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HTC stellt AI-Brille Vive Eagle vor

Mit der Vive Eagle bringt HTC eine leichte, AI-gestützte Brille auf den Markt, die Fotografie, Sprachassistenz und Übersetzungsfunktionen kombiniert. Zunächst startet das Modell exklusiv in Taiwan – ein Schweizer Marktstart ist bislang nicht angekündigt.

HTC Vive Eagle: Die AI-gestützte Brille mit Kamera- und Übersetzungsfunktionen ist zunächst nur in Taiwan erhältlich

© (Quelle: HTC)

HTC hat mit der Vive Eagle ein neues Wearable vorgestellt, das Funktionen einer AI-Assistenz in eine Sonnenbrille integriert. Das Modell wiegt weniger als 49 Gramm, bietet einen offenen Ohrhörer-Ansatz mit räumlichem Klang und verfügt über eine 12-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera. In Taiwan liegt der Verkaufspreis bei 15.600 TWD, umgerechnet rund 450 Euro.

Über den integrierten Sprachassistenten „Vive AI“ können Nutzer Fotos und Videos aufnehmen, Erinnerungen speichern oder Informationen abrufen, ohne ein zusätzliches Gerät zu bedienen. Die Kamera arbeitet auf Wunsch mit externen KI-Plattformen wie Google Gemini oder OpenAI GPT, wobei HTC betont, dass Daten lokal gespeichert und bei externer Nutzung anonymisiert werden.

Detailaufnahme der Vive Eagle in der Farbvariante Coffee

© Quelle: HTC

Eine zentrale Funktion ist die Übersetzung in 13 Sprachen. Inhalte, die mit der Kamera aufgenommen werden, lassen sich in Echtzeit ins Gesprochene übertragen, und das ohne separate App oder Smartphone-Verbindung. Die Brille ist mit Zeiss-Sonnenbrillengläsern ausgestattet, der Akku ermöglicht laut Hersteller bis zu 4,5 Stunden Musikwiedergabe. Geladen wird magnetisch; zehn Minuten Ladezeit sollen für rund die Hälfte der Akkukapazität reichen.

HTC positioniert die Vive Eagle im Marktsegment smarter Brillen, in dem sich auch Meta mit den Ray-Ban Meta Glasses, Xiaomi mit AI-fähigen AR-Brillen oder kleinere Anbieter wie Brilliant Labs bewegen. Im Vergleich zu vielen Modellen kombiniert HTC mehrere Funktionen – Kamera, Übersetzung, Musik und Sprachassistenz – in einem Alltagsdesign und legt besonderen Wert auf lokale Datenverarbeitung.

Für den deutschen und Schweizer Fachhandel ist das Produkt derzeit nur eingeschränkt relevant. Der Verkaufsstart erfolgt zunächst ausschliesslich in Taiwan in Kooperation mit dem Mobilfunkanbieter Taiwan Mobile und der Optikkette 2020EYEhaus. Ohne Ankündigung eines europäischen Vertriebs oder konkreter Vermarktungspartner bleibt der unmittelbare Absatz über den hiesigen Handel aus. Mittel- bis langfristig könnte das Modell jedoch als Beispiel für die wachsende Integration von AI-Funktionen in Wearables dienen – ein Trend, der für Anbieter von Connected Devices und Lifestyle-Elektronik auch hierzulande interessant werden dürfte.

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