Preiswerter Putzteufel
Nass-Trocken-Saugroboter TP-Link RV50 Pro Omni im PCtipp-Test
Er ist besonders für Familien mit Kindern oder Haustierbesitzer geeignet. Mit einem aktuellen Marktpreis von Fr. 469.– bietet TP-Link hier ein System an, das Funktionen der Oberklasse in ein attraktives Preissegment bringt.
Lieferumfang: Das Paket des RV50 Pro Omni ist umfangreich geschnürt. Saugroboter zusammen mit der grossvolumigen Omni-Station sind dabei natürlich die zentralen Elemente. Ausserdem im Lieferumfang befinden sich noch zwei Seitenbürsten sowie zwei bereits montierte, rotierende Wischmopps. Für die Station liegt ein Staubbeutel bei. Zudem enthalten sind ein Ersatzfilter für den Staubbehälter und das Netzkabel. Eine detaillierte Bedienungsanleitung unterstützt den Nutzer bei der ersten Einrichtung der Hardware. So solls sein.
Ausstattung
Die technische Ausstattung des RV50 Pro Omni ist auf Autonomie ausgelegt. Der Roboter verfügt über eine enorme Saugkraft von 15000 Pa. Damit lassen sich auch schwere Partikel aus Teppichfasern lösen. Für die Navigation nutzt das Gerät die hochpräzise dToF-Funktion (= Direct Time of Flight. Diese wird durch Sensoren zur Dual-Laser-Hinderniserkennung ergänzt. So umfährt der Roboter Möbel und Kleinteile sehr zuverlässig.
Weiteres Highlight ist die Omni-Station. Sie entleert den Staubbehälter des Roboters automatisch in einen versiegelten Beutel. Zudem befüllt sie den internen Wassertank des Geräts selbstständig nach. Die Station reinigt die Wischmopps nach dem Einsatz mit 60 Grad °C heissem Wasser. Aussergewöhnlich für die Preisklasse: Die Station besitzt zudem eine automatische Reinigungsmittel-Dosierung und ein Anti-Geruchs-Modul (Deodorizing System). Danach sorgt eine Heisslufttrocknung dafür, dass keine unangenehmen Gerüche oder Keime entstehen.
Inbetriebnahme und App
Die Einrichtung erfolgt über die bekannte Tapo-App, der Kommandozentrale für den RV50 Pro Omni. Der Roboter lässt sich schnell über Bluetooth in das Mini-Tool einbinden und danach ins WLAN integrieren. Typischer aber längst nicht selbstverständlich: Bei der ersten Fahrt erstellt der LiDAR-Scanner eine präzise Karte der Wohnung. In der App können Nutzer Räume benennen und virtuelle Wände ziehen. Auch die Saugkraft und die Wassermenge lassen sich hier feinstufig anpassen.
Über diese klassische Steuerung hinaus bietet die Tapo-App ausserdem eine detaillierte Mehretagen-Kartierung, mit der bis zu vier separaten Stockwerken präzise verwaltet werden können. Nutzer haben die Möglichkeit, zwischen einer funktionalen 2D-Ansicht und einer 3D-Karte zu wechseln, in der sogar Möbelstücke virtuell platziert werden können. Dies verbessert nicht nur die Übersicht, sondern verfeinert auch die Hindernisumfahrung in komplexen Wohnräumen. Ein weiterer spannender Aspekt ist die individuelle Zonenverwaltung. In der App lassen sich nicht nur einfache Sperrzonen (No-Go-Zones) einrichten, sondern auch spezifische «Pet Zones» für Futterstellen oder Katzenklos definieren. In diesen Bereichen kann die Saugkraft automatisch erhöht oder die Wischerfunktion deaktiviert werden. Zudem erlaubt die Software eine exakte Festlegung der Reinigungsreihenfolge, sodass beispielsweise zuerst die Schlafzimmer und zuletzt der Flur gereinigt werden, um etwa eine Keimverschleppung zu minimieren.
Für die Wartung informiert die App über den Zustand von Verschleissteilen wie Bürsten oder Filtern – in Echtzeit. Sensoren übermitteln dazu den aktuellen Verschleisszustand von Hauptbürste, Seitenbürsten und Filtern direkt aufs Handy. Und: Dank der Matter-Unterstützung lässt sich das Gerät zudem zukunftssicher in übergreifende Smart-Home-Systeme integrieren.
Bedienung und Praxistest
Am Gerät selbst befinden sich physische Tasten für die Basisbefehle. Man kann den Reinigungsvorgang starten oder den Roboter zur Station schicken. Eine LED-Statusanzeige gibt Auskunft über den Betriebszustand. Die Standard-Bedienung erfolgt jedoch vollständig via App. Das System ist zudem kompatibel mit Amazon Alexa und Google Home. So kann die Reinigung bequem per Sprachbefehl gestartet werden, was in der Praxis allerdings nur akzentfrei auf Anhieb funktionierte. Seis drum.
Im Praxistest überzeugte der RV50 Pro Omni durch seine intelligente Steuerung. Die Karte wird, wie bereits erwähnt, bei der ersten Fahrt präzise erstellt. Der Dual-Laser an der Front erkannte Objekte wie Schuhe oder Stuhlbeine zuverlässig. Auch in dunklen Räumen fand sich der Roboter problemlos zurecht. Ein Festfahren an Möbelkanten oder Teppichrändern trat im dreiwöchigen Testbetrieb ganze zweimal auf. Top. Wichtig: Der Laserturm erhöht die Bauform, wodurch sehr niedrige Möbel zum Hindernis werden können. Zur Reinigung: Das Gerät erkennt dabei den Verschmutzungsgrad des Bodens automatisch. Es passt daraufhin den Anpressdruck der rotierenden Wischer und den Wasserfluss an. Hartböden wurden streifenfrei gereinigt. Auch die Kantenreinigung war dank der präzisen Sensoren ebenso gründlich. Das Besondere am Wischen: Der RV50 Pro Omni verfügt über den DeepEdge-Wischarm. Dabei kann einer der Mopps mechanisch ausfahren, um Kanten lückenlos zu wischen. Und auch für die Teppiche gibt’s etwas Hochspannendes: Das Gerät kann die Mopps nicht nur anheben, sondern an der Station komplett ablegen («Auto-Mop Removal»), wenn nur eine reine Teppichreinigung ansteht.
Zurück zum Test: Die Hinderniserkennung arbeitete selbst bei schwierigen Lichtverhältnissen exzellent. (Flache) Kabel oder Spielzeug werden meist frühzeitig erkannt. Ein besonderer Vorteil ist die Wartungsfreiheit der Station. Der Nutzer muss lediglich alle paar Wochen das Schmutzwasser leeren und Frischwasser nachfüllen. Die Selbstreinigung der Mopps mit Heisswasser funktionierte im Alltagstest tadellos und hielt die Wischer sauber.
Fazit
Der TP-Link RV50 Pro Omni ist ein leistungsstarkes Saugsystem für die Bodenreinigung. Er besticht durch eine vollständige Automatisierung und eine sehr hohe Saugkraft. Die Heisswasser-Reinigung in der Station sorgt für Hygiene. Ganz klar: Zu diesem Preis ist das Gerät eine hervorragende Wahl.
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