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Nicht jeder akzeptiert Fake-News-Korrekturen

Menschen akzeptieren am ehesten Korrekturen an Falschmeldungen, wenn sie zu denen, die die Verbesserungen anbringen, irgendeine Art der sozialen Bindung haben.
© (Quelle: sdecoret / Shutterstock.com)

Die politische Ausrichtung der beiden spielt dabei keine Rolle, zeigt eine Studie der MIT Sloan School of Management. Bisher wurde angenommen, dass Korrekturen von politisch Gleichgesinnten am ehesten akzeptiert würden. "Für diejenigen, die Fake News entgegenwirken wollen, ergibt sich daraus eine praktische Strategie: Bauen Sie zunächst ein wenig Vertrauen auf, auch wenn es nur kleine Schritte sind", sagen die Forscher.

Keine Chance bei Verblendeten

Das klappt allerdings nicht bei Menschen, die kritiklos einer politischen Richtung folgen. Auch wenn zu diesen ein sozialer Kontakt aufgebaut wird, werden Richtigstellungen oft abgelehnt. Im Gegenteil: Diese Menschen fühlen sich in ihrer Fehleinschätzung noch bestätigt. Um diese zu erreichen, sollten Korrektoren politische Signale senden, die auf eine gemeinsam Überzeugung schliessen lassen. Es kommt also nicht nur darauf an, was man sagt oder wer etwas sagt, sondern auch darauf, ob der Zuhörer eine soziale Bindung empfindet, heisst es.

Die Forscher haben diese Schlüsse aus einem Feldversuch auf X mit menschenähnlichen Bots gezogen. Dabei untersuchten sie, wie gemeinsame Parteizugehörigkeit und vorherige soziale Verbindungen die Akzeptanz von Korrekturen beeinflussen. "Wir haben nach dem Zufallsprinzip festgelegt, ob unsere Konten als demokratisch oder republikanisch identifiziert werden konnten und ob sie Twitter-Nutzern folgten und drei ihrer Tweets mochten, bevor sie sie korrigierten, wodurch eine minimale soziale Verbindung hergestellt wurde", so die Forscher.

Mehr Einsicht bei Berichtigungen

Am Ende haben die Fachleute festgestellt, dass die gemeinsame Parteizugehörigkeit bei fehlenden sozialen Verbindungen keinen signifikanten Einfluss hat. Interessanterweise verstärkte die soziale Verbindung die Akzeptanz für Korrekturen von Parteigängern. Folgeexperimente mit Umfragen bestätigen diese Ergebnisse weitgehend und liefern Hinweise darauf, dass sich Menschen eher verpflichtet fühlen, auf Personen zu reagieren, die ihnen folgen. "Unsere Ergebnisse haben wichtige Implikationen für die Steigerung der Akzeptanz von Korrekturen im Internet", meinen die Forscher. (pressetext.com)

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