Office 365 und die irritierenden Cloud-Fonts

Tricksen Sie Office aus

Mit den folgenden Tipps bekommen Sie die Cloud-Icons (zumindest temporär) wieder zurück. Oder Sie tricksen Office aus und verwenden die Schriften auch in anderen Programmen.
Speicherort der Cloud-Fonts: Sobald Sie einen der Cloud-Fonts installiert haben, wird die Schrift unter Windows in Ihrem Benutzerprofil-Ordner zwischengespeichert. Die Schrift wird sich zudem auch automatisch installieren, wenn Sie in Office ein Dokument öffnen, das einen dieser Fonts enthält.
Nun wird es interessant: Öffnen Sie mal ein Explorer-Fenster, tippen Sie in die Adresszeile Folgendes (ohne Leerzeichen) ein und drücken Sie Enter: %localappdata%\Microsoft\FontCache\4\. Hier entdecken Sie einen Unterordner namens CloudFonts. Er enthält für jede installierte Cloud-Font-Familie einen Ordner. Blenden Sie hier auch die Explorer-Spalte «Titel» ein.
So viel zu «Cloud»... denn die Schriftdateien werden dennoch lokal heruntergeladen
Quelle: PCtipp.ch
Hier erkennen Sie zum Beispiel bei der Font-Familie «The Hand», dass die vier Schriftschnitte «Light», die normale ohne Namenszusatz, «Black» und «Extrablack» in separaten TrueType-Dateien vorhanden sind. Das führt uns zu drei abschliessenden Tipps für Fortgeschrittene.
Cloud-Fonts zentral installieren: Benötigen Sie eine der in Office bereits benutzten Cloud-Fonts auch in einem Programm abseits von Microsoft Office, zum Beispiel in Gimp? Schliesslich liegen hier *.ttf-Dateien, welche ganz normale Schriftarten-Files sind, wie man sie auch in der zentralen Schriftverwaltung in Windows installieren kann. Was passiert, wenn man diese einfach aus dem oben erwähnten FontCache-Ordner in die Windows-Schriftverwaltung kopiert?
Einfach mal Drag&Drop machen
Quelle: PCtipp.ch
Die Schrift taucht ganz normal in der Windows-Schriftverwaltung auf; und dort hatte sie zuvor noch gefehlt, darum konnte etwa Gimp nicht darauf zugreifen.
Die Schrift wurde aus dem entsprechenden FontCache-Ordner installiert und verhält sich hier nicht auffällig
Quelle: PCtipp.ch
Kann man sie nun nutzen? Gimp sagt ja! Die aus dem FontCache gefischten TTF-Dateien dieses Office-Cloud-Fonts funktionierten bei unserem Test anhand der Bildbearbeitung Gimp ganz normal.
Gimp kommt bestens klar mit den aus dem FontCache geholten True-Type-Schriftdateien
Quelle: PCtipp.ch
Schriften verknüpfen: Nun möchten Sie vielleicht Platz sparen und die Schriften nicht doppelt auf Ihrem System herumliegen haben. Das ist kein Problem, denn der Tipp in diesem Artikel zum Verknüpfen der Schriftarten funktioniert weiterhin. Kurzfassung: Öffnen Sie Systemsteuerung/Darstellung und Anpassung/Schriftarten/Schriftarteinstellungen. Aktivieren Sie Installation von Schriftarten über eine Verknüpfung zulassen. Nun im Office-FontCache-Ordner mit rechts auf die gewünschte TTF-Datei klicken und Als Verknüpfung für alle Benutzer installieren anklicken. Das verknüpft die Schriftdatei, die weiterhin im FontCache liegt, im Windows-Schriftarten-Ordner.
Schriften löschen: Wollen Sie die Cloud-Schriften gar nicht nutzen? Wie weiter oben erwähnt, gibt es etwa in Word keine Möglichkeit, die Cloud-Fonts auszublenden. Aber Sie können deren Cloud-Symbol in der Schriftartenliste zurückbekommen. So sehen Sie dieses wenigstens bei der Schriftauswahl und können die Schriften mit Cloud-Icon in Zukunft meiden. Beenden Sie die Office-Anwendungen. Löschen Sie anschliessend die Font-Ordner, die Sie in %localappdata%\Microsoft\FontCache\4\CloudFonts finden. Ab dann sind die Cloud-Icons wieder zurück – bis Sie eine der Schriften wieder anklicken.



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