Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 2 Min.

Fünf strukturelle Schwachstellen gefährden IT-Sicherheit im Mittelstand

Der Cybersecurity-Spezialist Trufflepig IT-Forensics hat seinen Cyber-Risikocheck für den Mittelstand veröffentlicht. Auf Basis von 273 realen Penetrationstests in mittelständischen DACH-Unternehmen zeigt die Auswertung, wo Angreifer die grössten Einfallstore finden.
© Trufflepig IT-Forensics

Das Ergebnis: Nicht hochkomplexe Sicherheitslücken, sondern strukturelle Defizite und mangelnde Reaktionsfähigkeit sind die häufigsten Ursachen erfolgreicher Cyberangriffe.

Die grösste Schwachstelle liegt demnach bei der Authentifizierung: In 81,8 Prozent der untersuchten Unternehmen wurden hier Sicherheitsprobleme festgestellt. Klassische Passwörter bleiben durch Phishing und unsichere Nutzung ein zentrales Risiko. Als Gegenmassnahmen empfiehlt Trufflepig passwortlose Verfahren wie FIDO2 sowie Zwei-Faktor-Authentifizierung und unternehmensweites Passwortmanagement.

An zweiter Stelle der Risikofaktoren steht eine zu weitreichende Windows-Administration: In 66,7 Prozent der Fälle arbeiteten Administratoren mit übermässigen Berechtigungen auf zahlreichen Systemen – ein kompromittierter Zugang aber könne einem Angreifer freie Bewegung im gesamten Netzwerk ermöglichen. Fehlende Transparenz durch unzureichendes Logging oder SIEM wurde in 62,1 Prozent der Unternehmen festgestellt. Angriffe bleiben der Studie zufolge deshalb oft lange unentdeckt.

Mangelnde Incident-Response-Fähigkeiten betreffen 56,1 Prozent der untersuchten Unternehmen – ein gelebter Notfallplan könnte das Schadensausmass laut Studie jedoch um rund 53 Prozent reduzieren. Fehlende Netzwerksegmentierung schliesslich ermöglicht in 47 Prozent der Fälle die unkontrollierte Ausbreitung von Angriffen im Netzwerk.

«Die meisten erfolgreichen Cyberangriffe entstehen im Mittelstand nicht durch hochkomplexe Sicherheitslücken, sondern durch die Kombination aus strukturellen Schwächen und fehlender Reaktionsfähigkeit”, betont Christian Müller, CTO bei Trufflepig IT-Forensics. «Erst das Zusammenspiel aus Prävention, Transparenz und schneller Reaktion macht den Unterschied.”
 

Kommentare

KMU Sicherheit Sicherheitslücken
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

Swiss Fibre Net und Swiss FibreCo mit neuem Markenauftritt
Die Swiss Fibre Net AG (SFN) und die Swiss FibreCo AG (SFC) präsentieren sich mit einem modernisierten Markenauftritt. Die offizielle Lancierung erfolgt im Rahmen des ASUT-Summits 2026 in Bern.
3 Minuten
25. Jun 2026
Die besten PCtipp-Artikel aus der Kalenderwoche 25
In der Kalenderwoche 25 vom 15. bis zum 21. Juni 2026 standen die Artikel «Der grosse KI-Vergleich vom PCtipp» und «Mini-Cup-Game in der Google-Suche spielen» ganz oben in der Gunst unserer Leserschaft. 
2 Minuten
26. Jun 2026
Auswirkungen von Hitze auf Akkus in E-Autos, E-Bikes und E-Scooter
Die grosse Sommerhitze hat auch Folgen für die Akkus von E‑Bikes, E‑Scootern und E-Autos.
2 Minuten
25. Jun 2026

Das könnte Sie auch interessieren

«Vorsicht: Spam Verdacht»
Swisscom startet Warnhinweis bei verdächtigen Anrufen
Swisscom lanciert für ihren Callfilter eine neue Funktion. Mit der Erweiterung des Callfilters um die Funktion «Vorsicht: Spam Verdacht» erkennen Kunden potenzielle Werbe- und Betrugsanrufe bei ihrem Smartphone auf einen Blick.
2 Minuten
22. Jun 2026
Viele Mobilfunk-Anbieter senken Roaming-Preise
Die Sommerferien stehen vor der Tür. Daher hat der Online-Vergleichsdienst moneyland.ch die Kosten für die Nutzung des Smartphones im Ausland analysiert.
6 Minuten
Radios können Gesuche einreichen
BAKOM publiziert UKW-Frequenzen
Das Bundesamt für Kommunikation BAKOM hat am 28. Mai 2026 die Frequenzpakete für die Verbreitung von UKW publiziert.
2 Minuten
29. Mai 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare