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Lesedauer 2 Min.

Drohne orientiert sich künftig an den Sternen

Ingenieure der University of South Australia (UniSA) haben einen Algorithmus entwickelt, der anhand einer Reihe von Bildern des Nachthimmels die Position einer Drohne bestimmen kann, ohne dass externe Signale oder Datenverbindungen erforderlich sind.

Symbolbild

© (Quelle: Pexels/Pixabay)

Das leichtgewichtige kostengünstige System könne in nahezu alle Drohnen integriert werden und biete eine zuverlässige Bestimmung der Position.

Verzerrungen herausgerechnet

"Im Gegensatz zu herkömmlichen sternbasierten Navigationssystemen, die komplex, schwer und teuer sind, ist unser System einfacher, leichter und benötigt keine Stabilisierungshardware, sodass es für kleinere Drohnen geeignet ist", so UniSA-Forscher Samuel Teague.

Um ihre Position zu bestimmen, fliegt die Drohne einen bestimmten Rundkurs, bei dem sie Bilder des Sternenhimmels aufnimmt. Anschliessend werden die Aufnahmen verglichen und der Algorithmus entfernt etwaige Verzerrungen, die aus der Bewegung der Drohne resultieren.

Für Militär und Umwelt-Screening

Diese Art der Navigation ist laut Teague ideal für Einsätze über Ozeanen oder in Kriegsgebieten, in denen GPS-Störungen ein Risiko darstellen. Abgesehen vom Verteidigungssektor könne sie auch für die Umweltüberwachung von grossem Nutzen sein. Da das System "passive Hinweise am Himmel" nutze, sende es keine Signale aus, sodass es kaum zu erkennen sei - wichtig für den Einsatz im Verteidigungsfall.

"Wir haben eine Navigationsmethode entwickelt, die widerstandsfähig, unabhängig von externen Signalen und mit kostengünstigen, leicht zugänglichen Komponenten realisierbar ist", sagt Javaan Chahl, Professor für Raumfahrt. Die zunehmende Unzuverlässigkeit von Satellitennavigationssystemen sei eine grosse Herausforderung, der die australischen Forscher mit dem Rückgriff auf eine uralte Navigationsmethode begegneten. (pressetext.com)

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