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Einschätzung zum Cyberangriff auf UBS und Pictet

Die Grossbank UBS sowie die Genfer Privatbank Pictet sind Opfer eines Datendiebstahls geworden. Cybersicherheitsexperten ordnen die Schwere des Angriffs ein.
© (Quelle: UBS)

Wie unsere Kollegen von der Computerworld berichtet haben, sind die Grossbank UBS und die Genfer Privatbank Pictet Opfer eines Cyberangriffs geworden. Der Angriff habe auf einen externen Dienstleister abgezielt.

Der Artikel der Computerworld: UBS wird Opfer eines Datenklaus

Zu den aktuellen Entwicklungen finden Sie im Folgenden eine Einschätzung zweier Cybersicherheitsexperten von NordVPN, einem Anbieter von Cybersicherheitslösungen. Paulius Vanagas, Country Manager für die Schweiz und Österreich, sowie Marijus Briedis, CTO von NordVPN, ordnen die Bedeutung solcher Angriffe ein.

Wir zeigen am Ende der Meldung in zwei Videos, worauf man in Sachen Datenschutz und Sicherheit im Internet achten sollte.

Paulius Vanagas, Country Manager für die Schweiz und Österreich, kommentiert:

„Es geht längst nicht mehr um das Ob, sondern nur noch um das Wann – und wie gut man darauf vorbereitet ist. Die aktuelle Cyberattacke verdeutlicht, wie angreifbar Unternehmen jeder Art im digitalen Raum sind – insbesondere in der Finanzwelt, wo Vertrauen, Datenschutz und digitale Infrastruktur eng miteinander verknüpft sind.“

„Auch wenn scheinbar keine Kundendaten betroffen sind, ist der Vorfall ein klares Beispiel dafür, wie Cyberkriminelle durch Angriffe auf Dritte – sogenannte Supply-Chain-Attacken – wertvolle Informationen erlangen können. Was viele unterschätzen: Auch Angriffe, bei denen scheinbar keine Kundendaten kompromittiert werden, können Teil grösserer, koordinierter Kampagnen sein.“

„Banken stehen für Sicherheit und Stabilität. Wenn diese Unternehmen durch Dritte in einen Sicherheitsvorfall verwickelt werden, betrifft das auch das Vertrauen der Öffentlichkeit in einen ganzen Sektor – selbst wenn keine Kundendaten betroffen sind. Der Fall zeigt deutlich: Cybersicherheit endet nicht an der eigenen Unternehmensgrenze.“

„Unsere Empfehlung an Betroffene – insbesondere im sensiblen Finanzumfeld: Ruhe bewahren, aber wachsam bleiben. Wer auf verdächtige Mails oder ungewöhnliche Kommunikation achtet, Passwörter regelmässig aktualisiert, Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzt und prüft, ob persönliche Daten in Leaks aufgetaucht sind, kann sich besser vor Folgeangriffen schützen.“

Marijus Briedis, CTO von NordVPN, ergänzt:

„Cyberangriffe gehören heute zur Realität jeder digitalen Infrastruktur. Jede noch so gut geschützte Organisation kann durch ein schwächer abgesichertes Glied in der Lieferkette verwundbar werden. Gerade in grossen Unternehmen mit vielen Schnittstellen ist Wachsamkeit auf allen Ebenen entscheidend.“

„Im Finanzsektor sind digitale Netzwerke hochkomplex und stark verflochten. Ein einziger Schwachpunkt kann die gesamte Infrastruktur gefährden. Daher ist es entscheidend, Sicherheitsprozesse kontinuierlich zu überwachen und auf die sich immer wieder verändernden Bedrohungslagen anzupassen.“

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