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Lesedauer 3 Min.

Drohnenkamera dreht Filme notfalls alleine

Autonomes System "CineMPC" ermöglicht auch direkte externe Eingriffe für spezielle Dramaturgie.

Symbolbild

© (Quelle: Pexels/Pixabay)

Regisseure und Naturschützer haben jetzt neue Möglichkeiten, Drohnen mit Kameras zu nutzen. Sie werden mit einer Software ausgestattet, die Regie-Anweisungen versteht und umsetzt. Das Steuerprogramm "CineMPC" haben Forscher der Universität Saragossa und der Stanford University entwickelt. Es basiert auf einer völlig autonomen Drohne mit Filmkamera, die mehrere Ziele autonom filmen und dennoch den Anweisungen eines Regisseurs folgen kann.

Auch "Dolly-Effekt" möglich

Die Drohne kann beispielsweise darauf angesetzt werden, einen Schauspieler aus verschiedenen Winkeln zu filmen, wobei Regisseur oder Kameramann eingreifen können, um etwa die Blende zu regulieren, sodass sich die Tiefenschärfe verändert, das Hauptobjekt also scharf bleibt und der Hintergrund verschwommen erscheint.

"Bestehende Lösungen für die autonome Drohnenkinematografie haben den Nachteil, dass keine Kontrolle über kamerainterne Parameter wie Brennweite, Blende und Entfernung möglich sind", sagt Informatiker Pablo Pueyo Ramon, der an beiden Hochschulen forscht. "In der Kinematografie ist die Kontrolle dieser Parameter von entscheidender Bedeutung, um verschiedene künstlerische und technische Ziele zu erreichen oder den Dolly-Zoom. Das ist ein Filmeffekt, der sich eine optische Täuschung zunutze macht." Technisch bestehe er aus einer bestimmten Kombination von Kamerafahrt und Brennweitenänderung, die von Hand oder in diesem Fall per Fernbedienung gesteuert werden müssen.

Wildtiere störungsfrei filmen

CineMPC besteht im Wesentlichen aus einer Software, die sich in jede Drohne installieren lässt, die mit einer steuerbaren Profikamera ausgestattet ist. "Neben einer besseren und fortschrittlicheren Steuerungsstrategie umfasst die neue Version von auch ein Wahrnehmungsmodul, das relevante Infos aus der Szene, wie etwa die Schauspieler, identifizieren kann, was zu einer 100-prozentigen autonomen Steuerungslösung führt, wenn es gewollt ist. Letztlich wollen wir den Quellcode veröffentlichen, damit jeder ihn nutzen kann", so Pueyo.

CineMPC ermöglicht es auch Umweltwissenschaftlern und Forschern, Wildtiere und natürliche Umgebungen aus der Ferne genau und ohne Störung zu überwachen. Die Software könnte auch für die Präzisionslandwirtschaft nützlich sein, da sowohl die Überwachung grosser Felder aus der Ferne als auch die genaue Inspektion bestimmter Pflanzen möglich ist.

(www.pressetext.ch)

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