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Lesedauer 3 Min.

Dating-Betrüger locken zu Fake-Ticketshops

Sie lernen eine Person auf einer Dating-Plattform kennen, die schnell Interesse zeigt. Nach ein paar Gesprächen schlägt Ihr Flirt ein gemeinsames Theatererlebnis vor – klingt vielversprechend, oder? Doch Vorsicht: Hinter der Einladung könnte ein perfider Betrug stecken.
© (Quelle: pixabay frank_reppold)

cybercrimepolice.ch der Kantonspolizei Zürich muss wieder eine Warnung aussprechen. Dieses Mal geht es um Phishing im Zusammenhang mit einem gemeinsamen Theatererlebnis mit einem fake Dating-Partner.

Die Betrugsmasche

Cyberkriminelle nutzen Dating-Plattformen, um potenzielle Opfer zu kontaktieren. Sie geben sich als sympathische, attraktive und interessierte Personen aus, die rasch eine emotionale Verbindung aufbauen. Nach kurzer Zeit schlagen sie ein Treffen bei einer Veranstaltung, etwa in einem Theater oder bei einem Konzert, vor.

Hierfür senden die Betrüger den Dating-Interessierten einen Link zu einem Ticketshop, der auf den ersten Blick seriös wirkt. Die Website ist professionell gestaltet und enthält oft täuschend echte Veranstaltungshinweise mit passenden Postern.

Screenshot des betrügerischen Chats

 Die potenziellen Opfer werden angeleitet für eine bestimmte Vorstellung ein oder mehrere Sitzplätze zu reservieren, wobei die ersten persönlichen Informationen abgefragt werden. Beim vermeintlichen Zahlungsvorgang müssen die Kreditkartendaten angegeben werden, auf welche es die Cyberkriminellen primär abgesehen haben.

Ist die Phishing-Methode erfolgreich, wird die Kreditkarte umgehend für unautorisierte Abbuchungen missbraucht. Parallel dazu versuchen die Betrüger, den Sicherheitscode des Finanzinstituts zu erlangen, um die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu umgehen.

Fake-Website

© Quelle: cybercrimepolice.ch

Was muss ich tun

  • Realitätscheck: Wie wahrscheinlich ist es, dass eine attraktive, erfolgreiche Person ohne jeden Bezug zu Ihrem Leben plötzlich starkes Interesse an Ihnen zeigt?
  • Seien Sie vorsichtig mit Links und QR-Codes aus E-Mails, SMS oder anderen Quellen, da sie manipuliert sein könnten.
  • Achten Sie darauf, dass der Ticketshop über ein gesetzlich vorgeschriebenes Impressum sowie mehrere Kontaktmöglichkeiten verfügt.
  • Überprüfen Sie die Sicherheit der Website, recherchieren Sie den Ticketshop und lesen Sie entsprechende Bewertungen.
  • Geben Sie nie sensible Daten von sich preis, wenn Sie vorgängig keine gründlichen Abklärungen getätigt haben.
  • Melden Sie Fake-Accounts bei der involvierten Dating-Plattform.

Ich habe meine Daten preisgegeben

  • Informieren Sie umgehend Ihr Kreditkarten-/Finanzinstitut und lassen Sie die involvierte Kreditkarte sperren.
  • Begeben Sie sich nach telefonischer Voranmeldung zu Ihrer örtlichen Stelle der Kantonspolizei und erstatten Sie Anzeige.

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