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Lesedauer 2 Min.

45 Millionen Euro Strafe für Vodafone

Wegen zwei unterschiedlichen Sachverhalten hat die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und Informationsfreiheit gegen Vodafone Bussgelder in Höhe von 15 beziehungsweise 30 Millionen Euro verhängt.
© (Quelle: Vodafone)

Die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und Informationsfreiheit (BfDI), Louisa Specht-Riemenschneider, hat gegen Vodafone zwei Bussgelder in Höhe von insgesamt 45 Millionen Euro verhängt. Damit handelt es sich um das erste seit Inkrafttreten der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) im Jahr 2018 durch die BfDI ausgesprochene Bussgeld.

Im Jahr 2021 war den Mitarbeitern der für die Telekommunikation zuständigen Bundesdatenschutzaufsicht erstmals bekannt geworden, dass Kundendaten durch die Partneragenturen von Vodafone unzulässig genutzt wurden. Dabei sollen Kunden mangels Kontrolle durch Vodafone unter anderem durch unautorisierte Änderungen an Verträgen Schäden entstanden sein. Der Verstoss gegen die Regelungen der Datenschutzgrundverordnung wurde nun mit 15 Millionen Euro geahndet.

Das zweite Vergehen, das mit 30 Millionen Euro Strafe verbunden ist, dreht sich um das Self-Service-Portal „MeinVodafone“ und die Hotline. Nach einer Registrierung dort konnten Betrüger mit einem illegal erworbenen Passwort beim Kundendienst die Profile von Nutzern übernehmen und diese schädigen. Dieses Vorgehen ist insbesondere unter dem Aspekt der Nutzung von Mobilfunknummern für Drittdienste, etwa für Transaktionsbestätigungs-SMS, gefährlich.

Vodafone hat die beiden Bescheide akzeptiert und die 45 Millionen Euro bereits an die Bundeskasse bezahlt. Das Unternehmen habe laut der Datenschutzbeauftragten umfänglich kooperiert und inzwischen seine Prozesse im Datenschutz umgestellt. 

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