Für die Verwendung von Roadtrips benötigen Sie ein Konto bzw. müssen sich anmelden. Sie können direkt vom Routenplaner darauf zugreifen. Mangels Ferien während der Testzeitspanne konnte die Redaktorin keine dieser schönen Routen ausprobieren.
Ausserdem können Sie Ihre Lieblingsstrecken importieren und synchronisieren (GPX-Dateien).
Updates und fehlende SIM-Karte
Via
Hauptmenü >
Einstellungen auf dem Gerät können Sie
Updates und neue Elemente herunterladen. Aktualisierungen werden via Wi-Fi durchgeführt. Kabellos, also via WLAN, geht es laut Hersteller schneller als bisher. Im Test hat es jedenfalls gut funktioniert und war schneller fertig als erwartet.
Software- und Kartenupdates sind beim TomTom Go Discover kostenlos. Laut Hersteller so lange, wie das Gerät offiziell von TomTom unterstützt wird. Auf Nachfrage heisst das, dass es vermutlich wie bisher über fünf Jahre sein wird, eventuell länger. Dies gilt nicht für Live-Services (siehe nächste Seite), bei denen der kostenlose Zugriff auf die Premium-Features nach einem Jahr ausläuft.
Grundsätzlich gibt es bei den Kartenupdates einerseits das quartalsweise grosse Update mit vollständigen Kartenupdates. Und andererseits einmal pro Woche ein kleines Update, das oberflächliche Änderungen wie Geschwindigkeitsangaben, Einbahnstrassenregelungen oder Änderungen von Strassennamen abdeckt.
Als TomTom das Navigationsgerät Go Discover ankündigte, beschwerten sich einige Nutzer in den Kommentaren darüber, dass das Gerät keine integrierte SIM-Karte hat.TomTom hat derzeit weltweit noch kein Navi mit integrierter 4G-SIM im Sortiment. Wer das Gerät in den Ferien nutzt und auf eine integrierte SIM-Karte hofft: TomTom hat für den TomTom Go Expert, das Nutzfahrzeug-Navi von TomTom, eine Variante mit 4G-SIM-Karte für den Herbst 2021 in Aussicht gestellt.
TomTom Live-Services
Wer ein TomTom Go Discover kauft, hat ein Jahr kostenlos Zugriff auf die Premium-Features, genannt Live-Services. Gemeint sind beispielsweise Radarkamera-Warnungen (sind in der Schweiz verboten), Infos zu Benzinpreisen, Parkplatzverfügbarkeiten abseits der Strassen oder Elektrofahrzeug-Ladepunkte und deren Verfügbarkeit.
Tankstellen
Für die Schweiz nutzt TomTom derzeit Preisinfos von 3740 Tankstellen; bei 3123 Tankstellen werden diese Informationen dynamisch angepasst, heisst es auf Anfrage. Diese Zahlen ändern sich kontinuierlich.
Beim Test wurde eine (sehr) kleine Tankstelle neben einem (kleinen) Migros-Partner-Shop auf dem Land prima erkannt.
Parkplatz
Nett ist auch die Parkplatz-Funktion. Sie können sich z.B. auch via Sprachsteuerung (siehe weiter hinten) zu einem Parkplatz lotsen lassen. Hier auf dem Land fand TomTom mehrere Parkplätze. Ein wenig auskennen sollte man sich dennoch, denn während es an einer Seitenstrasse von weissen Parklätzen nur so wimmelt, dachte das Go Discover, dass es da einfach einen gäbe.
Elektrofahrzeug-Ladepunkte
TomTom hat (Stand: 1.7.21) 3800 Ladestationen mit 8710 Ladesäulen in der Datenbank. Bei 3471 dieser Elektrofahrzeug-Ladesäulen liegen zudem dynamische Statusinformationen vor. Diese Zahlen ändern sich kontinuierlich.
Die Autorin wohnt auf dem Land im Kanton Zürich, in dieser Region wurde bei Testfahrten keine Ladesäulen angezeigt. Allerdings wurde bei einer Suche in Thalwil eine angegeben (siehe Bildergalerie auf der ersten Seite).
Live-Services-Abo-Kosten
Nach Ablauf der 1-jährigen Testzeit läuft das kostenlose Abo ab. Wer möchte, kann es kostenpflichtig verlängern. Das Gesamtpaket enthält Radarkamerawarndienst, Kraftstoffpreise, Verfügbarkeit von Parkplätzen und EV-Informationen. Dies kostet in der Schweiz «voraussichtlich» Fr. 3,99 pro Monat; mit einem Jahresabo Fr. 39,99, wie TomTom auf Nachfrage schreibt.
Hinweis: Nutzerinnen und Nutzer eines TomTom Go Discover können momentan noch kein Abo buchen. Erst nach Ablauf der kostenlosen Testphase wird dies möglich sein.
TomTom Traffic und Sprachsteuerung
TomTom Traffic: Stauvermeidung
Ähnlich wie bei Google Maps warnt TomTom Go Discover vor Stau auf Ihrer Fahrt. Da ich derzeit nicht nach Zürich ins Büro fahre, konnte dies nur bedingt getestet werden.
Beispiel: Bei einer Autofahrt von Bern in den Kanton Zürich fuhr die Autorin souverän in einen riesigen Stau bei Zürich Affoltern rein. Stauwarnung? Nicht die Bohne. Auf diversen kürzeren Fahrtstrecken bestand kaum Staugefahr, somit musste sich das TomTom auch nicht melden.
Allerdings kann sich diese Funktion natürlich lohnen, wenn man wieder täglich ins Büro nach Zürich etc. mit dem Auto pendelt. Ist das Go Discover mit dem Handy via Bluetooth verbunden, sollte dies klappen.
Sprachsteuerung
Damit man während des Fahrens nicht abgelenkt ist und auf dem Display herumtatscht, kann man die Sprachsteuerung nutzen. Beispielsweise: «Anweisungen Ein, «letzte Ziele», «Fahre zu Heimadresse», «Fahre zu einem Parkplatz» (anschliessend können Sie eine Listennummer nennen).
In der Theorie sehr nützlich, in der Praxis haperts noch. «Fahre zu Türlersee» wurde mehrfach nicht verstanden. Auch mit dem Adresshint: «Hausen am Albis, Türlersee» war nix los. Dann sprach ich wieder mal zu leise (OK, das kann vorkommen). Doch selbst als ich das Auto vollbrüllte, verstand mich TomTom nicht… Hier brauchen Sie also etwas Übung und vor allem Geduld…
Akkulaufzeit und Speed
Bei längeren Fahrten, auch unter einer Stunde, sollten Sie das Ladekabel mitnehmen. Nach einer 50-Minuten-Fahrt war der Akku fast leer und das Navi hätte ohne Aufladen via Zigarettenanzünder die Autorin sonst nicht mehr nach Hause lotsen können.
Die GPS-Lokalisierung via Bluetooth-Kopplung zum Handy erfolgte ziemlich rasch. Das Tempo bei der Touch-Steuerung (man muss bestimmt draufdrücken) oder bei einem Ladevorgang könnte noch schneller sein, ist aber OK.
Fazit
Das Go Discover lotste die Autorin zuverlässig an die gewünschten Orte. Geschätzt wurden die Favoriten-Speicher-Funktion, die Bluetooth-Verbindung mit dem Handy sowie Live-Services wie Parkplatz- und Tankstelleninfo, die allerdings nur ein Jahr gratis sind. Das HD-Display war sehr angenehm zu bedienen. Die Sprachbedienung hat noch so ihre Tücken, ist aber eine gute Sache, damit man nicht am Gerät herumfingert statt auf die Strasse zu schauen.
Jetzt fehlt eigentlich nur noch eine Integration von Parkplatzbezahl-Apps wie Easy-Park oder Twint+, damit man dafür das Handy nicht mehr herauskramen muss. Wer das Gerät in den Ferien nutzt und auf eine integrierte SIM-Karte hofft: TomTom hat für den TomTom Go Expert, das Nutzfahrzeug-Navi von TomTom, eine Variante mit 4G-SIM-Karte für den Herbst 2021 in Aussicht gestellt.
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