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Lesedauer 2 Min.

"Binge Gaming" gefährdet Heranwachsende

Pausenlos im Internet spielende Kinder erleiden dadurch schneller psychische Probleme, verlieren den Kontakt zu anderen Heranwachsenden und kommen in der Schule schlechter mit.
© (Quelle: Shutterstock.com)

Das zeigt eine Untersuchung von Forschern des HKCT Institute of Higher Education. Bekannt war bisher, dass exzessives Spielen Depressionen, Angstzustände und Schlafprobleme zur Folge hat.

Jungs schlimmer als Mädchen

Die Basis war eine Umfrage unter 2.592 Kindern und Jugendlichen. Jungen leiden demnach häufiger als Mädchen unter den Folgen von "Binge Gaming". Fachleute sprechen bereits von einer Internet-Gaming-Störung (IGS). In Ostasien ist IGS besonders weitverbreitet, sagen die Forscher aus Hongkong, doch bei weitem nicht darauf beschränkt. Weltweit seien es vor allem Jugendliche und Kinder, die der Spielsucht verfallen sind.

Laut Umfrage in Hongkong sind 38,3 Prozent der Jungen und 24 Prozent der Mädchen von IGS betroffen. 58,6 Prozent der weiblichen Intensivspieler klagen über schlechten Schlaf. Bei Jungen waren es sogar 65,5 Prozent. Jungen und Mädchen, die dem Binge Gaming verfallen sind, haben zudem ein deutlich geringeres Selbstbewusstsein, heisst es. Sie trauten sich selbst wenig zu, etwa beim Erreichen der Ziele, die die Schule setzt. Jungen seien davon noch stärker betroffen als Mädchen.

Massnahmen gegen Binge Gaming

Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass exzessives Spielen als Verhaltensindikator und potenzieller Risikofaktor für negative soziale, schulische und gesundheitliche Folgen bei Jugendlichen im schulpflichtigen Alter dienen kann, mit bemerkenswerten geschlechtsspezifischen Merkmalen, darunter grössere Einsamkeit und geringere soziale Unterstützung bei weiblichen exzessiven Spielern.

Zu den vorgeschlagenen Massnahmen von öffentlichem Interesse gehören Prävention, die auf langes ununterbrochenes Spielen abzielt, frühzeitige Erkennung anhand von exzessiven Spielmustern zusätzlich zur Gesamtzahl der Stunden und die Berücksichtigung massgeschneiderter psychosozialer Strategien. Wie das alles praktisch umgesetzt werden soll, lassen die Autoren jedoch offen. (pressetext.com)

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