7-Zip erstellt.
Auf die Retro-Varianten – Fotos via E-Mail oder auf DVD gebrannt zu verteilen oder per Brieftaube zu schicken – haben wir an dieser Stelle verzichtet.
(Dieser Artikel erschien erstmals im Jahr 2020 und wurde am 30.06.21 aktualisiert und ergänzt.)



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