Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 2 Min.

8 von 10 Händlern für Verbot chinesischer Billig-Plattformen

Eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Bitkom zeigt: Chinesische Billig-Marktplätze stehen massiv in der Kritik. Neben Rechtsverstössen fürchten Händler auch Gesundheitsrisiken und wachsende Abhängigkeiten vom Ausland.
© (Quelle: shutterstock / Audio und werbung)

Chinesische Billig-Marktplätze stossen im deutschen Handel zunehmend auf Ablehnung. Laut einer aktuellen repräsentativen Umfrage von Bitkom Research im Auftrag des Digitalverband Bitkom sprechen sich 78 Prozent der Handelsunternehmen für ein Verbot dieser Plattformen aus. Neun von zehn Befragten (92 Prozent) beobachten Rechtsverstösse durch die Anbieter, 88 Prozent gehen davon aus, dass deren Produkte häufig potenziell gefährliche Inhaltsstoffe enthalten.

Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder erklärte: „Billig-Händler verschärfen den Wettbewerb und werden von vielen etablierten Handelsunternehmen als Bedrohung wahrgenommen. Die deutschen und europäischen Behörden müssen dafür sorgen, dass dieser Wettbewerb unter fairen Bedingungen stattfindet, Schlupflöcher bei beispielsweise Zöllen geschlossen werden und der Verbraucher- und Umweltschutz gewahrt wird.“

In der Verantwortung sehen die Unternehmen vor allem die Europäische Union. 85 Prozent der Befragten meinen, die EU müsse den Binnenmarkt besser vor aussereuropäischen Online-Marktplätzen schützen. 87 Prozent fordern eine strengere Regulierung der Importe. Drei Viertel der Händler (76 Prozent) sprechen sich für die Abschaffung der Zollfreigrenze von 150 Euro aus, die derzeit für die Einfuhr aussereuropäischer Produkte gilt. Nur jeder Fünfte (19 Prozent) glaubt, dass chinesische Billig-Plattformen ein kurzfristiger Trend sind, der bald wieder verschwindet.

Auch geopolitische Entwicklungen setzen den Handel unter Druck. Fast die Hälfte der Unternehmen (47 Prozent) berichtet von Lieferschwierigkeiten infolge aktueller Konflikte. Ein Drittel (33 Prozent) will deshalb sein Produktsortiment verkleinern. Zudem planen 41 Prozent, aussereuropäische Zulieferer durch europäische Partner zu ersetzen. Zwei Drittel (67 Prozent) sind überzeugt, dass Deutschland am Beginn eines Handelskriegs steht.

Kommentare

Onlinehandel
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

Amazon plant offenbar ein eigenes Smartphone
Amazon entwickelt offenbar ein eigenes Smartphone. Das berichtet Reuters unter Berufung auf Insider im Unternehmen. Es wäre der zweite Anlauf in diesem Segment für den Web-Riesen.
2 Minuten
23. Mär 2026
Apple-Ecke
iCloud-Backups: wenig Aufwand, viel Wirkung
Apples iCloud ist kein Ersatz für klassische Backups. Doch mit dem richtigen Ansatz wird sie zur wichtigsten Verteidigungslinie gegen Datenverlust. Mit den folgenden Einstellungen werden wasserdichte Sicherheitskopien bei minimalem Aufwand realisiert.
6 Minuten
19. Mär 2026
Sunrise passt Roaming-Optionen an
Sunrise packt neu mehr Leistung in die Roaming-Optionen für beliebte Reiseziele in Europa, Nordamerika und vielen weiteren Ländern – zu gleichen oder tieferen Preisen.
3 Minuten
23. Mär 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Künstliche Intelligenz
KI-Tools verhindern das Lernen am Arbeitsplatz
Berufseinsteiger erledigen an ihrem ersten Arbeitsplatz wegen Künstlicher Intelligenz (KI) immer weniger Routineaufgaben und erwerben auch nicht mehr nebenbei spezielle Qualifikationen durch die Zusammenarbeit mit erfahrenen Kollegen.
3 Minuten
Smartphone
Vivo bringt Zeiss-Kameras in die Mittelklasse
Vivo hat zwei Smartphones der neuen V70-Serie gezeigt, die auch nach Deutschland und in die Schweiz kommen könnten. Sie sollen mit Zeiss-Technologie bei den Kameras punkten.
2 Minuten
24. Feb 2026
Forschung
Strahlenresistente Elektronik für das All kreiert
Laut Forschern der Fudan-Universität eignen sich Schichten aus Molybdändisulfid für strahlungsbeständige Elektronik in Raumfahrzeugen.
3 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare