Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Elektrische Energie per Kaffeetasse erzeugen

Thermoelektrische Generatoren der Katholischen Universität Löwen sind jetzt äusserst flexibel und vielseitig einsatzfähig.
© (Quelle: kuleuven.be)

Forscher der Katholischen Universität Löwen um Francisco Molina-Lopez haben einen thermoelektrischen Generator (TEG) gebauen, der flexibel wie ein Band ist und sich um eine Tasse mit heissem Kaffee oder den warmen Arm eines Menschen legen kann. Bisher waren Geräte dieser Art vollkommen starr, sodass sie zerbrachen, wenn sie auch nur ein bisschen verbogen wurden.

Strom durch Temperaturdifferenz

Thermoelektrische Generatoren nutzen den Temperaturunterschied zwischen Tasse beziehungsweise Arm und der Aussenluft, um Strom zu erzeugen. Der Morgenkaffee sorgt für eine Leistung von einigen Mikrowatt. Diese Menge reicht aus, um einen Taschenrechner, eine elektronische Uhr oder einen RFID-Tag mit Strom zu versorgen.

Die Experten haben zur Herstellung des TEG ein Pulver aus Wismut-Tellurid per Laserstrahl verflüssigt und es als dünne Schicht auf einer Kunststofffolie abgelagert. Die Bänder lassen sich mit Klebeband auf wärmeabgebenden Flächen anbringen, dank ihrer Biegsamkeit auch auf gewölbten Flächen. Wismut-Tellurid, das nicht verbraucht wird, lässt sich von der Folie abkratzen und erneut nutzen. "Wir verschwenden dieses kostbare Material also nicht im Herstellungsprozess", so Molina-Lopez.

Helfer für das Internet der Dinge

Vorteil der TEG: Sie können kleine Geräte und Sensoren mit Strom versorgen, sodass Batterien überflüssig sind. Man könnte sie beispielsweise auf Maschinenteile kleben, die sich während des Betriebs aufwärmen. Der Strom, den sie erzeugen, lässt sich dann zur Versorgung von Sensoren nutzen, die im Rahmen des Internets der Dinge zur Überwachung der Maschinenfunktionen eingesetzt werden.

Einer der Vorteile des neuen Verfahrens besteht darin, dass grosse Flächen des thermoelektrischen Materials in relativ kurzer Zeit gedruckt werden können. "Irgendwann wollen wir sogenannte 'Cuttable Power Arrays' bekommen, bei denen wir die Streifen einfach aus dem bedruckten Material herausschneiden können", schliesst Molina-Lopez. (pressetext.com)

Kommentare

Forschung IoT
Anzeige
Anzeige

Neueste Beiträge

AI Frontier Hackathon
Neurodiverse IT-Lernende entwickeln bei Microsoft eigene KI-Agenten
Über 40 neurodiverse IT-Lernende und Ausbildner, darunter Lernende im Autismus-Spektrum und mit ADHS, entwickelten beim AI Frontier Hackathon von Kauz Informatik Medien AG und Microsoft Schweiz eigene KI-Agenten.
3 Minuten
21. Jun 2026
Fun
Mini-Cup-Game in der Google-Suche spielen
So finden Sie das Easter Egg von Google und üben sich im Elfmeterschiessen.
2 Minuten
19. Jun 2026
Die besten PCtipp-Artikel aus der Kalenderwoche 24
In der Kalenderwoche 24 vom 08. bis zum 14. Juni 2026 standen die Artikel «Ubuntu 26.04 LTS ist da!» und «Mini-Cup-Game in der Google-Suche spielen» ganz oben in der Gunst unserer Leserschaft.  
2 Minuten
19. Jun 2026

Das könnte Sie auch interessieren

NFC-Angriffe auf Android verdreifacht
Cyberkriminelle nutzen zunehmend NFC-Technologie, um Bankdaten von Android-Nutzern zu stehlen. Die Angriffszahlen sind in wenigen Monaten dramatisch gestiegen.
2 Minuten
28. Mai 2026
Radios können Gesuche einreichen
BAKOM publiziert UKW-Frequenzen
Das Bundesamt für Kommunikation BAKOM hat am 28. Mai 2026 die Frequenzpakete für die Verbreitung von UKW publiziert.
2 Minuten
29. Mai 2026
Viele Mobilfunk-Anbieter senken Roaming-Preise
Die Sommerferien stehen vor der Tür. Daher hat der Online-Vergleichsdienst moneyland.ch die Kosten für die Nutzung des Smartphones im Ausland analysiert.
6 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare