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FIT for the Future: Gemeinsames Dach für die Forschungsanstalten

Die vier Forschungsanstalten des ETH-Bereichs werden unter einem gemeinsamen Dach noch enger zusammenarbeiten.
© ETH RAT

Sie stärken die Koordination und Zusammenarbeit in übergreifenden strategischen Forschungsprogrammen und führen Supportservices schrittweise zusammen. Dabei behalten sie ihre bewährten Schwerpunkte und Namen. Diese Weiterentwicklung und Stärkung des ETH-Bereichs hat der ETH-Rat an seiner Sitzung vom 23./24. September beschlossen. Zudem ernannte der ETH-Rat ein neues Mitglied der Schulleitung der EPFL sowie der Direktion der Eawag.

Neue Herausforderungen und veränderte Rahmenbedingungen erfordern, dass der ETH-Bereich mit seinen beiden Hochschulen ETH Zürich und EPFL sowie den vier Forschungsanstalten PSI, Empa, Eawag und WSL seine Kräfte stärker bündelt und die vorhandenen Ressourcen noch wirkungsvoller einsetzt. Vor diesem Hintergrund haben der ETH-Rat und die sechs Institutionen des ETH-Bereichs Anfang 2024 übergeordnete Ziele für das Organisationsentwicklungsprojekt «FIT for the Future» definiert. Eine neue Organisationsstruktur soll die Zusammenarbeit stärken, Synergien nutzen und administrative Hindernisse abbauen. Die vier Forschungsanstalten bringen dabei ihre komplementären Kompetenzen ein, um gemeinsam Lösungen für zentrale gesellschaftliche Herausforderungen zu entwickeln. Damit soll der ETH-Bereich auch künftig massgeblich zur Innovationskraft der Schweiz beitragen.

Unter einem gemeinsamen Dach werden die Forschungsanstalten neben der ETH Zürich und der EPFL einen dritten starken Pfeiler des ETH-Bereichs bilden. Damit sollen der ETH-Bereich und seine Leistungen an Sichtbarkeit in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gewinnen.

Weiterentwicklung der Forschungsanstalten zum dritten starken Pfeiler des ETH-Bereichs

Der ETH-Rat und die Institutionen haben hierfür zwei Varianten zur künftigen Organisation des ETH-Bereichs entwickelt. Diese unterscheiden sich insbesondere im Grad der Integration der vier Forschungsanstalten. Beide Varianten wurden von März bis Juni im ETH-Bereich konsultiert. Auf Grundlage der Rückmeldungen aus der Konsultation entschied sich der ETH-Rat für die Variante mit dem Arbeitstitel «Swiss National Labs» (SNLs). Die überwiegende Mehrheit der Institutionen sprach sich für diese Variante aus. Der ETH-Rat ist überzeugt, dass sich damit ein grosser Teil der gemeinsam definierten Ziele erreichen lässt. Im Verbund der vier Forschungsanstalten soll «SNLs» die Koordination und Zusammenarbeit zwischen den Institutionen in übergreifenden strategischen Forschungsprogrammen stärken. Zudem sollen durch die schrittweise Zusammenführung von Supportservices Synergien genutzt und diese zukunftsgerichtet aufgestellt werden.

Dank der verstärkten strategischen Koordination sollen komplexe, übergreifende Themen wie KI, Gesundheit, Energie und Umwelt noch besser gemeinsam angegangen werden. So können die vier Forschungsanstalten beispielsweise gemeinsam Massnahmen im Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel entwickeln und umsetzen. Zudem können sie eine gemeinsame digitale Infrastruktur aufbauen. Die bewährten Schwerpunkte und Stärken der Forschungsanstalten bleiben dabei erhalten: Sie behalten ihre Rechtspersönlichkeit sowie ihre Namen und Standorte und bleiben in der Organisation ihrer Forschung eigenständig.

Der ausführliche Bericht zu den Ergebnissen der Konsultation ist auf der Website des ETH-Rats verfügbar.

Weiteres Vorgehen

Die vom ETH-Rat gewählte Variante bedingt eine Änderung der Verordnung des ETH-Rats über die Forschungsanstalten des ETH-Bereichs. Eine Anpassung des ETH-Gesetzes ist nicht erforderlich. Noch offen ist der Name des gemeinsamen Dachs der Forschungsanstalten (Arbeitstitel «Swiss National Labs»). Der ETH-Rat wird an seiner Sitzung im Dezember darüber befinden. Anschliessend wird die geänderte Verordnung einer Ämterkonsultation sowie einer Konsultation im ETH-Bereich unterzogen.

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